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Wanderurlaub im Frühling: Die Top Reiseziele und was ihr dabei beachten müsst

Wanderurlaub im Frühling: Die Top Reiseziele und was ihr dabei beachten müsst

Ihr kennt ihn: Ausgestattet mit kariertem Hemd, Kniebundhose, Seppelhut und Stock: Der deutsche Wanderer. Was für viele ein Kindheitstrauma ist, weil die Eltern im Urlaub immer Wandern gehen wollten, ist heute der absolute Trend-Sport. Wandern ist heute viel mehr, als nur einfach durch Wälder und über Berge zu laufen. Es ist zu einer Art Lebensgefühl geworden. Wandern entschleunigt und ist ein Gegenpool zur digitalen Welt. Mittlerweile geben sogar wieder c.a. 70 % der Deutschen an, dass sie ab und zu oder regelmäßig wandern. Grund genug für uns, euch ein paar Tipps zu geben, wie ihr schon jetzt – also im Frühjahr – eure Kondition wieder aufbauen könnt und welche spannenden Wandertouren- und urlaube sich bei milden Temperaturen lohnen.

Wandern im Frühjahr: das solltet ihr beachten

Es gibt einige Dinge, die ihr besonders bei Wanderungen im Frühjahr beachten solltet. Es gibt aber auch solche, die einfach grundsätzlicher Natur sind.

Wie habt ihr den Winter verbracht? Jeden Tag gejoggt, im Fitnesscenter gewesen oder jeden Tag Chips auf der Couch? Wahrscheinlich irgendetwas dazwischen. Jedenfalls solltet ihr euch ein paar Gedanken über eure Kondition machen. Wenn ihr zum Beispiel den Pico del Teide auf Teneriffa besteigen wollt, muss die schon eine andere sein, als wenn ihr auf Mallorca schöne Spaziergänge durch die blühenden Mandel-Plantagen machen wollt. Beides ist schön, aber nur dann, wenn einem nicht die Puste dabei ausgeht. Deshalb solltet ihr eure Wanderungen grundsätzlich so wählen, dass sie euch vor allem Spaß bringen und euch nicht überfordern.

Im Frühling ist es in den hier vorgestellten Wanderregionen schon wesentlich wärmer als in Deutschland. Aber auch dort ist es in den Gebirgsregionen kühler als im Rest des Landes. Der Temperaturunterschied zwischen einer Küstenwanderung und einer Gebirgswanderung auf über 2000 Meter Höhe ist schon deutlich zu spüren. Außerdem kann im Frühling in Höhenlagen auch noch Schnee liegen, insbesondere an Nordhängen, die wenig Sonne abbekommen. Das heißt nicht, dass man dort gar nicht wandern kann, auch eine Schneewanderung im Frühjahr hat ihren Reiz. Aber es muss bei der Reisevorbereitung beachtet werden, damit ihr die richtigen Sachen dabei habt.

Es gibt aber auch Wanderrouten, die im Frühling schwierig werden können oder unmöglich sind. Dazu zählen vor allem Wanderungen durch Schluchten, die eventuell im Frühjahr noch das Wasser des abtauenden Bergschnees führen. Hier solltet ihr euch auf jeden Fall im Vorfeld erkundigen, wie die aktuelle Lage ist. Es existieren zahlreiche Foren, die entsprechende Informationen bereithalten oder ihr könnt einfach bei der lokalen Touristeninformation nachfragen. In den beschriebenen Wanderregionen gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen, sodass ihr jede Menge Alternativen habt.

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Die richtige Ausrüstung für einen Wanderurlaub im Frühjahr

Das Thema Ausrüstung ist ebenfalls wichtig. Jeder noch so schöne Wanderweg kann zur Katastrophe werden, wenn entscheidende Dinge fehlen oder die Ausrüstung ungeeignet ist. Das fängt bei den Schuhen an. Die müssen fest (am besten knöchelhoch), bequem und eingelaufen sein. Neue Wanderschuhe solltet ihr auf jeden Fall zuhause mehrere Wochen eintragen! Wegen der unterschiedlichen Temperaturen muss sowohl warme als auch leichtere Kleidung mitgenommen werden.

Die gesamte Kleidung sollte bequem und funktional sein. Am besten beachtet ihr bei der Kleiderwahl das Zwiebelprinzip. Das heißt ihr solltet die Kleidung so wählen, dass ihr euch, je nach Wetterlage, schnell etwas überziehen oder ausziehen könnt. Eine Kopfbedeckung gehört in jedem Fall auch mit ins Gepäck, schließlich wollt ihr ja in der Sonne wandern. Und vergesst nicht die Sonnencreme! Die Frühlingssonne kann schon ganz schön mächtig sein. Vor allem in höheren Lagen, in welchen eventuell noch Schnee liegt, werden die Sonnenstrahlen stark reflektiert. Da braucht ihr schon einen ordentlichen Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille. Und für alle Fälle solltet ihr einen Regenponcho mitnehmen. Den könnt ihr aber hoffentlich in eurem kleinen Rucksack lassen, den ihr auch mitgenommen habt, um auf den Wanderungen eure Sonnencreme, die Sonnenbrille und euer Proviant zu verstauen.

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Die Top Reiseziele für einen Wanderurlaub im Frühling

Inselhopping auf Malta: abwechslungsreiche Wanderungen mit ganz viel Sonne

Unser erster Wandertipp für den Frühling ist die aus drei Inseln bestehende Inselgruppe Malta, die zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste liegt. Das subtropische bis mediterrane Klima beschert Malta schon frühlingshafte Temperaturen, während Deutschland immer noch fröstelt. Angenehme 18-20 Grad sind geradezu optimal, um den Inselstaat auf ausgiebigen Wanderungen kennen zu lernen. Das lohnt sich ganz besonders, weil Malta neben abwechslungsreichen Landschaften auch einiges an Kultur zu bieten hat. Die lange Geschichte der Inselgruppe hat zahlreiche Baudenkmäler der Römer und der Mauren hinterlassen. Von den Franzosen ist die besondere Lebensart geblieben und von den Engländern unter anderem der Linksverkehr.

Der Inselstaat Malta besteht aus den Inseln Malta (Hauptinsel) und den zwei kleineren Inseln Gozo und Camino. Auf der Hauptinsel Malta liegt auch die Hauptstadt Valletta, die vollständig von einer gewaltigen Stadtmauer umgeben ist. Die Altstadt ist ein Gewirr aus verwinkelten Gassen mit vielen hübschen Cafés, Restaurants und Läden. Valletta ist ein guter Ausgangspunkt für Wandertouren auf Malta oder auf den beiden anderen Inseln, die mit Fähren einfach zu erreichen sind.

Wanderweg-Malta

Wandern im Frühling ist auf Malta auch deswegen ganz besonders schön, weil sich die exotischen Pflanzen langsam aus dem Winterschlaf schälen und es überall zu blühen anfängt. Viele Wanderwege führen der Küste entlang oder geben zumindest immer wieder einen tollen Blick auf das Mittelmeer frei. Kein Wunder, bei 250 Küstenkilometer, die alleine die Hauptinsel aufweist.

Spektakulär ist die Wanderung entlang der Dingli Cliffs, die an der Südküste liegen. Der Wanderweg führt direkt oberhalb der abfallenden Klippen entlang, immer mit Blick über die Küste und das Meer. Am besten startet ihr von dem Dorf Dingli aus, dem höchstgelegenen Dorf Maltas. Die ganze Strecke entlang der Dingli Cliffs ist hin und zurück ca. zehn Kilometer lang. Zwischendurch gibt es immer wieder Bänke für eine Pause. Am schönsten ist es dort, wenn die Sonne untergeht. Also nehmt am besten einen Sundowner mit.

Auf Gozo gibt es unter anderem die ca. sieben Kilometer lange Wanderung von der berühmten Calypso Grotte bis zum Ggantija-Tempel, der über 5.600 Jahre alt ist und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Auf der nur 2,5 Quadratmeter großen Insel Comino könnt ihr einfach munter drauf los wandern. Irgendwann kommt ihr automatisch zur Blauen Lagune mit ihrem kristallklaren, türkisblauen Wasser. Wenn die Temperaturen schon für ein Bad im Meer reichen, solltet ihr das auf keinen Fall verpassen! Ebenfalls nicht verpassen solltet ihr natürlich auch nicht unsere Malta-Angebote auf 5vorFlug.de ;).

 

Wanderurlaub auf Teneriffa: auf den höchsten Berg Spaniens

Der höchste Berg Spaniens liegt nicht auf dem Festland, sondern im Norden der Kanareninsel Teneriffa: der Pico del Teide mit einer Höhe von 3.178 Meter. Gleichzeitig ist er der dritthöchste Vulkan der Erde – ein exklusives Wanderziel also, das euch nicht überall geboten wird. Solltet ihr möglicherweise gar nicht an eine Art „hochalpines“ Wandern gedacht haben, gibt es zwei Geheimtipps. Der Erste: Eine Seilbahn fährt bis zum Gipfel. Der Zweite:  Eine Wanderung durch den Nationalpark El Teide. Dieser Nationalpark liegt auf über 2.000 Meter und bietet 12 offizielle Wanderwege (Senderos) unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Rundwanderweg Los Organos beispielsweise ist 5,5 Kilometer lang und hat einen Höhenunterschied von ca. 800 Meter. Er lohnt sich besonders, weil er an vielen Sehenswürdigkeiten des Nationalparks vorbei führt (z.B. die Basaltsäulen Los Organos) und durch üppige Kiefernwälder bis zu einem Aussichtpunkt, von dem ihr einen schönen Blick über das Orotava-Tal und auf den Pico del Teide habt. Beim Wandern im Frühling solltet ihr die Augen gut offen halten. Dann blühen im Nationalpark El Teide die Wildprets Natternkopf, eine beeindruckend purpurrote Pflanze, die bis zu drei Meter hoch werden kann.

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Frühling ist die perfekte Zeit für Wanderungen auf Teneriffa, weil dann die Temperaturen nicht zu hoch, sondern noch angenehm sind. Im Sommer kann es dort nämlich schon ganz schön heiß werden. Die Inselhauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife mit einem internationalen Flughafen. Ebenfalls im Nordosten liegt die Stadt San Christóbal de la Laguna mit einem schönen historischen Altstadtkern – ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Puerto de la Cruz an der Nordküste ist bekannt für seine Strände aus dunklem Vulkansand. Direkt vor der Haustüre von Puerto de la Cruz liegt die Schlucht Ruiz, die auf jeden Fall auch eine Wanderung wert ist. Die Südküste ist touristisch am meisten frequentiert. Hier liegen beliebte Badeorte wie Playa de les Américas und Los Christianos mit weitläufigen Sandstränden.

Zu Fuß durch Zypern: Unterwegs zwischen verschiedenen Welten

Zypern ist die drittgrößte Insel im Mittelmeer und hat einige Besonderheiten aufzuweisen. Zum einen gehört sie geografisch schon zum Nahen Osten, da Zypern aber Mitglied der europäischen Union ist, ist es politisch gesehen ein Teil Europas. Zum anderen sind die Insel und ihre Hauptstadt Nikosia in einen griechischen und in einen türkischen Teil aufgeteilt. Ihr könnt also davon ausgehen, dass ihr bei eurem Wanderurlaub auf Zypern echtes multikulturelles Flair erlebt.

Auf Zypern im Frühjahr Wandern ist genau richtig. Das Klima ist schön mild, die Insel fängt an zu erblühen, es gibt viel zu sehen und einige ausgesprochen interessante Wandermöglichkeiten. Zypern wurde bereits um 8000 vor Christi besiedelt. Auf der ganzen Insel sind daher beeindruckende Baudenkmäler nicht nur aus unterschiedlichen Jahrhunderten, sondern aus unterschiedlichen Jahrtausenden zu finden. Darunter die Ruinen von Paphos, die bemalten Kirchen (Scheunendachkirchen) in der Gegend von Troodos und die Ausgrabungen von Chirokitia, die alle drei zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Zu vielen der antiken Sehenswürdigkeiten führen Wanderwege durch mediterrane Landschaften. Aber auch Kliffwanderungen entlang der Küste sind möglich (z.B. am Kap Aspro), Wanderungen zu Wasserfällen (z.B. Kaledonische Wasserfälle, Myllomeri-Wasserfälle) oder Wanderungen durch tiefe Schluchten wie beispielsweise die drei Kilometer lange Avakas-Schlucht.

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Ein weiteres interessantes Wandergebiet ist das fast 2.000 Meter hohe Troodos-Gebirge. Es erstreckt sich über 60 km von Westen nach Osten auf einer Höhe von ca. 2.000 Metern. Der höchste Berg ist der 1.952 hohe Olympus, der auf dem sieben Kilometer langen Artemis-Trail und auf dem neun Kilometer langen Atalante-Trail umwandert werden kann. Besonders interessant ist der Atalante-Trail, der aufgrund seiner großen Tier- und Pflanzenvielfalt zum Naturpark erklärt wurde.

Ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Troodos-Gebirge ist die Stadt Paphos, die einen historischen Altstadtkern und einen hübschen Hafen mit vielen Tavernen hat. Über dem Hafen thront eine mächtige byzantinische Burg. Außerdem gibt es in der Umgebung auch einige schöne Strände. Davon, dass sich Zypern nicht nur im Frühjahr lohnt, könnt ihr euch hier überzeugen.

Dolce Vita beim Wandern: Die Schönheiten Sardiniens zu Fuß entdecken

Die süditalienische Insel ist die zweitgrößte im Mittelmeer und sowohl für ihre schönen Strände als auch für ihre einzigartige Landschaft bekannt. Imposante Steilküsten und ein zerklüftetes Gebirge, das fast 50 Prozent der Insel bedeckt, machen Sardinien zu einem interessanten und abwechslungsreichen Frühjahrs-Wanderziel in einer intakten Natur. Die passenden Sardinien-Angebote haben wir natürlich auch für euch!

Auf Sardinien wartet eine ganze Reihe von Highlights auf euch. Wind und Wasser haben über Jahrtausende wahre Kunstwerke aus Granit- und Kalksteinfelsen entstehen lassen. Besonders an der Nordküste auf der Halbinsel Capo Testa und an der Ostküste am Capo d´Orso und am Golf von Orosei sind spektakuläre Felsformationen zu sehen. Auch unter der Erde hat sich die Natur als Künstler betätigt. Auf Sardinien gibt es über 300 Tropfsteinhöhlen, darunter die von Ispinigoli in der Nähe von Orosei, deren Tropfsteinsäulen zu den höchsten der Welt gehören. Sowohl an der Nord- als auch an der Ostküste gibt es einige Touren, die ihr nicht auslassen solltet. Der Rundwanderweg Cala Goloritzé zwischen Cala Ganone und Santa Maria Navarrese führt euch durch Steineichenwälder und durch die Schlucht Bacu Goloritzé, an deren Ende ein wunderschöner Strand liegt. Weitere Rundwanderwege entlang der Ostküste sind unter anderem Cala Mariolu (Hochplateau von Golgo) und Cala Fuili/Cala Luna, der an einigen Höhlen vorbeiführt.

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Eine sehr anspruchsvolle, aber lohnenswerte Wanderung ist die Tour auf den 1.834 hohen Punta La Marmora, dem höchsten Berg Sardiniens. Die Wanderung beginnt am Skilift Brunco Spina und führt über mehrere kleine Gipfel zum Gipfelkreuz des Punta La Marmora. Dass ihr hier eine tolle Aussicht habt, könnt ihr euch ja vorstellen.

Wenn ihr nach der Bergbesteigung erst einmal einen Gang runter schalten wollt, bietet sich die Inselhauptstadt Cagliari an. Hier könnt ihr gemütliche Spaziergänge durch die verwinkelten Gassen der Altstadt machen oder einfach auf der Strandpromenade schlendern. Oder ihr besucht das Städtchen Bosa, das zu den schönsten Orten Sardiniens gehört. Das Stadtbild wird geprägt von herrschaftlichen Palazzi und dem Fluss Temo, an dessen Ufer Bosa liegt. In Cagliari oder in Bosa oder in einer der vielen anderen schönen Städte solltet ihr euch auf jeden Fall Zeit für den Besuch eines Restaurants nehmen. Die Küche Sardiniens ist mindestens so gut wie ihre Strände und ihre eindrucksvollen Landschaften und da ihr nach anstrengenden Wanderungen Kraft tanken müsst, könnt ihr nach Herzenslaune Schlemmen!

Zur Mandelblüte nach Mallorca: Wandern durchs Blütenmeer

Über sieben Millionen Mandelbäume gibt es auf Mallorca und im (frühen) Frühling fangen sie alle an zu blühen. Die Mandelblüte dauert mehrere Wochen, ausreichend Zeit also, durch die prächtig blühenden Mandelbaum-Plantagen zu wandern. Abhängig von der Region beginnt die Blüte etwas zeitversetzt. In der Region um das Tramuntana-Gebirge (Sierra de Tramuntana) im Nordosten ist es beispielsweise kühler als in anderen Teilen Mallorcas und so blühen die Bäume etwas später. Dann allerdings vor einer atemberaubenden Kulisse. Das Tramuntana-Gebirge zählt zu den beliebtesten und besten Wandergebieten auf der Insel. Hier gibt es einfache Spazierwege wie den vom Kloster Lluc auf den Kalvarienberg, auf dem einige Sonnenuhren zu sehen sind. Erheblich herausfordernder ist Wanderung durch die Schlucht Torrent de Pareis, die von bis zu 400 Meter hohen Felswänden umgeben ist.

Aber nicht das Tramuntana- Gebirge bietet hervorragende Möglichkeiten für Frühjahrswanderungen auf Mallorca. Im Süden der Insel liegt der 542 Meter hohe Puig de Randa zwischen den beiden Orten Llucmajor und Algaida. Der Berg steht vollkommen alleine in der mallorquinischen Tiefebene und sieht ein bisschen aus, als hätte er sich dorthin verirrt. Allein schon seine Lage ist spektakulär, ebenso wie die Aussicht vom Gipfel. Im Nordwesten könnt ihr das Tramuntana-Gebirge sehen, im Süden bis zur Bucht von Palma, im Norden zeigt sich die Bucht von Alcúdia und im Osten die Calas der Ostküste. Ein schönes Plätzchen also, das ihr über einen ca. drei Kilometer langen Wanderweg erreichen könnt.

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Die Aussicht ist aber nicht alles, was den Puig de Randa so interessant macht. Auf dem Weg zum Gipfel kommt ihr nämlich an drei Klöstern vorbei, die auf unterschiedlicher Höhe liegen und wovon einiges sogar noch bewohnt ist. Auf dem zum größten Teil asphaltierten Wanderweg erreicht ihr zuerst das Kloster Santuari, das auf eine überhängende Felswand gebaut wurde. Gleich darüber erhebt sich das bewohnte Kloster Ermita de Sant Honorat und auf dem Gipfel thront fast wie eine Burg das Kloster Santuari de Nostra Senyora de Cura. Bei einem Wanderurlaub im Frühling sind auch auf dieser Strecke immer wieder blühende Mandelbäume zu sehen.

Im Südwesten der Insel könnt ihr zwischen Andratx und S´Arraco und zwischen Valldemossa und Sóller besonders schöne „Mandelwanderungen“ machen. An der Ostküste lohnt sich eine Wandertour von Santanyi zum schönen Dörfchen Felantix. Dort solltet ihr euch dann unbedingt mit einem leckeren mallorquinischen Mandelkuchen belohnen.

Seid ihr auf den Geschmack gekommen und möchtet einen Wanderurlaub auf Mallorca im Frühjahr machen? Dann schaut doch einmal bei unseren Mallorca-Angeboten vorbei.

Wanderurlaub im Frühjahr – Blogger verraten ihre Tipps

Ihr habt jetzt Lust bekommen auf einen Wanderurlaub dieses Frühjahr? Dann haben wir jetzt auch noch ein paar Geheimtipps für euch, die ihr bei der Urlaubsplanung beachten solltet. Wir haben hierfür verschiedene Wanderblogger gefragt, was sie euch noch als Rat mitgeben möchten und hier sind ihre Tipps:

Jens von overlandtour.de

Jens bloggt zusammen mit Elisa auf ihrem Blog overlandtour. Elisa war lange Zeit in Südamerika und Jens in Südafrika unterwegs. Auf ihren Reisen haben sie zahlreiche Wandertouren gemacht und so Land, Leute und vor allem die Natur kennengelernt. Kein Wunder, dass uns Jens für einen Wanderurlaub im Frühjahr Südafrika empfiehlt.

jens-overlandtourSüdafrika – das Land am Kap hat auch andere Facetten als die Waterfront in Kapstadt oder das Kap der guten Hoffnung. Wer gerne mal die Hauptreisegebiete wie die Garden Route verlässt und vielleicht mit dem Mietwagen von Johannesburg aus Richtung Kruger Park fährt, der kann mit einem kleinen Umweg zurück nach Johannesburg bei den Drakensbergen vorbeifahren. Hier zeigt sich Südafrika wieder von einer ganz anderen Seite, aber es heißt in Südafrika schließlich nicht umsonst „Die Welt zuhause in einem Land“.

Mit dem Mietwagen geht es bis zum „Sentinel Car Park“, denn dort startet die Wanderung. Die komplette Wanderung ist c.a. 12 Kilometer lang und man braucht ungefähr 5 Stunden. Das Schöne an dieser Tour ist, dass man nur einen Teil der Strecke auf demselben Weg ist und man eine kleine Runde einbauen kann. Es gibt auf der Tour zwar keine Schilder, wohin man gehen muss, aber das ist nicht weiter schlimm, denn Verlaufen ist auch nicht möglich. Wer morgens startet kann sogar noch zu gewissen Jahreszeiten etwas vereiste Stellen finden, die im Schatten der aufgehenden Sonne trotzen. Am Anfang zieht sich der Weg in Serpentinen hoch, bis man auf ein gerades Stück kommt. Auf diesem Stück geht es eine Schlucht querfeldein hoch. Die ca. 150 Höhenmeter müssen überwunden werden und man sollte auf die losen Steine achten, damit der Hintermann auch noch unfallfrei oben ankommt.

Die kleine Schlucht öffnet sich nun und nach ein paar Schritten wird man von der Aussicht überwältigt. Jetzt heißt es, das Jausen Brot rausgeholt, die Beine über die Abbruchkante gehängt und das Leben genießen. Übrigens geht es hier knappe 1000 Meter senkrecht tief nach unten, also immer schön vorsichtig sein. Zurück geht es dann über die Tugela Falls und die Leitern zurück zum Parkplatz. Wer nicht auf eigene Faust losziehen möchte, kann eine Tour mit Guide mitmachen, die das Amphitheater Backpacker anbietet. Auch das ist sehr empfehlenswert, da der Guide oft noch etwas über die Landschaft erzählt. Einen ausführlichen Bericht mit einer Karte zur Wanderung findest du auf overlandtour.de.

Markus von schöne-aussicht.de

Markus gibt auf seinem Blog Tipps für große und kleine Wandertouren, wobei vor allem das Naturerlebnis im Vordergrund steht. Für ihn ist es wichtig, dass Wandern Spaß macht und er sich  dabei vom Alltagsstress erholen kann. Der leidenschaftliche Fotograf hat auf seinen Touren immer seine Kamera dabei, um die Schönheit der Natur, die er auf seinen Wanderungen entdeckt, festzuhalten.

outdoor-wandernDie Wanderungen im Frühling sind besonders schön, da ihr nach dem Winter so richtig Sonne tanken könnt. Die Aktivität belebt, die Sonne ist gut für das Gemüt und produziert das wichtige Vitamin D. Außerdem kommt mit dem Frühlingserwachen Farbe ins Spiel. Die Blumen erblühen von Gelb bis Lila und das Gras bekommt dieses frische Lindgrün. Das ist Aktivwellness in der Natur und es gibt wirklich nichts Gesünderes für den Start in die Wandersaison. Ich fange das Jahr gerne mit kleineren Wanderungen an, vorzugsweise in Regionen mit vielen Wiesen und Wasser. Kleine Bäche, ein See oder Wasserfall, runden die Wanderungen ab.

Das Schöne am Wandern ist, ihr könnt es überall machen. Ich bin immer wieder begeistert, wie schön Deutschland zum Wandern ist. Besonders hat es mir aber Schweden mit seiner Küstenregionen wie Skane im Süden oder die Halbinsel Kullen mit dem Kullaleden Trail angetan. Die Deutschen sind zwar Wanderweltmeister, aber die Schweden machen ihre Wanderungen ganz anders. Sie sind viel entspannter, genießen ihre wunderschöne Natur intensiver und haben eine leichte Lebensart. Schweden und die Menschen sind zum Wandern einzigartig und dazu kommt im Frühling die Ostseebrise. Ein echtes Highlight also für euren Wanderurlaub im Frühjahr! Viel Spaß beim Erkunden der Welt zu Fuß!

Michi von wandern-mit-michi.com

Die geprüfte Sommer- und Winterwanderführerin Michi teilt ihre Erfahrungen beim Wandern in ihrem Wandertagebuch. Egal ob bei Schnee oder in sattem Grün, Michis Touren führen sie in alle Ecken des Bregenzerwalds. Logisch, dass ihre liebste Wanderroute für das Frühjahr auch in diesem Gebiet zu finden ist.

michiMein liebstes Wandergebiet ist der Bregenzerwald. Sicher liegt es daran, dass ich dort geboren und aufgewachsen bin. Im Wanderparadies Au-Schoppernau liegt der Aussichtsberg Diedamskopf (2090m). Dieser kann vom Tal bestiegen werden, oder ist über die gemütlichere Variante mit der Bergbahn zu erreichen. Von der Bergstation erwandert man in 15 Minuten das hölzerne Gipfelkreuz vom Diedamskopf. Bei einem atemberaubenden Rundumblick, der vom Bodensee bis zum Rätikon reicht, sind unzählige Gipfel zu erkennen. Diese Wanderung führt uns über den Panoramaweg leicht absteigend zum Diedamssattel. Und von dort wieder aufsteigend über einen Vorgipfel zum Falzerkopf (1968m). Im Frühjahr können wir eine wunderschöne Alpenflora mit unzähligen Enzianen und Soldanellen bewundern. Findet die Wanderung etwas später zur Alpenrosenblüte statt, erstreckt sich ein rosaroter Teppich über das Wandergebiet. Vom Falzerkopf wandern wir weiter über einen etwas steilen Grat zum Neuhornbachjoch (1820m). Über sanfte Almwiesen erreichen wir schließlich das Neuhornbachhaus auf 1650m. Nach einer ausgiebigen Rast und Stärkung geht es weiter über die Falzalpe und Breitenalpe zur Mittelstation der Diedamskopfbahn. Man kann aber auch zu Fuß über den Güterweg nach Schoppernau absteigen.

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