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Madeira: Blumeninsel im Atlantischen Ozean

Madeira: Blumeninsel im Atlantischen Ozean

Weit draußen auf dem Atlantik etwa auf der gleichen Höhe wie Marrakesch liegt eine Insel, die auch als die Blumeninsel bekannt ist. Madeira zeichnet sich durch ein ganzjährig mildes Klima aus. Die Sommer sind nicht zu heiß und im Winter bleibt es angenehm warm. Beste Voraussetzungen also für eine einzigartige Flora, die man am besten bei einer Wanderung entdeckt. Entlang der Küsten gibt es unberührte Natur, wunderschöne Gärten und verträumte Fischerdörfer zu entdecken. Im Inselinneren erwarten euch Weinberge, Olivenhaine und beeindruckende Berglandschaften. Möchtet ihr noch mehr über die Insel, auf der es noch recht wenig Touristen gibt, erfahren? Dann haben wir hier die besten Reisetipps für Madeira:

Inhaltsverzeichnis:

Allgemeine Infos über Madeira

Beste Reisezeit: Madeira ist ein ganzjähriges Reiseziel. Selbst im Winter können tagsüber  Temperaturen von 20°C erreicht werden. Nachts sinkt die Temperatur dann nur selten unter 10°C. Im Sommer herrschen tagsüber Temperaturen von etwa 25°C.

Anreise und Lage: Madeira liegt mitten im Atlantik ca. 950 km südwestlich von Lissabon und ca. 740 km westlich der marokkanischen Küste. Von verschiedenen Flughäfen aus starten Charterflüge, die euch ohne Umsteigen nach Funchal bringen. Die Flugzeit beträgt ca. 4,5 Stunden. Es werden auch Linienflüge mit Umsteigen in Lissabon angeboten, die allerdings länger dauern.

Öffentliche Verkehrsmittel: In Funchal und im Osten der Insel gibt es ein dichtes Netz an Buslinien. Der Westen und der Norden sind dünn besiedelt und daher auch schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. An verschiedenen Orten gibt es Seilbahnen, die die Steilküste mit dem tiefer liegenden Ackerland am Meer verbinden. Um die Insel richtig erkunden zu können, empfiehlt es sich, einen Mietwagen zu buchen.

Währung: Da die Insel zu Portugal gehört, ist der Euro die offizielle Währung . Bankautomaten sind vor allem in Funchal häufig zu finden. In den meisten Geschäften und Restaurants kann man mit EC- oder Kreditkarten zahlen. In den Hotels und Restaurants wird eine Bedienungsgeld in Höhe von 10% auf der Rechnung ausgewiesen. Dennoch ist es üblich noch ein Trinkgeld auf dem Tisch liegen zu lassen. Auch bei Taxifahrten ist es üblich, den Betrag aufzurunden.

Einreisebestimmungen: Als EU-Bürger benötigt ihr einen gültigen Personalausweis oder Reisepass für die Einreise. Bürger anderer Nationalitäten erkundigen sich vor der Reise bei ihrem zuständigen Konsulat nach den Einreisebestimmungen.

Zeitzone: Auf Madeira herrscht Mitteleuropäische Zeit minus 1 Stunde.

Highlights der Blumeninsel Madeira im Überblick


 

Die pulsierende Hauptstadt Madeiras: Funchal

Die Hauptstadt der Insel, Funchal, liegt malerisch an einer Steilküste. Knapp 112.000 der insgesamt ca. 268.000 Einwohner der Insel leben hier. Der Name der Stadt bedeutet „viel Fenchel“. Den gibt es natürlich auf dem Markt immer noch zu kaufen, aber die Stadt hat sehr viel mehr zu bieten:

Der berühmteste Sohn der Stadt, Cristiano Ronaldo, ist allgegenwärtig, das merkt ihr schon, wenn ihr auf dem nach ihm benannten Flughafen landet. Wem das nicht genügt, kann im CR7 Hotel absteigen, oder sich das CR7 Museum mit angeschlossenem Shop anschauen.

Ansonsten erwartet euch tagsüber eine wunderschöne Stadt mit vielen Gärten, bunten Häusern und einer Vielzahl an Restaurants, Cafés und Geschäften. Das historische Zentrum verteilt sich auf drei Stadtteile. In São Pedro gibt es neben drei Klöstern viele alte Villen und den Jardim Municipal zu sehen. Santa Maria steht seit 1986 unter Denkmalschutz. In den idyllischen Gassen des Viertels findet ihr viele Restaurants und Bars. In steht das historische Rathaus am Campo do Duque. Von Santa Maria aus bringt Euch eine Seilbahn in das romantische Dorf Monte, das früher mal einer der beliebtesten Urlaubsorte für Europas Upper Class und die Adligen war.

Funchal

Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang tagsüber und einem ausgezeichneten Essen bleibt euch noch etwas Zeit, bevor ihr euch in das Nachtleben stürzt. Das kommt hier erst nach Mitternacht in Fahrt. Hauptsächlich am Wochenende könnt ihr in Funchal die ganze Nacht hindurch in Bars und Clubs feiern.

Ihr sucht ein außergewöhnliches Ziel für Silvester? In Funchal wird jedes Jahr eines der größten Feuerwerke der Welt zum Jahreswechsel abgefeuert. Bunt und lustig, gespickt mit heißen Samba-Rhythmen ist das jährliche Blumenfestival. Mindestens genau so bunt, aber noch ein bisschen schriller geht es beim Karneval auf Madeira zu. Wein- und Kulturliebhaber kommen beim Madeira Weinfest auf ihre Kosten. Hier erlebt ihr die traditionelle Weinlese. Das Rahmenprogramm bilden Umzüge mit Folkloregruppen.

Atemberaubende Ausblicke in Câmara de Lobos

Das kleine Fischerdorf liegt malerisch am Fuß des Cabo Girão, mit ca. 580 m die zweithöchste Steilklippe der Welt. An diesem beliebten Aussichtspunkt findet ihr Souvenirshops und Cafés. Die Mutigen unter euch, können die einzigartige Aussicht von der verglasten Plattform über dem Abgrund genießen. Im Dorf selbst gibt es eine Vielzahl an Bars und Restaurants. Unbedingt probieren solltet ihr den Cocktail ‚Ponchas‘, gemixt aus frisch gepresstem Zitronensaft, Honig und Zuckerrohrschnaps. Wer beeindruckende Berglandschaften mag, wird einen Abstecher in das abgelegene Curral das Freiras (Nonnental) machen. Die Einwohner des Dorfes ernähren sich noch heute hauptsächlich von dem, was sie selbst anbauen. Jedes Jahr im November wird hier ein Wochenende lang das Kastanienfest gefeiert.

Camara-de-Lobos

Naturschauspiel in Porto Moniz

Im Nordwesten der Insel könnt ihr eine der schönsten Ecken der Insel erkunden. Bekannt ist der Ort für seine natürlichen Lavaschwimmbecken im Meer. Also packt eure Badesachen ein, wenn ihr diesen Ort besucht. Im Juli findet hier die Woche des Meeres mit Live-Musik, Sport- und Freizeitaktivitäten statt. Das Madeira Aquarium wurde in die Ruinen einer mittelalterlichen Festung eingebettet. In 12 Becken könnt ihr hier die Unterwasserwelt vor der Insel bestaunen. Wer schwindelfrei ist, kann mit einer Seilbahn zur Fajã da Quebrada Nova hinab fahren. Auf dem Weg nach unten genießt ihr traumhafte Ausblicke auf Porto Moniz und die Umgebung.

Madeira-Porto-Moniz

Santana – ein Naturerlebnis der Extraklasse

Mit seinen typischen, mit Stroh gedeckten Häusern ist Santana an der Nordküste einer der Orte, den man bei einem Urlaub auf Madeira nicht auslassen sollte. Die Dächer der kleinen Häuschen reichen bis zum Boden. Ganz in der Nähe könnt Ihr bei einer Wanderung den von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannten Laurissilva-Wald erkunden. Der Lorbeerwald ist die Heimat vieler endemischer Pflanzen und bietet euch ein einzigartiges Naturerlebnis.

Das nahe gelegene Queimadas ist der Ausgangspunkt für eine der spektakulärsten Levada Wanderungen zum Calderão Verde. Levadas sind die von Menschen angelegten Wasserwege, die Wasser vom regenreichen Inneren der Insel an die Südküste bringen. Mit diesem Wasser werden die Felder bewässert.

Kultur und Geschichte der Insel könnt ihr im Madeira Themenpark näher kennen lernen. Wenn ihr genug Kultur habt, könnt ihr hier euren Adrenalinspiegel bei Bungee-Jumping, Ziplining oder Klettern in die Höhe treiben.

Santana-Haus

Für Wanderer und Strandliebhaber: Machico

Im Osten Madeiras liegt die Gemeinde Machico an einer langen von einer Halbinsel geschützten Bucht. Aufgrund dieser Lage findet ihr hier einen der wenigen Sandstrände Madeiras. Hier landeten auch die Entdecker der Insel. Zwei Forts zeugen von der Zeit, als es in der Region noch Piraten gab. Ansonsten ist das Städtchen ein eher ruhiger Ort, der traditionell von der Fischerei lebt.

Wenn ihr gerne wandert, findet ihr hier mehrere schöne Levada-Wanderungen durch die wunderschöne Natur. Das benachbarte Fischerdorf Caniçal ist jedes Jahr im September Schauplatz einer Prozession auf dem Meer, zu der die Fischer ihre Boote bunt schmücken. Auch Caniçal hat einen kleinen Sandstrand, an dem ihr euch einen Ruhetag gönnen könnt. Ein Naturhighlight gibt es auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço, dem östlichsten Punkt der Insel zu entdecken. In diesem Naturschutzgebiet wandert ihr entlang hoher Klippen durch eine Landschaft, die so gut wie gar nicht vom Menschen verändert wurde.

Weitere sehenswerte Orte auf Madeira

Etwa zwei Drittel der Fläche Madeiras stehen unter Naturschutz. Der Naturpark Ribeiro Frio liegt im Laurissilva-Wald und ist bekannt für seine Forellenzucht. Die könnt ihr im Restaurant verkosten.

Santo António da Serra ist die Heimat der Quinta do Santo da Serra, die einen wunderschönen Garten hat. Am Rocha do Navio ist nicht nur der Felsen selbst unter Naturschutz gestellt, sondern auch das Meer des Küstenstreifens.

Im Meeresreservat Garajau können Taucher die faszinierende Unterwasserwelt an einem Riff entdecken. Im Inselinneren hingegen erwarten euch idyllisch gelegene Weinberge, Olivenhaine und Obstplantagen.

Ein echtes Highlight für Wanderfreunde mit guter Kondition ist eine Tour zu den höchsten Gipfeln der Insel. Über den Pico do Ariero (1.818 m) wandert ihr zum Pico Ruivo, Madeiras höchstem Gipfel mit 1.862 m, und gelangt schließlich  zum Achada do Teixeira. Während der Tour genießt ihr atemberaubende Ausblicke über die ganze Insel.

Pico-do-Arieiro

Erkundet den Pico do Arieiro bei einer Wanderung


Unser Ausflugtipp für Madeira


Ihr habt nun die ganze Insel erkundet und sucht noch nach einem ganz besonderen Erlebnis? Dann solltet ihr die 2,5 stündige Fährfahrt zur Nachbarinsel Porto Santo unternehmen. Die ca. 12 km und ca. 6 km breite Insel wird auch als eines der letzten Inselparadiese Europas bezeichnet. Schon Christopher Columbus verbrachte hier einige Jahre. Sie ist nicht so grün wie Madeira, dafür werden hier noch alte Traditionen gelebt und das absolute Highlight ist der 9 km lange feinsandige Strand. Ideal für einen erholsamen Ruhetag am Meer. Das Fährschiff der Porto Santo Line wird auch schon mal mit einem Kreuzfahrtschiff verglichen. An Bord gibt es Bars, ein Restaurant, ein Kino und auch Unterhaltungsmöglichkeiten für die Kinder. Solltet ihr auf Madeira ein Auto gemietet haben, könnt ihr das auf der Fähre mitnehmen.

Die besten Aktivitäten auf Madeira

Ihr seht also, dass Madeira für jeden etwas zu bieten hat.

Wenn ihr euren Urlaub aktiv gestalten wollt, haben wir hier einige Tipps für euch:

  • Das beste Fitnessprogramm, das euch nicht mal etwas kostet, ist Wandern. Neben den oben schon erwähnten Touren empfehlen wir auch eine Wanderung zum Risco Wasserfall, die an einem Parkplatz in Rabaçal beginnt. Während dieser Levada-Wanderung kommt ihr an 25 Quellen und einem spektakulären Wasserfall vorbei. Es gibt Touren für jede Kondition von einem einfachen Spaziergang bis zu fast alpinen Tagestouren.

Wandern auf Madeira

  • Ihr könnt die Insel aber auch auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Fragt dazu am besten in eurem Hotel nach, wo die nächstgelegenen Touren angeboten werden.
  • Für Golfer gibt es zwei Plätze, darunter den Golfplatz von Santo da Serra, der von Robert Trent Jones gestaltet wurde, und zu einem der besten Europas zählt.
  • Als echte Wasserratten habt ihr die Wahl zwischen Parasailing, Jet-Ski, Flyboarding, Surfen, Windsurfen und Stand Up Paddling.
  • Bei einem Tauchgang oder beim Schnorcheln könnt ihr unter Umständen Delfine, Barracudas, Rochen und manchmal auch Mantas in ihrer natürlichen Umgebung bewundern.

Für alle, die es lieber etwas gemütlicher angehen:

  • Madeira bietet das ganze Jahr über die Möglichkeit zu verschiedenen Wal- und Delfinbeobachtungstouren. Dabei könnt ihr auch Meeresschildkröten bewundern.
  • Wenn ihr die Insel zu Lande und zu Wasser erkundet habt, fehlt eigentlich nur noch eines. Entweder fliegt ihr selbst mit einem Gleitschirm, oder aber ihr bucht euch einen der spektakulären Rundflüge in einem Flugzeug. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis!
Doch lieber wo anders hin in Portugal? Hier geht es zu unseren Portugal– und Azoren-Reisetipps

Familienurlaub auf Madeira

Wer mit Kindern reist, wird nicht sofort an Madeira denken. Allerdings hat diese Insel auch ein Herz für Familien. Viele Unterkünfte bieten Appartements oder zumindest Familienzimmer, die euch einen ungezwungenen Familienurlaub ermöglichen. Eure Kids könnt ihr auf alle oben angegebenen Ausflüge mitnehmen. Sie werden vor allem von einer Walbeobachtungstour begeistert sein.

Walbeobachtung-auf-den-Azoren

Das Baden in den Lavabecken von Porto Moniz bietet sich vor allem für Familien an, da sich Eltern keine Sorgen um Strömungen oder hohe Wellen machen müssen. Wenn ihr dann schon in Porto Moniz seid, lasst eure Kinder die Fische im Aquarium bestaunen. Im Themenpark von Santana gibt es auch für die Kleinen viel zu entdecken und in Santa Cruz gibt es einen Aquapark mit speziellem Kinderbecken.

In Funchal gibt es den Madeira Magic Garden, ein interaktives Museum über die Natur der Insel und auch ein Planetarium.  Viele der Attraktionen für Kinder sind lehrreich, aber dennoch interessant. In Caniçal gibt es ein Walmuseum und in São Vicente erfahren die Kinder Wissenswertes zum Thema Vulkane und Höhlen. Es wird also garantiert nicht langweilig.

Madeira kulinarisch

Ihr befindet euch auf einer Insel im Meer. Also gibt es hier frischen Fisch satt. Suppenfans sollten eine „sopa de tomate e cebola“ (Tomaten-Zwiebelsuppe) oder eine „açorda“ (Brotsuppe mit Knoblauch, Ei und Olivenöl) probieren.

Bei einer „espetada“ werden mit Knoblauch und Salz eingeriebene Rindfleischstücke auf einen Lorbeerzweig gespießt und dann gegrillt. Ein beliebtes Familienessen ist „picado“. Gebratene Fleischstücke und Pommes werden auf einer Platte angerichtet und jeder isst mit seiner Gabel oder einem Zahnstocher direkt von der Platte.

Fischgerichte bestehen aus Thunfisch, Degenfisch, Kabeljau oder Gaiado (ein einheimischer Fisch). In der Regel gehören auch hier Knoblauch und Zwiebeln zu den Grundzutaten. Probieren solltet ihr Espada (Degenfisch) mit Bananen – Zugegeben eine exotische Kombination.

Lust auf was Süßes? Dann probiert die „queijadas“, kleine Kuchen aus körnigem Frischkäse, Eiern und Zucker. Aus den Zeiten als Madeira ein bedeutender Produzent von Zucker aus Zuckerrohr war, stammt das Rezept für „bolo de mel“ (Honigkuchen).

In aller Welt bekannt ist der Likörwein Madeira. Ähnlich wie beim Portwein aus der gleichnamigen Stadt auf dem Festland, wird die Gärung unterbrochen und Branntwein hinzugefügt. Danach reift der Wein mehrere Monate oder gar Jahre in speziellen Fässern. Es gibt diesen Wein in den Geschmacksrichtungen trocken, halbtrocken, halbsüß und süß. Besonders gut schmeckt er als Aperitif oder zum Dessert. Etwas ungewöhnlich ist der Drink „Nikita“ bei dem Bier mit Vanilleeis und Ananas gemischt wird. Unser Tipp, wenn ihr in Curral das Freiras seid: Bestellt hier „Ginja“. Das ist ein Likör auf Basis von Kastanien und Kirschen.

Seid ihr bereit, die Blumeninsel zu erkunden? Auf 5vorflug.de findet ihr unsere Madeira-Urlaubsangebote

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