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Gambia vom Wasser aus erkunden – Wir nehmen euch mit auf eine Kajaktour

Gambia vom Wasser aus erkunden – Wir nehmen euch mit auf eine Kajaktour

Obwohl Gambia das kleinste Land Afrikas ist, bezaubert es mit der immer strahlenden Sonne, traumhaften Stränden und exotischer Natur. Nicht ohne Grund wird Gambia „The Smiling Coast of Africa“ genannt und ist unter den Sonnenparadiesen dieser Welt ein Geheimtipp. Während ihres Aufenthalts in Gambia hat Lisa aus dem 5vorFlug-Produktteam die wunderschöne Natur Gambias hautnah bei einer Kajakfahrt im Sonnenaufgang erlebt:

Karte von Gambia

Aufstehen lohnt sich in Gambia

An dem Tag klingelte der Wecker frühmorgens, denn der Transferbus erwartete uns bereits um 06:30 Uhr am Hotel. Eingecremt und mit Mückenschutz versehen (auch unter der Kleidung!), standen wir pünktlich zur Abfahrt bereit.

Ich empfehle euch in jeden Fall eine gute Sonnencreme und Mückenschutzspray (mind. 50% des Wirkstoffes DEET) auf den Ausflug mitzunehmen. Außerdem ist es von Vorteil eine kurze Hose bzw. eine Hose aus schnelltrocknendem Material anzuziehen und Wechselklamotten einzupacken, da man durch das Paddeln die ein oder andere Ladung Wasser über die Beine bekommen kann. Allgemein ist es ratsam zum Schutz gegen Mücken körperbedeckende helle Kleidung zu tragen.

Im Morgengrauen ging es dann ausgestattet mit einem Lunchpaket aus einem Brötchen, Käse, etwas Gemüse und einer großen Flasche Wasser in Richtung Gambia River. Der breite Fluss durchquert das schmale Land auf etwa 1130 Kilometern und sorgt für teils üppige Vegetation in den Uferregionen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrzeit von unserem Hotel Sunprime Tamala aus, erreichten wir einen Seitenarm des Flusses.

Um die unvergesslichen Eindrücke festzuhalten, lohnt es sich, eine wasserfeste Kamera oder GoPro zu organisieren. Da der Gambia Fluss relativ ruhig ist und es keine wilden Strömungen gibt, ist es mit etwas Vorsicht unproblematisch, eine Kamera mit auf die Tour mitzunehmen.

Am Gambia River angekommen geht es auch schon los

Als wir aus dem Bus stiegen, konnte ich die für uns bereitgestellten Kajaks am Flussufer erkennen. Es standen dort etwa 15 Zweierkajaks und zwei etwas größere Bötchen mit je 10 Plätzen inklusive Chauffeur für unsere Gruppe mit 50 Personen. Der Zustand der gebrauchten Kajaks und Boote ist gut, etwa vergleichbar mit einem Kajakverleih hierzulande.  Die Aufteilung, wer sich mit wem ein Kajak teilt und wer lieber in einem größeren Boot „chauffiert“ werden möchte, fand sich sehr schnell.

Kajak-Anlegestelle auf dem Gambia River

Auf den beiden Booten gab es jeweils einen Guide, der wortwörtlich das Ruder in die Hand nahm. Der Rest der Gruppe bekam ein Paddel in die Hand gedrückt und schon fuhr eine Zweiergruppe nach der anderen los. Vor dem Paddeln an sich braucht ihr euch keine Sorgen machen, denn auch als ungeübter Kajakfahrer hat man die Technik sehr schnell raus.

Die Luft fühlte sich so früh am Morgen trotz tropischer Breitengrade noch etwas frisch auf der Haut an. Nachts sinkt die Temperatur in Gambia auf unter 20 Grad, in Kombination mit dem Wind empfand ich es aber als wesentlich kälter. Deshalb rate ich euch, nehmt euch unbedingt Klamotten zum Überziehen für die kühleren Morgen- und Abendstunden mit.

Sonnenaufgang auf dem Gambia River

Langsam erhob sich die Sonne am Horizont, welche sich in allen Orange- und Gelbtönen im Gambia River spiegelte. Zusammen mit meiner Partnerin schnappte ich mir direkt ein Kajak und schon paddelten wir entspannt dem atemberaubenden Sonnenaufgang entgegen. Wir fuhren entlang der dichten Mangroven, welche teilweise bis tief ins Wasser ragten.

Ich genoss hierbei die Ruhe und es war herrlich, den Tagesanbruch inmitten der Natur zu erleben. Zu Beginn der Tour war es rings um den Fluss noch totenstill und ich konnte keine Geräusche hören. Außer zwischendurch den Wind, der sachte die Äste der Bäume bewegte. Nach und nach verfärbte sich der Himmel von einem leuchtenden Orange in ein strahlendes Blau und ich konnte nun allmählich die wärmende, afrikanische Sonne auf meinem Körper spüren.

Kajakfahrt in Gambia

Frühstück im Fluss

Nach einer guten Stunde Kajakfahrt durch die einzigartige Landschaft kamen wir an ein ausgetrocknetes Flussbett. Hier wurden wir von den Guides herzlich mit einem kleinen Frühstück empfangen. Um unsere Gruppe zu begrüßen, ist unter anderem der Besitzer des Kajakverleihs mit Kühlboxen voller Sandwiches und erfrischendem Wasser vorgefahren. Außerdem hatte er Kaffee für uns mit an Bord.

Pelikane auf dem Gambia River

Mit einem Becher Kaffee in der Hand beobachtete ich gespannt die Natur um mich herum. Das Flussbett wirkte wüstenhaft und machte auf mich den Eindruck, als wären wir auf einer Safaritour ohne „große“ Tiere unterwegs. Jedoch hörte ich mittlerweile das muntere Vogelgezwitscher um mich herum.

Nachdem alle gut gestärkt waren, unternahmen wir mit unserem Guide einen Rundgang über den wasserlosen Boden, bis wir an einer Lagune einen großen Schwarm Pelikane entdeckten. Ich fand es sehr faszinierend, diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sichten. Die etwa zehn Wasservögel standen als Gruppe zusammen und waren auf der Suche nach Nahrung. Unser Reiseleiter wies darauf hin, dass wir den Pelikanen nicht zu nahe kommen sollen, da sie sonst aufgescheucht werden und wegfliegen. Zudem gab er uns viele interessante Einblicke und Hintergrundinfos über die Flora und Fauna vor Ort. So beheimatet Gambia beispielsweise insgesamt 550 verschiedene Vogelarten.

Vogel auf einem Ast in Gambia

Der Weg stromaufwärts zurück

Zurück bei unseren Kajaks stand die Sonne mittlerweile hoch. Deshalb erfrischten wir uns noch mit einem kühlen Wasser und legten etwas Sonnencreme nach, bevor es wieder retour ging. Wir paddelten nun gegen die Strömung, was aber auch für alle gut machbar war. Für mich war es total spannend zu sehen, wie anders die Natur im Vergleich zu morgens wirkte. Ich konnte jetzt ein heiteres Vogelzwitschern hören, sowie links und rechts des Flusses einen exotischen Vogel nach dem anderen entdecken: Die Natur ist nun erwacht.

So verging die Rückfahrt durch die überwältigende Landschaft wie im Flug, auch wenn wir mit unserem Kajak das ein oder andere Mal in den Mangroven hängen blieben :D. Mit etwas Geschick konnten wir uns dank Teamwork mit Hilfe unserer Paddel wieder daraus befreien und fidel weiterfahren.

Wieder am Startpunkt angekommen, bin ich durch Zufall noch auf Babymungo getroffen. Das süße Tierchen wurde einige Wochen zuvor von den Besitzern des Kajakverleihs vor dem Ertrinken aus dem Gambia River gerettet und kehrt seitdem immer wieder zu ihnen zurück. Es war sogar so zahm, dass es sich vom Kind der Besitzer auf dem Arm nehmen und streicheln ließ.

Babymungo in Gambia

Nach und nach sammelte sich die Gruppe wieder sicher am Flussufer und wir konnten direkt unsere Eindrücke und Erlebnisse der unvergesslich schönen Kajaktour austauschen. Alle Teilnehmer waren begeistert. Gegen Mittag waren wir dann wieder zurück im Hotel und konnten den restlichen Tag am Strand entspannen und die tolle Tour Revue passieren lassen.

Mein Fazit zu meinem halbtägigen Kajak Ausflug

Dieser Ausflug war für mich eines der Highlights in Gambia, denn man erfährt hier die perfekte Mischung aus aktiver Entspannung und Natur fernab des Trubels. Wer abschalten und nebenbei die wundervolle Landschaft um den Gambia River genießen möchte, ist hier genau richtig. Besonders empfehle ich dafür die Sonnenaufgangs- und -untergangsfahrten, da hierbei die Umgebung in ein einzigartig magisches Licht getaucht wird.

Hinweis: Buchen könnt ihr den Ausflug vor Ort bei Meeting Point.
Für alle, die nicht genug von Gambia bekommen können: Mehr Tipps und Urlaubsangebote für Gambia findet ihr in diesem Beitrag und auf der 5vorFlug-Webseite.

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