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Unbekannter Nachbar: Urlaub in Polen

Unbekannter Nachbar: Urlaub in Polen

Unser Nachbarland Polen ist als Urlaubsziel noch relativ unbekannt. Dabei ist es hier richtig abwechslungsreich. Auf euch warten kilometerlange Sandstrände an der Ostsee, die atemberaubende Landschaft der Masuren und Städte wie Krakau oder Warschau, denen der Spagat zwischen Tradition und Moderne mühelos gelingt. Nicht zu vergessen: Hier bekommt man noch viel Urlaub für wenig Geld. 

Allgemeine Informationen

Lage: Polen grenzt im Westen an Deutschland, im Osten an Russland und im Süden an Tschechien und die Slowakei.
Einreise: Ihr benötigt einen gültigen Pass oder Personalausweis.
Anreise: Es gibt Flugverbindungen nach Warschau, Krakau oder Danzig. Ihr könnt aber auch mit dem Zug oder dem Auto fahren – je nachdem, wo es euch hin verschlägt.
Sprache: Man spricht polnisch.
Währung: Die polnische Währung heißt Zloty (PLN). Zur Umrechnung: Ein Euro entspricht etwa 4 Zloty.
Beste Reisezeit: Zwischen Mai und September. Allerdings zählt der Juni zu den niederschlagsreichsten Monaten. Wer kann, sollte also besser im Juli und August reisen. Außerdem ist es in Polen etwas kühler als in Deutschland –  den Pulli für Abends nicht vergessen!

Die polnische Ostseeküste

Wer hier Urlaub macht, wird zwei Dinge erfreut feststellen: Erstens ist es genauso schön wie an der deutschen Ostseeküste, und zweitens ist es hier wesentlich günstiger, was Essen, Trinken und Unterkunft betrifft. Die Küste erstreckt sich von Swinemünde auf der Insel Usedom und der Insel Wollin im Westen bis zur Weichselnehrung im Osten. Ein fast 800 Kilometer langer Küstenabschnitt mit tollen Sandstränden, Buchten, Steilküsten und lauschigen Kiefer- und Buchenwälder. Eine ideale Urlaubsgegend zum Baden und um Wassersport zu betreiben. Das gesunde polnische Ostseeklima kann man ganz gepflegt in einem der berühmten Seebäder genießen, die sich heute zu richtigen Wellnessoasen entwickelt haben. Ein beliebtes Ostseebad ist zum Beispiel Swinemünde. Zusammen mit dem nahegelegenen Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf zählt es zur längsten Strandpromenade Europas. Swinemünde ist ein altes Kaiserbad, in dem schon Wilhelm II. sich ab und zu vom Alltagsstress erholte. Hier, wie auch in den anderen Seebädern, findet man eine gelungene Mischung aus typischer Bäderarchitektur und modernem Komfort. Weitere schöne Orte für Wellnessfans und Erholungssuchende sind zum Beispiel Misdroy, Kolberg oder das mondäne Sopot. Ein besonderes Highlight liegt in Hinterpommern: Die (Wander-) Dünen im Slowinski Nationalpark bei Leba. Diese Giganten aus feinem, weißem Sand sind teilweise über 40 Meter hoch. Wer hier hinaufsteigt, wird mit einem herrlichen Blick auf das Meer belohnt. Lange, feinsandige Strände gibt es auch auf der Halbinsel Hel. Die Landzunge liegt etwa 20 Kilometer von Danzig entfernt und trennt die Danziger Bucht teilweise von der Ostsee. Vor allem an der Spitze findet ihr tolle Naturstrände zum Baden. Besonders spannend für Kinder ist eine Forschungsstation, die sich um verwaiste Seehunde kümmert und in deren „Robbenkindergarten“ man die süßen Heuler besichtigen kann.

Polens Städte Warschau, Krakau und Danzig

Warschau, Polens Hauptstadt, ist ein spannendes Pflaster. Eine Stadt voller Gegensätze, in der es architektonisch von malerischen Altstadtgassen, über Plattenbauten als Überbleibsel des Sozialismus, bis hin zu gläsernen Wolkenkratzern alles gibt. Da Warschau Ende des zweiten Weltkrieges leider zu über 90 Prozent zerstört war, musste die Altstadt praktisch komplett neu aufgebaut werden.  Jetzt erstrahlt sie aber schon längst wieder in ihrer ganzen Schönheit – und steht dafür seit 1980 auf der Liste des UNESCO Welterbes. Ein besonderes Highlight: Das, ebenfalls komplett zerstörte und wiederaufgebaute, Königsschloss. Wahrzeichen der Stadt ist der Kulturpalast, ein circa 230 Meter hoher, imposanter Wolkenkratzer. Einen guten Überblick über polnische Kunst bekommt man im Nationalmuseum.  Wer es modern mag, besichtigt die Warsaw Towers und shoppt in der nahegelegenen Mall  Zlote Tarasi.

Krakau ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Auch hier lohnt sich ein Bummel durch die Altstadt, die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Zentrum ist der Marktplatz, an dessen Ostseite sich die gotische Marienkirche befindet. Besonders schön sind die Krakauer Tuchhallen in der Mitte des Hauptplatzes. Heute werden hier allerdings keine Tücher mehr verkauft. Stattdessen kann man herumflanieren, Kunsthandwerk erstehen und in einem der Restaurants lecker essen.   

Wer in der Danziger Bucht Urlaub macht, sollte einen Ausflug in die alte Hansestadt Danzig unternehmen. Sehenswert: Der lange Markt mit Artushof und Neptunbrunnen, der rote Saal im Stadtmuseum (das ehemalige Rathaus) sowie die Frauengasse mit Galerien und Bernsteingeschäften. Und Danzig hat noch ein besonderes Highlight: Die Marienkirche, das weltweit größte Gotteshaus aus Backstein. Etwa eine Stunde von Danzig entfernt liegt die Marienburg in Malborg. Die riesige Burganlage zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Polens – das dürft ihr auf keinen Fall verpassen.

Warschau

Natur pur: Die Masuren

Neben der Ostsee sind die Masuren Polens Highlight, was wunderschöne Natur anbelangt. Und damit sind sie geradezu prädestiniert für einen Aktivurlaub. Man kann hier tolle Radtouren unternehmen, durch schöne Wälder und Blumenwiesen fahren, die sanfte Hügellandschaft erkunden und viele lange Alleen entlangflitzen. Wenn es euch eher aufs Wasser zieht, dann seid ihr in den Masuren ebenfalls richtig. Polen zählt zu den seenreichsten Ländern der Welt und viele besonders schöne Prachtexemplare befinden sich in dieser Landschaft. Sehr beliebt ist zum Beispiel Segeln auf den großen Masurischen Seen. Vor allem die beiden größten Seen, der Spirdingsee und der Mauersee, zählen zu den lohnenswerten Segelrevieren. Die Region bietet sich aber auch für einen Hausbooturlaub an, denn hier gibt es ganz viele Flüsse und Kanäle. Wer keine Schleusen mag, findet auch viele (fast) schleusenfreie Routen. Einen speziellen Führerschein benötigt man nicht. Ihr bekommt einfach eine kurze Einweisung und dann kann es losgehen.  

Wandern im polnischen Gebirge

Falls ihr gerne in den Bergen unterwegs seid, solltet ihr euch mal die polnischen Gebirge ansehen. Polen ist ein super Wanderland. Man kann zum Beispiel in den Sudeten den Nationalpark Riesengebirge mit der berühmten Schneekoppe durchstreifen. Oder zum Bergtrekking in das Gebirgsmassiv der hohen Tatra aufbrechen. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, ist in den Beskiden gut aufgehoben. Hier, an der Grenze zu Tschechien, gibt es viele bewaldetet Hügel und immer wieder tolle Aussichtspunkte, die einen umwerfenden Blick auf die schöne Landschaft Polens bieten.  Interessant für Wintersportler: Die Beskiden sind ein richtig günstiger Geheimtipp, wenn man ungestört die Pisten herunterwedeln möchte.

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Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.

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