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Tauchen in Ägypten: Die besten Tipps für euren Tauchurlaub

Tauchen in Ägypten: Die besten Tipps für euren Tauchurlaub

Ihr habt bestimmt schon davon gehört, dass Ägypten ein Paradies für Taucher ist. Mit seinen einzigartigen Korallenriffen bietet das Rote Meer Lebensraum für mehr als 1.000 Fischarten – und fast ein Fünftel davon gibt es nirgendwo anders auf der Welt. Bei einem Tauchurlaub in Ägypten trefft Ihr auf Rochen, Delfine oder Seekühe und erlebt die Farbenpracht ganzer Gorgonenwälder. Während eurer Tauchexkursionen geht es zu Höhlen oder versunkenen Schiffen und wer sich traut, kann sogar zwischen Haien tauchen.

Inhaltsverzeichnis:

Wenn ihr noch keinen „Tauchschein“ habt, könnt ihr auch einfach am Hausriff vor eurem Hotel schnorcheln. Oder ihr macht bei ein paar Schnuppertauchgängen mit. Dabei merkt ihr schnell, ob ihr Lust auf einen Tauchkurs bekommt. Mit einem Tauchbrevet (so eine Art Tauchführerschein) dürft ihr anschließend auch an spannenden Tauchexkursionen teilnehmen. Natürlich gibt es in Ägypten auch super Tauchgründe für erfahrene Taucher: Für alte Hasen haben wir weiter unten eine Auswahl unserer Lieblings-Tauchspots zusammengestellt.

Tipps für den Tauchurlaub in Ägypten

Falls ihr es noch nicht wisst: Ihr braucht nur zwischen 3,5 und 4,5 Stunden mit dem Flieger bis zum Roten Meer. Je nachdem wo ihr euren Urlaub verbringt, liegt euer Ankunftsflughafen in Hurghada, Sharm el Sheik oder in Marsa Alam. Von dort aus geht es entweder über Land weiter bis zu eurem Urlaubsort oder ihr bleibt gleich da, wo ihr seid. Tauchschulen und interessante Tauchreviere gibt es nämlich auch direkt vor Ort.

Bei Sichtweiten bis zu 40 m könnt ihr das ganze Jahr über im Roten Meer tauchen. Die beste Reisezeit für euren Tauchurlaub in Ägypten hängt davon ab, ob ihr mit anderen Tauchern oder beispielsweise mit der Familie unterwegs seid. Damit auch Nicht-Taucher stundenlang im warmen Meer baden können, solltet ihr zwischen September und November nach Ägypten fliegen. Von Dezember bis Februar sind die Lufttemperaturen besonders angenehm – aber das Meerwasser ist dann mit 20 bis 22º C doch wesentlich kühler. Alternativ könnt ihr auch bis in den Mai hinein in Ägypten tauchen. Juni, Juli und August lasst lieber außen vor: im Sommer ist es für Mitteleuropäer dann doch sehr heiß.

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Was ihr an Ausrüstung braucht? Einsteiger müssen sich darüber erst einmal nicht den Kopf zerbrechen – ihr bekommt bei Kursen oder „Schnuppertauchgängen“ die komplette Ausrüstung gestellt. Erfahrene Taucher benutzen im Frühjahr oder im Herbst einen 5 bis 7 mm starken Nasstauchanzug. Beim Tauchen im Sommer braucht ihr überhaupt keinen Taucheranzug. Im Winter und im zeitigen Frühling solltet ihr einen Halbtrockenanzug oder auch eine zusätzliche Eisweste benutzen. Übrigens: Wer lieber mit leichtem Gepäck reist, leiht sich einfach sein Equipment bei den Tauchbasen.

Was die Bestimmungen zum Tauchen in Ägypten angeht: Wie beinahe überall auf der Welt ist das Gerätetauchen in Ägypten nur mit einem offiziellen Tauchbrevet (PADI, SSI, NASE, BSAC, CMAS oder NAUI) erlaubt. Zudem dürft ihr die meisten Tauchspots nur in Begleitung eines Guides besuchen. An den Hausriffs besteht aber die Möglichkeit, nach 10 bis 20 begleiteten Tauchgängen auch ohne Guide zu tauchen.

Wer diese Gelegenheit nutzen möchte, sollte sich für seinen Tauchurlaub mindestens 14 Tage Zeit nehmen. Als erfahrene Taucher könnt ihr durchaus auch spontan für ein paar Tage zum Tauchen nach Ägypten fliegen. Checkt einfach bei den Tauchbasen in eurer künftigen Urlaubsregion nach, was gerade an Tauchexkursionen angeboten wird. Dann nur noch schnell Badezeug, Pass und Portemonnaie einpacken und ab ans Rote Meer!

Was kostet Tauchen in Ägypten?

  • Kurs für einen internationalen Tauchschein, beispielsweise PADI Open Water Diver: 300 bis 400 € (alles inklusive)
  • 10 Tauchgänge: etwa 200 €
  • Ganztages-Ausfahrt per Boot: 25 bis 35 € p.P. + die Tauchgänge
  • Tagestour per Minibus: 10 bis 20 € p.P. + die Tauchgänge
  • privater Tauchguide: etwa 10 bis 15 € per Tauchgang
  • ggf. Riff-Steuern, Hafengebühren etc.: 3 bis 5 € p.P.
  • Leihgebühr Tauchausrüstung komplett: 20 bis 25 €/Tag
  • bis zu 20 % Preisnachlass bei Online-Buchungen

Falls ihr lieber in heimischeren Gewässern das erste mal abtauchen wollt, empfehlen wir euch in Kroatien tauchen zu lernen.

Tauchen in Ägypten für Anfänger

Anders als bei einem Einsteiger-Tauchkurs zu Hause erwarten euch in Ägypten gleich in den ersten Tagen faszinierende Unterwassererlebnisse. Leuchtend bunte Fische, Seesterne und kleine Krebse wohnen direkt im Korallenriff vor eurem Hotel. Zarte Fächer der Röhrenwürmer oder farbige Tentakel der Seeanemonen schwingen im Rhythmus der Wellen – und das Beste dabei ist: Ihr seid ein Teil dieser sanft bewegten Unterwasserwelt. Für uns gibt es keine schönere Art abzuschalten als mit dem Abtauchen unter den Meeresspiegel.

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Damit ihr an Exkursionen und Tauchsafaris zu den schönsten Tauchrevieren auf der ganzen Welt teilnehmen könnt, müsst ihr lernen mit dem Equipment umzugehen. Außerdem lernt ihr bei einem Tauchkurs für Anfänger in Ägypten, wie ihr korrekt ein- oder auftaucht und wie man sich unter Wasser mit seinen „Tauchbuddies“ verständigt. Ein weiteres wichtiges Themengebiet bei einem Einsteiger-Tauchkurs ist Sicherheit bei den Tauchgängen. Ägypten eignet sich besonders für Tauch-Einsteiger, weil dort das Wasser so klar ist und es kaum gefährliche Strömungen gibt. Hier lernt ihr Tauchen ohne Risiko.

Einsteiger-Tipps für den Tauchurlaub in Ägypten: Macht einen vier- bis fünftägigen Lehrgang zum PADI Open Water Diver. Damit seid ihr auf der sicheren Seite. In Hurghada, Safaga, Soma Bay, Marsa Alam oder Sharm-el-Sheikh findet ihr zahlreiche Tauchschulen, die euch Kurs- und Prüfungsunterlagen auf Deutsch bereitstellen. Eure Tauchlehrer sprechen ebenfalls Deutsch oder zumindest Englisch. Es gibt also keine Verständigungsprobleme – und letzten Endes kostet euch euer „Tauchschein“ in Ägypten wahrscheinlich weniger als zu Hause.

Ablauf: Tauchkurs für Anfänger in Ägypten zum PADI Open Water Diver

  • 1. Tag: Theorie und Equipment kennen lernen im Flachwasser/Pool
  • anschließend: 5-6 Tauchgänge mit Tauchlehrer – und Theorie büffeln
  • letzter Tag: Prüfung und „Abschluss-Tauchgang“ zu einem besonderen Tauchspot
  • anschließend wahrscheinlich: Abschlussparty

1. Top 7 Tauchreviere in Ägypten für erfahrene Taucher

Das Gute an den Tauchspots in Ägypten ist, dass sie nicht alle weitab der beliebten Urlaubsorte liegen. Wenn ihr also eure Kids oder andere Mitreisende in die Geheimnisse der Unterwasserwelt einweihen wollt, sind sie bei Tauchkursen in Soma Bay, Sharm-el-Sheikh, Marsa Alam, El Gouna oder Hurghada gut aufgehoben – und ihr könnt von dort aus einige der besten Tauchreviere Ägyptens kennen lernen. Es gibt kaum ein anderes Land, das euch diese Möglichkeit bietet. Hier eine kleine Auswahl von Top-Tauchspots in Ägypten:


 

#1 Careless Reef – nahe Hurghada

Etwa eine halbe Stunde von Hurghada entfernt liegt die Insel Umm Gamar mit dem Careless Reef. Das Riff besteht aus einem steilen Korallenrücken, der bis an die Wasseroberfläche reicht. Dort schwimmen zwischen Feuerkorallen und Tischkorallen kleine Igel- und Kugelfische. Vielleicht finden sie euch gefährlich und plustern sich auf? Umm Gamar ist bekannt für seine legendären Korallentürme. Mit etwas Glück trefft ihr hier auf Rochen, Riesenmuränen oder Schnapper. Am Careless Reef liegen einige Höhlen, die aber nur von sehr erfahrenen Tauchern besucht werden dürfen. Bei Interesse fragt einfach bei eurer Tauchbasis nach.

#2 Schiffsfriedhof Sha’b Abu Nuhas

Von Hurghada aus werden häufig Tauchausflüge zum gefürchteten Riff Sha’b Abu Nuhas bei der Insel Shadwan angeboten. Je nach Sonnenstand ist das knapp unter der Wasseroberfläche liegende Riff kaum zu erkennen. Es wurde schon einigen Schiffen auf dem Weg vom Sueskanal ins offene Meer zum Verhängnis. Wenn ihr Spaß am Wracktauchen habt, seid ihr hier an der richtigen Adresse. Die Schiffe liegen etwa 25 bis 30 m tief und haben einen fantastischen Überzug aus Leder- Stein- und Weichkorallen. Außerdem dienen sie allen möglichen Großfischen als Unterschlupf.

Abu Nuhas Ägypten

Mitten im „Schiffsfriedhof“

#3 Alles vor der Haustür: Safaga und Soma Bay

Nur 60 km südlich von Hurghada liegt der 4.000 Jahre alte Seehafen Safaga und die Halbinsel Soma Bay mit ihren sanft abfallenden Sandstränden. Die Gegend bietet euch eine atemberaubende Unterwasserwelt mit faszinierenden Steilwänden und ein schönes Hausriff. Am Abu Qifan Riff trefft ihr auf Hammerhaie, Barrakudas und Riffhaie. Am Panorama Riff tummeln sich wieder andere Unterwasser-Attraktionen: Papageienfische, Rotfeuerfische und Fahnenbarsche. Mit etwas Glück begegnen euch unterwegs Meeresschildkröten oder Delfine – hier lohnt sich das Tauchen für Einsteiger ebenso wie für Profis.

#4 Wrack „Salem Express“ bei Safaga

Hier ein Tipp für den Tauchurlaub in Ägypten mit „gemischter Mannschaft“: Frisch gebackene Open Water Diver und alte Hasen. Normalerweise dürfen Einsteiger ja noch keine Wracks besuchen, weil die meisten zu tief liegen. Aber die riesige Fähre „Salem Express“ befindet sich auf nur 12 bis 30 m Tiefe – also könnt ihr alle zusammen einen spannenden Tauchgang machen. Von den 700 Passagieren, die mit der „Salem“ 1991 von einer Pilgerfahrt heimkehren wollten, konnten nur 200 gerettet werden. Durch die großen Bullaugen habt ihr einen guten Blick auf Bordrestaurant und Kabinen: so richtig schön gruselig…

Salem Express Ägypten

Beeindruckend für Anfänger wie Profis: Der Salem Express

#5 Ras-Mohammed-Nationalpark bei Sharm el Sheikh

In der Naama Bay befindet sich der moderne Stadtteil von Sharm el Sheikh. Hier liegen viele Hotels und Tauchschulen. Direkt in der Bucht davor gibt es ein sagenhaftes Hausriff. Wer Lust auf Abenteuer hat, nimmt an Tauchgängen im Ras-Mohammed-Nationalpark teil: einem der spektakulärsten Tauchreviere in Ägypten. Am Shark Reef in 25 m Tiefe bekommt ihr neben Gorgonien, Makrelen und Barrakudas auch Riffhaie und Hammerhaie zu Gesicht. Die Steilwände fallen hier bis in 700 m Tiefe ab. Nicht weit davon liegt das Wrack „Yolanda“. Bei der Jackfish Alley taucht ihr durch fantastisch bewachsene Grotten und trefft mit etwas Glück auf Rochen oder Weißspitzenriffhaie. Und in der Straße von Gubal könnt ihr etliche Wracks wie die „Thistlegorm“ oder die „Dunraven“ erkunden.

►►► In unserem Sharm el Sheikh Urlaubsguide erhaltet ihr viele Tipps, was ihr außerhalb eures Tauchkurses in Sharm el Sheikh erleben könnt

#6 Taucherstadt Marsa Alam und ihre Highlights

Den meisten Urlaubern ohne Tauch-Ambitionen ist in der 2.000-Einwohner-Stadt Marsa Alam zu wenig los – hier liegen die interessantesten Hotspots unter Wasser. Hier im Süden findet ihr fast unberührte Korallenriffe mit einer beinahe komplett intakten Unterwasserwelt. Am zigarrenförmigen Elphinstone Reef trefft ihr beim Strömungstauchen auf Haie, Manta-Rochen und Barrakudas. Von Marsa Alam aus gehen Exkursionen zu bekannten Tauchspots wie dem Daedalus Riff, Zarbargad, Fury Shoals oder St. John’s Island. Ein weiteres Highlight ist Shaab Samadai, das sogenannte „Dolphin House“. Im Inneren des hufeisenförmigen Riffs trefft ihr in 18 m Tiefe auf Muränen, Zackenbarsche und Rochen. Den zahllosen Delfinen begegnet ihr in Shaab Samadai hautnah – sogar beim Schnorcheln.

►►► Lest in unserem Reisebericht alles über einen Schnorchelurlaub in Marsa Alam

Schildkröte Marsa Alam

Mit Schildkröten tauchen in Marsa Alam

#7 Das berühmt-berüchtigte Blue Hole

Fast jeder ambitionierte Taucher hat schon von dem sagenhaften Blue Hole gehört, das etwa 10 km nördlich von Dahab liegt. Es hat den Furcht einflößenden Beinamen „Taucherfriedhof“ – und das nicht zu Unrecht. Immerhin haben schon unzählige Menschen in diesem natürlichen Schacht ihr Leben gelassen. Allerdings waren das meistens keine ausgebildeten Taucher und oft genug tauchten sie ohne Begleitung eines erfahrenen Guides. Wenn ihr euch an die Erkundung des bekanntesten Tauchspots in Ägypten heranwagen wollt, tut das nur im Rahmen eines Tauchgangs von seriösen Anbietern.

Bis zu 65 m misst das kreisförmige Loch im Küstensaumriff bei Dahab, mit Wänden, die fast senkrecht bis in etwa 100 m Tiefe abfallen. Zwischen 50 und 60 m Tiefe gibt es eine bogenförmige Verbindung zum offenen Meer: „The Arch“. Innerhalb des Blue Hole’s ist Bewuchs und Meeresgetier eher unspektakulär – die Faszination besteht hier im endlosen Abtauchen in geschlossenem Raum und dem „Durchbruch in die Freiheit“. Wer eher an Fauna und Flora interessiert ist, macht einen Tauchgang vom Blue Hole zum Kamin „The Bells“ in etwa 30 m Tiefe. Nach dem Tunnel erreicht ihr die Riff-Außenwand und taucht durch die einmalige Farbenpracht der Korallen und Meerestiere langsam wieder nach oben.

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