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Urlaub in Marokko: Unsere Reisetipps

Urlaub in Marokko: Unsere Reisetipps

Traumstrände, schneebedeckte Berge, Wüste und Schlangenbeschwörer  – diese Mischung gibt es nur in Marokko! Nach nach 3-4 Flugstunden steigt ihr aus dem Flieger und erlebt eine Welt als 1001 Nacht. Marokko ist berühmt für sein orientalisches Ambiente. In unserem Urlaubsguide für Marokko erfahrt ihr alles über die schönsten Regionen und interessantesten Städte. Auch für Familienurlaub und Sportbegeisterte haben wir ein paar Tipps parat. 

Marokko-Reisetipps für Einsteiger

Für alle, die noch die in Marokko waren, haben wir die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst. Bestimmt wollt ihr erst einmal wissen, wie das Klima in Marokko ist. Das ist gar nicht so einfach, weil Marokko unterschiedliche Klimazonen hat. In den Küstenregionen im Norden und Westen herrscht mediterranes Klima. Das gigantische Atlasgebirge ist die Wetter- und Wasserscheide Marokkos. In der landeinwärts gelegenen Meseta und im Gebirge herrscht kontinentales Klima mit Temperaturen bis zu 45º C im Hochsommer und bis an den Gefrierpunkt im Winter. Die südlich des Atlas gelegenen Randgebiete der Sahara im Inland weisen ein typisches Wüstenklima auf.


Die beste Reisezeit für Marokko

  • Küstenregionen: April bis November
  • Küstenregion der Westsahara: April bis November
  • Inland, beispielsweise Marrakesch: September bis Mai
  • Inland Westsahara: Oktober bis April
  • Atlasgebirge: März bis November

Einen Jetlag braucht ihr bei eurer Marokko-Reise nicht befürchten: Marokko und Deutschland liegen in derselben Zeitzone. Landeswährung ist der Marokkanische Dirham. Den bekommt ihr einfach an Bankautomaten, auf denen Symbole für europäische Kreditkarten angebracht sind. Gebt eure letzten Dirham vor eurer Heimreise noch in Marokko aus: Es ist schwierig, sie wieder einzutauschen. Zur Einreise braucht ihr einen Reisepass. Bei der Einreise erhaltet ihr automatisch ein Aufenthaltsrecht für 90 Tage. Wenn ihr also ganz unkompliziert Afrika kennen lernen möchtet, seid ihr in Marokko an der richtigen Adresse. Die genauen Bestimmungen findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes

Koutoubia minaret in Marrakesch

Urlaubsguide für Marokko: die spannendsten Regionen

An der Straße von Gibraltar ist Marokko nur 14 km von Spanien entfernt. Links von der Meerenge liegt die marokkanische Mittelmeerküste, rechts davon die Atlantikküste Marokkos. Obwohl das Land so klein ist, kann es mit einer faszinierenden landschaftlichen Vielfalt aufwarten: Wüsten, Berg-Giganten und gleich zwei grundverschiedene Meeresküsten. Hier stellen wir euch die interessantesten Urlaubsregionen Marokkos vor.

  1. Mittelmeerküste 
  2. Atlanktikküste
  3. Atlasgebirge
  4. Sahara

Mittelmeerküste Marokko: Relaxen, Tauchen und Golfen

Wenn ihr Lust auf einen Strandurlaub abseits des Mainstreams habt, solltet ihr die marokkanische Mittelmeerküste kennen lernen. In der Gegend zwischen Tanger, Hoceïma und Tétouan grenzt das Rifgebirge direkt ans Meer. Zwischen imposanten Steilküsten liegen malerische Buchten mit feinem weißen Sand – viele davon so abgelegen, dass sich kaum ein Urlauber dorthin verirrt. Wer es nicht ganz so einsam mag und im Urlaub gern neue Leute kennen lernt, besucht einfach einen der bekannteren Badeorte. Die gesamte Küste von Saïdia an der Grenze zu Algerien bis nach Tamuda Bay ist von pittoresken Fischerdörfern und kleinen Urlaubsorten gesäumt.

Turm nahe Tanger in Marokko

Tamuda Bay ist die erste Wahl für einen entspannten Wellnessurlaub mit orientalischem Flair. Es liegt nur 15 km vom Flughafen in Tétouan entfernt und punktet mit einem tollen Strand und einer großen Auswahl an Wellness-Angeboten. In der kleine Provinzhauptstadt Al Hoceïma könnt ihr alte maurische und spanische Handelshäuser bewundern. Der beliebteste Sandstrand der Stadt hat einen spanischen Namen: Playa Quemado. Als bekanntester Urlaubsort an der marokkanischen Mittelmeerküste gilt Saïdia mit seinen Golfplätzen und den exklusiven Sterne-Hotels. 14 km zusammenhängender Sandstrand sind an dieser Küste eine absolute Rarität. Kein Wunder, dass ihr dort die besten touristischen Infrastrukturen findet.

Mit ihren Höhlen, Felsen und kleinen Korallenriffen ist die die gesamte Küstenregion ein Paradies zum Tauchen und Schnorcheln. Das Meerwasser ist glasklar und die Unterwasserfauna wurde bisher noch kaum vom Tauchtourismus beeinträchtigt. Einige der größeren Hotels haben in den letzten Jahren Tauchstationen eingerichtet, wo ihr Ausrüstung ausleihen und Tauchexkursionen buchen könnt. Natürlich werden an der Mittelmeerküste Marokkos auch andere Wassersportarten angeboten – vor allem Surfen und Kiten. Erfahrene Kitesurfer oder Wellenreiter zieht es aber eher an die marokkanische Atlantikküste mit ihrem kräftigen Wind.

Kilometerlange Sandstrände, Wind und Wellen: Marokkos Atlantikküste

In den meisten Reisetipps für Marokko wird die Mittelmeerküste kaum erwähnt. Die bekanntesten Urlaubsorte und Surf-Hotspots liegen nämlich an der Atlantikküste mit ihren endlosen Sandstränden. Ihr findet auf der Strecke zwischen Casablanca und Agadir tatsächlich einen Strand am anderen. Belebte Badeorte mit sämtlichen Wassersport-Features und allem, was ihr euch von einem komfortablen Strandurlaub erträumt – aber auch historische Hafenstädte und kleine ruhige Buchten für Romantiker.

Strand in Agadir

Wer sich nicht für eine Stadt entscheiden kann, hat auch die Möglichkeit eine Hotelkombination zu machen -besonders beliebte ist eine Mischung aus Strandurlaub in Agadir und Kultur in Marrakesch. Unsere Kollegin Isabelle hat die Kombi bereits ausprobiert und berichtet auf dem Blog von ihren Erfahrungen. 

Wakeboarder, Windsurfer, Kiter und Wellenreiter begeistern sich für Surfspots in Safi oder Taghazout – und geraten sich darüber in die Haare, ob Essaouira tatsächlich den Titel „Windhauptstadt Marokkos“ verdient hat. Wenn ihr einfach nur Lust auf einen Strandurlaub in Marokko mit europäischen Komfort habt, seid ihr in Agadir bestens aufgehoben. Dort könnt ihr auch Golf spielen oder eine Tour nach Marrakesch machen und altehrwürdig-orientalisches Ambiente schnuppern.

Viele Tipps, wie ihr euren Strandurlaub in Marokko mit Ausflügen abwechslungsreich gestalten könnt, findet ihr in diesem Beitrag.

Trekken, Biken, Klettern und Wandern im Atlasgebirge

Marokko darf den höchsten Gipfel des Atlasgebirges sein eigen nennen. Vom Rifgebirge bis zum etwa 4.100 Meter hohen Toubkal im Süden des Landes erstreckt sich die einzigartige Gebirgslandschaft des Atlas mit Wasserfällen, grünen Wäldern und Höhlen. Früher war das gesamte Gebirge von Wäldern bedeckt, aber Beweidung und Abholzung haben einen Großteil der Wälder zerstört. Stattdessen bilden heute Thymian- und Rosmarinsträucher, Wacholder, Zedern und Korkeichen eine duftende Macchia, die von Palmen, Arganbäumen und Kakteen unterbrochen wird.

Die höchsten Gipfel des Atlas sind ganzjährig von Schnee bedeckt. Während der Schneeschmelze im Frühjahr werden selbst die kleinsten Rinnsale zu kraftvollen Wildbächen. Lust auf Adrenalin? Beim Wildwasser-Rafting auf den Flüssen im Atlasgebirge ist Herzklopfen garantiert. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, besucht die Ouzoud-Wasserfälle in der Provinz Azilal im Mittleren Atlas. Das idyllische Dörfchen Ouzoud liegt etwa 150 km nordwestlich von Marrakesch. Von Lianen und Feigenbäumen gesäumt stürzt sich dort das Wasser über rote Felsen 110 Meter weit in die Tiefe. Mit etwas Glück könnt ihr hier sogar Affen beobachten, die sich an Lianen entlang hangeln.

Unser Tipp: Es gibt auch geführte Tagesausflüge in die Berge. Über Meeting Point gibt es unter anderem eine Tour, die euch zuerst über den Tizi N’Tichka Pass zum Gipfel bringt, an dem ihre einen fantastischen Blick auf das Wüstenpanorama habt. Zu Fuß geht es weiter in verschiedene kleine Städte und Dörfer. Buchen könnt ihr vor Ort über euren 5vorFlug Reiseleiter oder direkt die Agentur

Mountainbiker und Wandervögel treffen sich nicht weit davon im über 1.800 m hoch gelegenen Aït Bougoumez-Tal – dem glücklichen Tal. Es liegt etwa 30 km südöstlich der Provinzhauptstadt Azilal und ist eine unglaublich fruchtbare Region mitten in den Bergen. Dort bekommt ihr an vielen Orten einen Einblick in die Kultur der Berber und erlebt die ursprüngliche Welt der Ureinwohner Marokkos. In der Gegend von Zaouia Ahansal erwarten euch traumhafte Strecken für Mountainbiker. Wanderer werden die dreitägige Sommertour von Agouti zum Gipfel des Jebel M’Goun genießen. Als Naturfreunde habt ihr mit dem Atlasgebirge das große Los gezogen.

Die Sahara: Weit mehr als als Sand und Steine

Ganz im Süden Marokkos liegt ein Stückchen Sahara. Warum nur ein Stückchen? Weil die Sahara mit 9 Millionen Quadratkilometern die größte Wüste der Welt ist. Sie erstreckt sich vom Atlantik bis hin zum Roten Meer. Auf Arabisch werden Sandwüsten als „Erg“ und Steinwüsten als „Hammada“ bezeichnet. Die beiden Sandwüsten Marokkos heißen Erg Chebbi und Erg Chegaga. Bei Urlaubern sind die vom Wind geformten Sandlandschaften des Erg Chebbi besonders beliebt.

Erg Chebbi liegt in der Provinz Errachidia, etwa 45 km südlich von Erfoud und 35 km von Rizzani. Die gesamte Provinz ist eine Art Wüstenlandschaft, immer wieder unterbrochen von grünen Palmenoasen. Direkt neben den bis zu 150 Meter hohen Sanddünen des Erg Chebbi trefft ihr auf den kleinen Ort Merzouga mit seinen Stampflehmhäusern. Seit den achtziger Jahren gibt es dort auch Hotels, Restaurants und Läden – und das mitten in der Wüste. Von Merzouga aus könnt ihr an geführten Wanderungen, Kamelritten und Quad-Touren durch die 110 km² große Dünenlandschaft des Erg Chebbi teilnehmen.

Wüste in Marokko

Unser Tipp: Einige Touren gehen sogar zwei tage und beinhalten eine Übernachtung in der Wüste. So kommt ihr dem Leben der Nomaden noch näher und erlebt die verschiedenen Facetten der Wüste. Noch mehr Infos zu eurem persönlichen Wüstenabenteuer bekommt ihr von Reisebloggerin Jana. Sie stellt euch ihre vier spannenden Ausflüge in die Wüste vor.

Nicht weit davon erwartet euch in der ehemaligen Karawanenstadt Errachidia viel Lokalkolorit und ein spannendes Museum. Eine Wanderung durch die beeindruckende Oued-Ziz-Schlucht ein paar Kilometer weiter nördlich oder ein Abstecher zur Blauen Quelle von Meski lohnen sich ebenso. Oder wollt ihr Orient pur erleben? In Rizzani gibt es jeden Tag einen authentischen orientalischen Basar, auf dem ihr vom gebrauchten Fahrrad bis zum Kamel einfach alles kaufen könnt. Nicht weit davon liegt die Ruinenstadt Sidschilmasa – einst eines der wichtigsten Handelszentren im Mahgreb. Die Lehmbauten aus dem 8. Jahrhundert verschwinden langsam im Wüstensand. Seht also zu, dass ihr sie noch rechtzeitig fotografiert.

Urlaubsguide für Marokko: die 5 interessantesten Städte

Hier haben wir für euch Städte in Marokko herausgepickt, die alle etwas Außergewöhnliches zu bieten haben. Auf einer Rundreise durch Marokko solltet ihr sie unbedingt in euer Programm aufnehmen. Für eine Städtereise sind sie ebenfalls geeignet und in manchen davon könnt ihr Kultur- und Strandurlaub miteinander kombinieren.

Agadir: das Badeparadies Marokkos

Agadir wird in fast allen Marokko Reisetipps zuerst beschrieben: schließlich ist es mit seinen 300 Sonnentagen im Jahr ein Garant für Badespaß bis zum Abwinken. Die Bewohner von Marrakesch flüchten sich im Sommer an die gepflegten Strände der Hafenstadt, wenn im Inland die Temperaturen in die Höhe klettern. Eine frische Brise vom Atlantik sorgt dort fast immer für angenehme Abkühlung und tolle Wellen zum Surfen. Noch dazu gibt es bei Agadir schöne flache Sandstrände wie der Paradise Plage, die für Familien mit kleinen Kindern genau das Richtige sind.

Bei 10 km „Hausstrand“ haben die meisten Besucher von Agadir kaum Motivation dazu, die weiter nördlich gelegenen Naturstrände zu entdecken. Sie betrachten lieber von einer schattigen Beach-Bar aus die Kapriolen der Windsurfer und Kiter bei einem eisgekühlten Drink. Wie man den bestellt? Fast überall in Marokko kommt ihr mit Englisch und Französisch zurecht. 

Sehenswuerdigkeit in Agadir

Wenn ihr Sehnsucht nach einer grünen Oase bekommt, fahrt einfach ins Zentrum. Von 11.00 bis 18:00 Uhr öffnet dort der Vogelpark „Vallée des Oiseaux“ – sogar bei freiem Eintritt. Ganz in der Nähe der Stadt könnt ihr auch durch den Nationalpark Souss Massa spazieren. Sightseeing ist während der Ausflugstouren nach Marrakesch, Rabat oder Essaouira angesagt. Bei einem starken Erdbeben wurden 1960 fast alle historischen Gebäude in Agadir zerstört. Übrig geblieben sind nur die Ruinen der alten Stadt in 236 Meter Höhe – der Aufstieg lohnt sich allein schon wegen des fantastischen Panoramablicks. Und das Nachtleben in Agadir? In den größeren Hotels gibt es zahlreiche Clubs und Bars, in denen ihr ausgiebig feiern könnt.

Kultur und Strandleben in Essaouira

Nach Essaouira kommt ihr entweder über 136 km Landweg von Agadir oder über Marrakesch. Vom Marrakesh Menara Airport nach Essaouira sind es etwa 165 km Landweg – aber die Strecke lohnt sich. Dabei bekommt ihr gleich einen Eindruck von den verschiedenen Landschaften Marokkos. Ihr könnt auch einen Zwischenstopp in Marrakesch einlegen, um die legendäre Königsstadt zu besichtigen. Aber auch die Altstadt von Essaouira ist absolut sehenswert. Sie wurde 2001 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Turm in Essaouira in Marokko

Abgesehen von seinen alten Kulturschätzen hat die 85.000-Einwohner-Stadt auch die größte Dichte von Kunstgalerien in ganz Marokko. Die Szene trifft sich in den Bistros am Moulai el Hassan-Platz im Zentrum von Essaouira. Ein Besuch der symmetrisch angelegten Medina aus dem 18. Jahrhundert ist ein absolutes Muss. Auf der Scala de la Kashba (Kasbah bedeutet Burg) an der Seeseite könnt ihr bei den antiken Kanonen bestimmt tolle Fotos schießen. Wer sich über die marokkanische Kultur und die Geschichte der Stadt informieren möchte, sollte einen Abstecher ins Museum Sidi Mohamed Ben Abdallah machen. Dort ist auch eine schöne Sammlung von Kunsthandwerk ausgestellt.

Seit 2013 werden in Essaouira Sequenzen von „Game of Thrones“ gedreht – vielleicht erkennt ihr ja manche Orte wieder? Rund um die Hafenstadt gibt es viele ausgedehnte Sandstrände, an denen sich Windsurfer und Segler tummeln. Essaouira ist für seinen stetigen Wind bekannt: man nennt es auch die „Windhauptstadt Marokkos“. Für Reiter ist ein Ausritt auf Berberpferden am Strand ein unvergessliches Erlebnis. Wer nicht so sattelfest ist, kann stattdessen gemütlich auf dem Rücken eines Kamels den Strand entlang schaukeln. Und wer das alles zu spektakulär findet, kann eine Runde Golf spielen gehen.

Gasse in Chefchaouen in marokkoChefchaouen: Wie bitte?

So unaussprechlich ist der Name gar nicht. Auf Deutsch spricht man den Namen der Stadt im Hinterland von Tanger so aus: „Chef-schau-än“. In jedem Fall ist Chefchaouen eine der spannendsten Städte in ganz Marokko. Sie liegt auf etwa 600 m Höhe im Gebirge, 112 km von Tanger entfernt. Die 45.000-Einwohner-Stadt ist die größte im dünn besiedelten Rifgebirge und galt Jahrhunderte lang als heilige Stadt. Ihr könnt froh sein, dass die Zeiten sich geändert haben: Im Mittelalter war Fremden der Zutritt zur Stadt bei Todesstrafe verboten.

Ganz wie in Andalusien erstrecken sich die pittoresken Häuser der Altstadt entlang schmaler Gassen den Berg hinauf. Sie sind weiß oder in unterschiedlichen Blauschattierungen getüncht. Das Blau soll angeblich gegen den bösen Blick schützen – Insekten hält es in jedem Fall ab. Auf den Anhöhen über der Stadt liegt die Quelle Ras al-Mah und die Moschee Jemaa Bouzafar. In der Medina kommt ihr um eine Straßenecke und glaubt, plötzlich im 15. Jahrhundert gelandet zu sein. Aus diesem Zeitraum stammt auch die Große Moschee mit ihrem achteckigen Turm.

Im 1985 restaurierten Kasbah ist jetzt ein Museum untergebracht, wo ihr euch mit der Geschichte der Stadt vertraut machen könnt. Unterhalb der Medina liegt die Neustadt rund um den zentralen Platz Uta al-Hammam. Dort steht in einem grünen Garten die Alcazabah aus Stampflehm, in der verschiedene Ausstellungsstücke untergebracht sind. Wenn ihr Chefchaouen besucht, solltet ihr unbedingt die örtlichen Gerichte probieren. Die traditionsreiche lokale Küche wurde 2013 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

1001 Nacht in Marrakesch

Wer durch Marokko Reisetipps stöbert, stößt unweigerlich auch auf blumige Beschreibungen der „Roten Stadt“ an den Ausläufern des Atlasgebirges. Und tatsächlich hat sich die Stadt bis heute ihren märchenhaften Charme erhalten – wenn man weiß, wann und wo er zu finden ist. Auf der Djeema el-Fna gibt es zum Beispiel immer noch Schlangenbeschwörer, Akrobaten und orientalische Geschichtenerzähler. 

Natürlich gibt es außer der Djeema el-Fna noch viele andere Must-See’s in Marrakesch. Schließlich ist die Altstadt zusammen mit dem Menara-Garten und den Agdal-Gärten 1985 zum Weltkulturerbe erklärt worden. Besondere Highlights sind der Kasbah aus dem 12. Jahrhundert und die Koutoubia-Moschee aus dem Jahr 1158. Typisch marokkanisches Flair erwartet euch im Gewimmel der Souks – vor allem im Parfum- und Gewürzsouk, wo sich sämtliche Düfte des Orients entfalten.

Gauklermark in Marrakesch

In kleinen Gassen liegen hinter dicken Mauern prächtige Höfe mit Springbrunnen. Wer sich in einen Riad – eine traditionelle Unterkunft – einmietet, kann sogar in einem solchen Hof relaxen. Noch mehr Entspannung gibt es im zentral gelegenen Botanischen Garten in der Neustadt. Der Jardin Majorelle fasziniert seine Besucher mit einer großen Artenvielfalt und ungewöhnlicher Architektur. Gleich nebenan liegt das neue Museum von Yves Saint Laurent mit einer Anzahl seiner berühmten Exponate. Ebenso extravagant ist der Skulpturengarten ANIMA von Andre Heller. Plant also etwas Zeit ein für Marrakesch – es lohnt sich.

Tanger – das Tor zu Europa

Am westlichen Ende der Straße von Gibraltar liegt Tanger, die Hauptstadt Marokkos mit einer Million Einwohnern. Sie gilt seit Jahrhunderten als das Tor nach Europa – und das merkt ihr auch, wenn ihr die Metropole besucht. In der Architektur drückt sich das durch Balkons und Bogenfenster zur Straße hin aus. 

Schon im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde am heutigen Standort von Tanger durch die Karthager eine Siedlung gegründet. Seitdem beeinflussten Römer, Portugiesen und Araber die Geschichte der strategisch wichtigen Stadt. Alle hinterließen ihren kulturellen Fingerabdruck in Tanger. Die in Felsen gehauenen Steinkistengräber der Nekropole von Marshan stammen noch von den Karthagern – auch wenn die Römer sie im 3. und 4. Jahrhundert recycelt haben. Sie selbst bauten damals eine Stadtmauer um den Burgberg, die dann wieder von den Portugiesen im 15. und 16. Jahrhundert verstärkt wurde.

Markt mit Taschen in Marokko

Heute erwartet euch im Kasbah ein Museum, in dem archäologische Fundstücke aus 2.000 Jahren Geschichte ausgestellt sind. Unangefochtenes Highlight von Tanger ist die quirlige Medina mit ihren Souks rund um den Petit Socco. In den Sommermonaten von Juni bis September findet außerdem jeden Tag eine Art Jahrmarkt statt – der „Marokkanische Dom“. Sehenswert sind auch die Grottes d`Hercule, eine ehemals bewohnte Höhlenlandschaft östlich der Stadt.

Die Felsen von Lalla Jmila und Sidi Hammou in der Nähe von Tanger waren einst konfessionsübergreifende religiöse Stätten, wo sich Frauen von den legendären Dschinn Fruchtbarkeit und Liebesglück erbaten. Wer Liebesglück im Visier hat, kann ja einmal ausprobieren, ob die Dschinn auch heute noch ihre Arbeit tun. Was das Strandleben in Tanger angeht: Der Stadtstrand ist meist recht voll. Entweder ihr stürzt euch ins Getümmel oder ihr weicht auf den neuen Aquapark aus. Ansonsten macht ihr einfach eine Tour zu den ruhigeren Stränden außerhalb des direkten Stadtgebiets.

►Mehr erfahren: Marokkos Königsstädte

Urlaub mit Kindern in Marokko

Eure Kinder werden Marokko lieben: Kamele, Aquaparks, Drachen steigen lassen in Essaouira oder Sandburgen bauen in der Wüste. Hier erfahrt ihr, was ihr mit euren Kids in Marokko so alles unternehmen könnt.

  • Wüstenspaß im Erg Chebbi
    In der größten Sandwüste Marokkos bauen eure Jüngsten Sandburgen und die Größeren klettern die Dünen hinauf, um sie auf dem Hosenboden wieder herunter zu rutschen. Adrenalin gibt es beim Dünensurfen mit einer Art Snowboard und Kamelreiten wird auch angeboten.
  • Aquaparks in Marrakesch und Tanger
    Riesenrutschen, Piratenschiff, Wasserwerfer und Wellenbecken: In den marokkanischen Wasserparks gibt es viel Erfrischung für wenig Geld.
  • Atlas-Filmstudios bei Quarzazate
    Hier entstand unter anderem „Asterix und Kleopatra“. An drehfreien Tagen gibt es Besichtigungstouren, ansonsten könnt ihr beim Reiterhof „North African Horse“ auf Kamelen oder Pferden reiten.

  • Familientrekking mit Mulis oder Kamelen
    Von Ort zu Ort ziehen wie einst die Karawanen, übernachten unterm Sternenhimmel, in Oasen marokkanische Kinder kennen lernen: am besten von zu Hause aus buchen
  • Delfine beobachten
    Von vielen Urlaubsorten aus werden Bootsausflüge angeboten, bei denen eure Kids Delfine in freier Natur erleben können. Oft kommen sie ganz nah an die Boote heran.
  • Kutschfahrt in Marrakesch
    Mit der Pferdekutsche die rote Stadtmauer der Königsstadt entlang zu fahren ist ein tolles Abenteuer für Kinder jeden Alters. Am schönsten ist es früh morgens, wenn es noch kühler ist.
  • Affen beobachten an den Ouzoud-Wasserfällen
    Wenn ihr mit eurem Nachwuchs die Ouzoud-Fälle im Atlasgebirge besucht, trefft ihr wahrscheinlich auf frei lebende Affen. In der Abenddämmerung sind die Chancen am größten, dass sie sich blicken lassen.
  • 40.000 m² Freilichtmuseum bei Agadir
    „La Medina d´Agadir“ ist der Nachbau einer marokkanischen Altstadt – nachdem das Erdbeben 1960 so gut wie alle Zeitzeugnisse in Agadir ausgelöscht hat. In den Lehmbauten gehen Kunsthandwerker ihrer Arbeit nach und ihr könnt von dort schöne Souvenirs mitbringen.

Unser Tipp: viele Ausflüge können auch als geführte Tour gebucht werden. Der große Vorteil ist, dass ihr direkt im Hotel abgeholt werdet und euch um die Organisation keine Gedanken machen müsst. Buchen könnt ihr entweder über die Agenturen im Hotel oder zum Beispiel über euren 5vorFlug Reiseleiter.

Sport im Urlaub in Marokko

Hier noch ein Mal kompakt, was wir hier und da schon im Rahmen unserer Marokko-Reisetipps erwähnt haben: die Sportangebote in Marokko. Zum Trekking, Wandern und Mountainbiking ist das Atlasgebirge am geeignetsten. Nicht nur, dass es da mittlerweile schon gut erschlossene Wege gibt – es ist auch vom Klima her optimal für Aktivurlaub geeignet. Auf dem Oum er-Rbia, der sich seinen Weg durch das Atlasgebirge bahnt, ist Kajaking und Rafting angesagt. In der Nähe vieler Urlaubsorte gibt es die Möglichkeit zum Reiten und größere Städte wie Tanger, Marrakesch oder Agadir verfügen alle über mindestens einen Golfplatz. Ein beliebtes Hotel bei Golfern in Agadir ist beispielsweise das Hyatt Taghazout Bay mit einem 18-Loch Golfplatz. 

Golfplatz in Marokko

Zum Schnorcheln und Tauchen bietet sich das ruhige klare Wasser der Mittelmeerküste an. Allerdings gibt es bisher wenige Tauchstationen, da der Tauchtourismus in Marokko noch in den Kinderschuhen steckt. Die meisten findet ihr an der Straße von Gibraltar. Casablanca, Safi und Agadir sind als spannende Surfreviere bekannt. Aber auch in allen anderen Küstenorten am Atlantik findet ihr Surfschulen, wo ihr Equipment ausleihen oder an Kursen teilnehmen könnt. Angler kommen an der Atlantikküste ebenso auf ihre Kosten. In Agadir, Essaouira oder Ad-Dakhla wird Hochseeangeln angeboten.

Mehr erfahren: Orientalisches Surf-Feeling in Marokko

Marokko kulinarisch

Foodies können sich auf ihren Urlaub in Marokko freuen: Die marokkanische Küche hat einen hervorragenden Ruf. Kein Wunder, denn die Zutaten sind fast überall frisch, regional produziert und von hoher Qualität. Arganöl, Honig aus Imouzzer, Datteln aus Tata, Safran und andere orientalische Gewürze geben den Gerichten ihren unverwechselbaren Geschmack und sind noch dazu gut für die Gesundheit. An der Atlantikküste gibt es viele Fischrestaurants und kleine Garküchen, die gegrillte fangfrische Sardinen, Tintenfisch, Doraden und Krabben im Angebot haben. An der Mittelmeerküste sind die Gerichte stark von der spanischen Küche beeinflusst und im Landesinneren überwiegen regionale Spezialitäten.

marrokanische tajine, spezialität

Nationalgericht Marokkos ist das Tajine: ein Schmorgericht aus einer Art Römertopf, bei dem Fisch, Fleisch und/oder Gemüse auf kleinster Hitze gegart werden. Dadurch bleiben alle feinen Geschmacksnuancen erhalten – und auch ein Großteil der Vitamine. Kouskous ist ursprünglich ein Freitagsgericht, aber heutzutage bekommt ihr es im Restaurant an jedem Wochentag. Normalerweise wird Kouskous mit verschiedenen Saucen serviert. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, solltet ihr das berbische Kaliya aus Lamm, Paprika, Tomaten und Zwiebeln kosten. Harira und Besara sind kräftige Suppen, die traditionell zum Frühstück gegessen werden. Zu allen Gerichten wird Holzofenbrot gereicht, oft auch mit eingebackenen Mandeln.

Süßer Minztee ist quasi das Nationalgetränk Marokkos. Ansonsten wird in den Cafés auch häufig Expresso (Café Noir) und Café au Lait getrunken. Es gibt auch gute marokkanische Weine, beispielsweise der eiskalt servierte Ksar Rosé oder der Cabernet President Rouge. Das marokkanische Bier der Brauereien Storck und Flag ist recht süffig und dem deutschen Bier ziemlich ähnlich. In ländlichen Gebieten werdet ihr kaum Läden finden, in denen Alkoholika verkauft werden. Anders in Großstädten: Dort gibt es zudem Restaurants, Clubs und Bars, in denen Alkohol ausgeschenkt wird.

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