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Die besten Ziele für einen herbstlichen Fahrradurlaub

Die besten Ziele für einen herbstlichen Fahrradurlaub

Der Herbst ist eine perfekte Jahreszeit für ausgedehnte Radtouren – egal ob in Deutschland oder einem anderen mitteleuropäischen Land. Endlich ist die Sommerhitze vorbei, die Luft wieder angenehm frisch und die knallbunt gefärbten Laubwälder wunderschön. Außerdem sind im Herbst die meisten Radwege angenehm leer, da sich alle in den Bergen tummeln. Also rauf auf den Sattel und nochmal Sonne tanken, bevor der lange, dunkle Winter kommt! Wer sich für ein südlicheres Urlaubsland entscheidet, hat sogar noch die Chance, zwischendrin mal kurz in die Wellen zu hüpfen und der nasskalten Jahreszeit eine lange Nase zu drehen.

Was muss man bei Radtouren im Herbst beachten? 

Bei Touren im Herbst ist – neben einem gut sitzenden Helm – ein fahrtüchtiges Fahrrad ganz besonders wichtig. Schließlich kämpft man in dieser Jahreszeit viel eher mal mit Nässe und Dunkelheit als in den Sommermonaten. Darum benötigt ihr unbedingt ein funktionierendes Vorder- und Rücklicht. Auch Speichenreflektoren sind eine sinnvolle Sache, damit man gut gesehen wird. Achtet zudem auf Reifen mit ausreichend Profil sowie perfekt funktionierende Bremsen, denn im Herbst kann es durch die auf den Wegen liegenden Blätter schnell mal rutschig werden.

Auch wenn euer Fahrrad eigentlich tip-top funktioniert: Nehmt eine kleine Werkzeugtasche mit Flickzeug mit, damit ihr im Notfall kleinere Reparaturen selbst ausführen könnt. Das gilt auch, falls ihr euch im Urlaub ein Fahrrad leiht. Häufig ist da kein Flickzeug dabei.

Und das sollte darin enthalten sein:  

  • Flick-Set für platte Reifen
  • Ein Speichenschlüssel
  • Ein Schlauch
  • Schraubenzieher und Schraubenschlüssel
  • Imbusschlüssel

Ein Tipp: Mit Kabelbindern und Isolierband kann man auf die Schnelle alles Mögliche reparieren. Denkt auch an ein kleines Erste-Hilfe-Set – Pflaster und Co. können ganz nützlich sein.

Praktisch und flexibel: Kleidung für den Radurlaub im Herbst

Ab September ist es morgens häufig neblig-kalt, mittags sommerlich warm und gegen Spätnachmittag wird es schon wieder kühl. Daher solltet ihr auf einer herbstlichen Fahrradtour mehrere Kleidungsschichten tragen, um euch den Temperaturschwankungen bestmöglich anzupassen. Daher gilt: Zwiebellook mit T-Shirt, Pulli und Jacke ist angesagt, damit ihr euch keine Erkältung holt. Ihr solltet auch an Regenjacke, Regenhose und Überzieher für die Schuhe denken, denn nichts ist unangenehmer, als klatschnass auf dem Fahrrad zu sitzen. Und im Herbst kann ja schnell mal ein Schauer daherkommen. Es lohnt sich, beim Kauf ein bisschen mehr Geld auszugeben und in atmungsaktive Regenkleidung oder Gore-Tex zu investieren, denn in einem nicht-atmungsaktivem Outfit seid ihr zwar von außen trocken, aber innen habt ihr Saunatemperaturen und werdet schweißnass.

Nicht unbedingt cool aber superpraktisch: Ein Regenponcho, der im Rucksack oder in der Satteltasche fast keinen Platz wegnimmt. Falls es anfängt zu regnen, zieht man ihn ruckzuck über den Kopf und fertig.

Die besten Regionen für eure Herbstradtour

Ihr wollt noch einmal ein bisschen Sonne tanken und den kalten Herbsttemperaturen in Deutschland entfliehen? Kein Problem mit unseren liebsten Urlaubszielen für einen herbstlichen Fahrradurlaub!


 

Steilküsten und Gebirge: Die Blumeninsel Madeira

Die portugiesische Insel Madeira ist zwar vor allem als Wanderziel bekannt, man kann die atemberaubende Gebirgslandschaft mit ihren vielen Eukalyptus- und Pinienwäldern aber auch sehr gut vom Fahrrad aus genießen. Allerdings sollte man über eine gewisse Grundkondition verfügen, denn da Madeira Hochgebirgscharakter hat, kann es hier durchaus mal richtig fies bergauf gehen. Am besten seid ihr daher mit einem Mountainbike unterwegs, das ihr euch auch problemlos auf der Insel ausleihen könnt. Oder ihr reserviert euch ein E-Bike und zieht dann ganz locker an allen vorbei die Berge hoch.

Es gibt auf Madeira keine Fahrradwege, aber auch nicht viel Autoverkehr, so dass ihr eure Tour entlang der Küste relativ autofrei genießen könnt. Komplett autofrei ist die hügelige Landschaft im Inselinneren entlang der Levadas. Diese kleinen Wasserläufe, die sich kreuz und quer durch die Insel ziehen, müsst ihr unbedingt gesehen haben! Eine besonders schöne Levada-Strecke führt von Vale Paraiso entlang der Levada Serra do Faial bis nach Machico an der Küste. Hier können im Oktober sogar Frostbeulen noch ins Meer, denn das Wasser hat um die 22 Grad.

Angesagt in der Mountainbike-Szene ist der Bike-Park in Porto Moniz. Hier gibt es zahlreiche Trails für jedes Können. Ein Tipp: Nehmt unbedingt eure Badesachen mit. In Porto Moniz gibt es tolle natürliche Lavaschwimmbecken, die ganzjährig geöffnet haben und einen unglaublichen Panoramablick bieten.  

Wer keine wilden Trails zu seinem Glück braucht, sondern lieber gemütlich unterwegs ist, kann sich zum Beispiel in der Hauptstad Funchal ein Rad ausleihen und damit die Küstenstraße entlangradeln. Ein tolles Ziel ist das Fischerdorf Camara de Lobos. So idyllisch, dass sogar der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill hier gerne seinen Urlaub verbrachte. ►►► Noch mehr Tipps für euren Madeira-Urlaub findet ihr hier.

Madeira Küste

Dieser Blick ist jede Anstrengung wert!

Andalusien: Unterwegs auf ehemaligen Bahntrassen

Auch das südspanische Andalusien ist perfekt für einen herbstlichen Radurlaub in Kombination mit Badevergnügen. Hier kann man auf dem Rad entweder die sonnige Küste genießen, spannende Städte wie Malaga oder Sevilla erkunden oder sich auf Entdeckungsreise ins Hinterland begeben. Auf die konditionsstarken Fahrer unter euch wartet zum Beispiel die Sierra Nevada, wo ihr euch mit dem Mountainbike in den Bergen des Nationalparks schön verausgaben könnt. Falls ihr es lieber sportlich-mondän mögt, seid ihr rund um Marbella, in der Provinz Malaga, gut aufgehoben, wo ihr zum Beispiel auf einer Radtour nach Istán im Naturpark Sierra de las Nieves die traumhafte Natur rund um den Rio Verde genießen könnt. 

Aber vor allem ist Andalusien unter Radwanderern für eine Besonderheit bekannt: Die Vias Verdes. Es handelt sich bei diesen „grünen Wegen“ um stillgelegte Bahntrassen, die zu frei zugänglichen Radwegen umgewandelt wurden und teilweise sogar asphaltiert sind. Perfekt zum Radwandern. Und ganz nebenbei lernt ihr hier die schönsten Regionen Andalusiens kennen, denn die Radwege schlängeln sich durch die Provinzen Cordoba, Sevilla, Cádiz, Huelva, Jaén und Granada.

Besonders spektakulär ist der Via Verde de la Sierra. Der 36 Kilometer lange Weg führt von Olivera in der Provinz Cádiz durch eine faszinierende, einsame Gebirgslandschaft bis nach Puerto Serrano.

Schön ist auch der Via Verde del Aceite. Dieser Olivenölradweg führt euch auf 55 Kilometern durch die Provinz Jaén. Immer auf den Spuren der Züge, die früher das Olivenöl zum Hafen nach Malaga transportiert haben. Klar, dass euch dieser Weg durch ein eindrucksvolles Meer von Olivenbäumen führt! Ab und zu werdet ihr auch ein typisch andalusisches Landgut zu Gesicht bekommen, überquert eisengeschmiedete Viadukte, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, und fahrt durch stillgelegte Eisenbahntunnel –  was mit dem Fahrrad ein eigentümliches Gefühl ist. Falls ihr mal eine Pause von dieser abwechslungsreichen, aber auch ein bisschen anstrengenden Strecke braucht: Einige der stillgelegten Bahnhöfe wurden zu Restaurants oder Cafés umfunktioniert.

►►► Hier geht es zu unseren Andalusien-Angeboten

Granada

Unbedingt einen Abstecher wert: Granada

Provence: Auf den Spuren der Tour de France

Die berühmten lila Lavendelfelder sind im Herbst leider schon verblüht, aber dafür wartet in der südfranzösischen Provence eine Bilderbuch-Herbstlandschaft auf euch. Das Thermometer klettert im Oktober und November bis auf wohlige 22 Grad und die Sonne lässt die bunt verfärbten Blätter besonders farbenfroh strahlen. Fahrradidylle pur! (Es kann auch mal kurz regnen, aber das ist meistens schnell wieder vorbei.) Ein perfektes Ziel also, wenn ihr dem nasskalten Deutschland noch für ein paar Tage entfliehen wollt. Die Provence bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten für jedes Können und jede Art der Radreise: Für Rennradfahrer ist das Gebiet des Vaucluse mit dem 1.912 Meter hohen Mont Ventoux eine sportliche Herausforderung. Hier könnt ihr euch wie echte Tour-de-France-Spitzensportler die steile Serpentinen hochquälen. Wer die Härte dieser berühmten Bergetappe ganz exakt nachempfinden will, startet wie die Profis in dem Ort Bédoin. Und dann warten 21 Kilometer mit 1.610 Metern Höhenunterschied auf euch! Es gibt aber auch einfachere Wege, um ans Ziel zu kommen. Sie starten in den Dörfern Malaucène und Sault und haben eine etwas geringere Steigung. Wer will, kann im Fremdenverkehrsamt eine Couponkarte erstehen und diese dann zu Beginn und am Ende der Strecke an einem Vélodateur (eine Art Stempelmaschine) stempeln. Ein schöner Beweis für die Daheimgebliebenen, dass ihr die geschichtsträchtige Strecke auch wirklich geschafft habt.

Ein weiteres Traumziel für Radsportfans ist der Höhenzug des Luberon, der etwa 50 Kilometer von Avignon entfernt liegt. Anfänger und Familien halten sich am besten an die Voie Verte du Calavon – ein Radweg, der von Robion bis Saint-Martin-de-Castillon führt. Das Schöne: Man fährt hier die meiste Zeit entlang einer alten Bahntrasse und sieht dabei das Ufer des Flusses Calavon, die Fe lsen des Luberon und wunderschöne Dörfer. Profis können sich an die Tour du Luberon wagen – eine knapp 200 Kilometer lange Radtour mit kräftigen Steigungen.

►►► Noch mehr tolle Urlaubsregionen in Frankreich findet ihr in unserem Urlaubsguide für Frankreich

Provence mit dem Fahrrad und Camper

Die perfekte Kombination: Campen und Radfahren in der Provence

Radeln auf Ungarisch: Immer am Balaton entlang

Wer einfach gerne stundenlang eine ebene Strecke entlangradelt und um steile Strecken lieber einen großen Bogen macht, ist am westungarischen Plattensee genau richtig. Das fast 80 Kilometer lange Gewässer zählt zu den größten Seen Europas und ist ideal für einen Radurlaub im Spätsommer oder Frühherbst. Dann ist es noch schön sonnig und die Temperaturen liegen im zweistelligen Bereich. Viel los ist hier in dieser Jahreszeit allerdings nicht mehr. Die Badesaison endet offiziell Ende August und auch die meisten Campingplätze haben bereits geschlossen. Aber keine Sorge, ihr werdet trotzdem die passende Unterkunft für euch am Balaton finden!

Wer sich vornimmt den See einmal zu umrunden, sollte gut vier bis fünf Tage für die 204 Kilometer lange Strecke einplanen. Eine angenehme Fahrt, denn die gesamte Strecke auf dem erst 2004 fertiggestellten Weg ist asphaltiert und bestens ausgeschildert. Daher eignet sich der Rundweg auch sehr gut für Familien mit Kindern oder Senioren.

Aber ihr könnt euch auch einfach einen der gut ausgeschilderten Teilabschnitte vornehmen. Insgesamt stehen 32 abwechslungsreiche Touren zur Auswahl. Auf der Südseite des Balaton ist der Weg durchgehend flach, auf der Nordseite gibt es die eine oder andere leichte Steigung in den Weinbergen – aber keine Panik – das ist auch für Untrainierte durchaus machbar.

Oder wie wäre es mit einer Tour zum Klein-Balaton? Das Naturschutzgebiet neben dem See punktet mit nahezu unberührter Natur, in der zahlreiche verschiedene Vogelarten ihr Zuhause haben. Auch Büffel leben hier. Nach starken Regenfällen ist eine Tour durch das Schutzgebiet allerdings nicht zu empfehlen, da dann alle Wege im Matsch versinken.

Nicht nur landschaftlich schön, sondern auch noch geschichtlich interessant ist eine Radtour auf der Halbinsel Tihany. Neben historischen Bauern – und Fischerhäusern ist das aus dem Jahr 1055 stammende Kloster Tihany das Highlight. Ein Besichtigungs-Muss! Insgesamt eine  kurzweilige, acht Kilometer lange Strecke, die man locker in ein paar Stunden bewältigen kann.

Balaton Küste

Abkühlung nach einer langen Radtour: Der Balaton in Ungarn

Sardinien: Mit dem Rad über die italienische Mittelmeerinsel

Der Herbst ist die beste Reisezeit für Outdoor-Spaß auf der italienischen Insel Sardinien. Denn dann könnt ihr bei angenehmen Temperaturen mit dem Rennrad die Küste entlangfahren oder mit dem Mountainbike eine Tour durch das wilde Hinterland mit seinen Felslandschaften und Korkeichenwäldern machen. Egal ob an der Küste oder im Landesinneren: In der Nebensaison ist richtig wenig Verkehr auf den Straßen, so dass ihr ganz entspannt in die Pedale treten könnt.

Eine ideale Tour für alle, die den Genuss der Landschaft mit ein bisschen Sightseeing verbinden wollen, findet ihr im Westen der Insel. Sie führt euch von Alghero bis nach Capo Caccia, ist circa 50 Kilometer lang und dauert – mit Besichtigungspausen – etwa fünf Stunden. Was ihr unterwegs seht: Die prähistorische Festung Palma Vera, mit der Grotto Nettuno eine der schönsten Tropfsteinhöhlen in Mitteleuropa, und die 5000 Jahre alte Gräberanlage Anghelo Ruiu.

Wer Sportpower und Geschwindigkeit braucht, kann mit dem Rennrad die abwechslungsreichen Küstenstraßen entlangflitzen oder auf den zahlreichen, steilen Bergstraßen an Kondition und Ausdauer feilen. Eine beliebte Strecke führt zum Beispiel an der Westküste von Alghero durch das Montiferru-Massiv nach Oristano. Beliebte Startpunkte für Tagestouren sind auch Olbia oder Orosei an der Ostküste.

Mountainbiker schätzen die eindrucksvolle Felsenlandschaft der Gallura im Nordosten Sardiniens.  Falls ihr euch eher im Südwesten der italienischen Insel aufhaltet, findet ihr im Naturpark von Monte Arcosu bei Cagliari ein ideales Gebiet für Radtouren. Die Berg- und Hügellandschaft in der dichtbewaldete Gegend im Südwesten Sardiniens ist auch für Anfänger ideal, da die Mountainbiker zum Schutz der Natur die angelegten Strecken nicht verlassen dürfen.

Alghero auf Sardinien

Perfekter Blick nach einer langen Radtour in Alghero auf Sardinien

►►► Tipps für euren Radurlaub im Sommer und euren Radurlaub im Frühjahr

►►► Ein weiteres Reiseziel für einen herbstlichen Radurlaub: Portugal – Mehr dazu im Reisebericht

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