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Eine Woche auf Irland-Rundreise

Eine Woche auf Irland-Rundreise

Ein Auto, eine Woche Zeit und vor euch weite grüne Hügellandschaften, steile Klippen, der Zauber historischer Gemäuer, Musik und Lebensfreude im Pub. Von Irlands Hauptstadt Dublin aus geht einmal gegen den Uhrzeigersinn um die grüne Insel. Hier gibt es einiges zu sehen! Dabei erlebt ihr zum Beispiel Streetart in Belfast, wandert mit Schafen im Glenveagh Nationalpark, surft im Atlantik, lauscht der Straßenmusik in Galway oder besichtigt das kuriose Buttermuseum in Cork. Wie eine mögliche Tour für eine Irland-Rundreise aussehen könnte, stellen wir euch hier vor.

1. Etappe: Von Dublins Nachtleben ins geschichtsträchtige Belfast

Irlands Kultur voller Lebensfreude lässt sich im Dubliner Szeneviertel Temple Bar entdecken. Aus den alten Häusern, die sich hier dicht aneinanderreihen, schallt Musik und junge Iren sitzen vor den zahlreichen Bars, um das Wochenende einzuläuten. Tagsüber lohnt sich ein Besuch des Trinity College, das euch in die Welt von Harry Potter versetzt. Hier ruht auch das „Book of Kells“, das noch aus der Zeit der Wikinger stammt und zum UNESCO-Welterbe gehört. Wenn ihr zu den einkaufslustigen Urlaubern gehört, ist Stephen’s Green eine gute Wahl. Die bekannte Mall im Zentrum orientiert sich am üppigen viktorianischen Baustil.

Nach der irischen Hauptstadt ging es für mich und meine Freunde in Richtung Norden in das Örtchen Newcastle. Die Landstraße schlängelt sich an Schafweiden und alten Farmhäusern vorbei. Am Horizont ragt der bläuliche Gipfel des Slieve Donard 850m hoch in den nordirischen Himmel, denn inzwischen habt ihr die Grenze zum Vereinigten Königreich überquert und befindet euch in Nordirland. Sanft fällt die Straße zum Sandstrand von Newcastle ab. Unzählige Fish-’n‘-Chips-Restaurants laden zu einer Stärkung ein.

Hafen Newcastle

Der Hafen von Newcastle

Zwei Autostunden nördlich liegt Belfast, die rau anmutende Hauptstadt von Nordirland. Zwischen den typischen Backsteinhäusern zwängen sich moderne Glasbauten, die an der Uferpromenade des Flusses Lagan maritimes Flair ausstrahlen. Am Hafenbecken findet ihr das Titanic-Museum – eine interaktive Erlebniswelt rund um die tragische Geschichte des Kreuzfahrtschiffes, das einst hier in Belfast gebaut wurde. Die Wohnviertel werden noch heute durch sogenannte Friedensmauern durchzogen. Oft sind diese Betonmauern, die den blutigen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten befrieden sollten, mit kunstvollen Graffitis verziert, die uns daran erinnern sollen, wie wichtig es ist, sich für den Frieden einzusetzen.

2. Etappe: Von Belfast nach Galway

Nach Belfast führte uns der Weg in die außergewöhnliche Landschaft des Glenveagh Nationalpark: menschenleeres Land soweit das Auge reicht, herumtollende Schafherden, die neugierig das Auto inspizieren, und einsame Gebirgsbäche. Ein Höhepunkt ist der im Nebel liegende See des Parks. Zwischen hohen Bergen ruht er zu Füßen eines imposanten Schlosses. Mit festem Schuhwerk könnt ihr einen der verschiedenen Wanderpfade ausprobieren.

Weiter ging es anschließend in das 2.000-Seelen-Örtchen Donegal. Trotz seiner Beschaulichkeit hat es der Ort zu einiger Berühmtheit gebracht. Ein Leuchtturm thront auf einem Felsen und wacht über die zahlreichen Surfer, die sich in die wilde See stürzen und später den Abend in einer der diversen Bars ausklingen lassen. Die hohen Wellen machen Donegal zu einem Hotspot in der Surferszene.

In Richtung der Region County Sligo wird die Landschaft zusehends rauer. Auch das gleichnamige Städtchen ist einen Zwischenstopp wert. Der Ort liegt auf einer verzweigten Landzunge zwischen Atlantik und dem großem See Lough Gill. Für Naturfreunde empfiehlt sich ein Abstecher zum markant geformten Berg Ben Bulben bei Sligo, der aus der Eiszeit stammt. Im sonst flachen Land erscheint der Ben Bulben wie von einem anderen Planeten. Ein besonders schönes Fotomotiv erwartet euch am Glencar Lake. Nach rund 15min Wanderung gelangt ihr zum Wasserfall in der Nähe des Sees. Ihr solltet nicht versäumen, den See zu umrunden. Von der Straße, die hoch über dem Glencar verläuft, habt ihr einen beeindruckenden Panoramablick.

galyway-irland

Fröhlich und bunt: Galway

Knapp 140km südlich trefft ihr auf das quirlige Städtchen Galway mit seinen vielen bunten Häuschen. Die Stadt ist vor allem bei Studenten beliebt, die es sich in den Restaurants und Pubs an der Quay Street in Galways Fußgängerzone gemütlich machen. Wenn die Sonne scheint, spielen in der Straße mit den bunten Hausfassaden allerlei Straßenmusiker. In den bunten, kleinen Lädchen werden Selbstgemachtes und Secondhandware angeboten. Doch auch wer sich für ursprüngliche, irische Kleidung interessiert, kann hier fündig werden. Die begehrten Pullover aus irischer Wolle werden auf den nahen Aran-Inseln produziert und in Galway verkauft. Der junge Ort ist überdies berühmt für sein ausgelassenes und fröhliches Nachtleben. Daneben gibt es besonders im Sommer verschiedene Kunst-, Musik- und Seafoodfestivals. Ein Highlight ist das traditionelle Pferderennen von Galway, das jeden Sommer eine Woche lang Besucher und Mitstreiter anzieht.

3. Etappe: Von Galway über die Cliffs of Moher nach Cork

Galway besitzt nicht nur jugendlichen Charme, sondern auch eine strategisch gute Lage, um die Cliffs of Moher zu besuchen. Die eindrucksvollste Steilküste Irlands ist 80km entfernt, wobei die Straße teils abenteuerlich an Felshängen und der Brandung des Atlantiks entlangführt. Über 8km ragen die Felsen bis zu 200m senkrecht aus dem Ozean auf. Das leuchtende Grün der Steilküsten kontrastiert mit den in der Sonne blau schimmernden Wellen des Meeres, die sich tosend an den schroffen Klippen brechen. Das Wetter kann hier schnell umschlagen, doch bei guter Sicht könnt ihr bis nach Galway schauen. Wer Stufen nicht scheut, kann einen ehemaligen Wachturm besteigen und die Aussicht genießen. In die Hügel wurde halb unterirdisch ein Museum gebaut, in dem sich wissensdurstige Urlauber über die Geschichte und den Schutz der Cliffs of Moher informieren können.

Von dem imposanten Naturdenkmal fahrt ihr weiter in Richtung Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands. Nur etwa 125.000 Einwohner leben hier am Ufer des Flusses Lee und doch mutet das Zentrum kosmopolitisch an. Das liegt nicht zuletzt an den verschiedenen Kunstgalerien wie beispielsweise der Crawford Art Gallery. Hier könnt ihr unter anderem Werke von Jack B. Yeats sehen. Tipp: Wenn euer Reisetermin feststeht, solltet ihr unbedingt einen Blick in den Veranstaltungskalender von Cork werfen. Hochkarätige Künstler von Rock über Pop bis Klassik spielen im neuen Cork Opera House auf. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das Buttermuseum – und das nicht ohne Grund: Unternehmen wie Kerrygold verschifften von der Hafenstadt aus Butter bis in die Karibik und trugen so zum Wohlstand der irischen Metropole bei.

Irland Cliffs of Moher

Die Cliffs of Moher werden euch zum Staunen bringen!

Die Autobahn zwischen den beiden größten Städten der Insel ist gut ausgebaut. So braucht ihr für die Strecke von Cork zurück zum Ausgangspunkt der Reise am Flughafen Dublin nur rund drei bis vier Stunden. Wer noch etwas Zeit hat, macht auf dem Rückweg einen Abstecher in die Berglandschaft der Wicklow Mountains mit der ehemalige Klostersiedlung Glengalough. Hier entspringt auch der Liffey River, der schließlich in Dublin ins Meer mündet.

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