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Reisetipps für den Oman – endlose Wüste und malerische Küsten

Reisetipps für den Oman – endlose Wüste und malerische Küsten

Majestätische Bergketten durchziehen die weite Wüste, an feine Sandstrände spülen rauschende Wellen weiße Muscheln, in üppig grünen Oasen gedeihen Schatten spendende Kokosnusspalmen – diese malerischen Bilder machne Lust auf einen Urlaub im Oman. Wenn ihr euren Strandurlauburlaub um entdeckungsreiche Städtetrips und Ausflüge ans Meer erweitert, bietet euch das Land auf der arabischen Halbinsel die besten Bedingungen für eine abwechslungsreiche Zeit. Das friedliche Sultanat birgt urtümliche Schätze, wie das Hadschar-Gebirge und die Salala-Wüste. Alles, was ihr über euren Traumurlaub im Oman wissen solltet, erfahrt ihr hier in unseren Oman-Reisetipps.

Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über eine Reise in den Oman

Ein Visum für die Einreise in den Oman erhaltet ihr entweder am Flughafen, in der Botschaft in Berlin oder direkt an der Grenze zum Fürstentum. Dieses gilt bis zu vier Wochen und kann auf acht Wochen erweitert werden. Voraussetzung für das Visum ist ein gültiger Reisepass, der ab eurem ersten Urlaubstag noch sechs Monate gültig ist. Übrigens könnt ihr das Visum auch ganz bequem online schon vor eurem Trip in den Oman erhalten. Dafür benötigt ihr lediglich eine Kreditkarte sowie eine digitale Kopie eurer Ausweisdokumente.

Wenn ihr euch für die Anreise per Luftweg entscheidet, geht es beispielsweise in Frankfurt am Main oder München los. Von hier aus werden regelmäßig Verbindungen ohne Zwischenlandungen angeboten, die euch nach Maskat bringen, der Hauptstadt des Landes. Die Metropole verfügt über eine gute Infrastruktur an öffentlichen Verkehrsmitteln, sodass ihr die Weiterfahrt bis zu eurem Hotel direkt nach dem Flug fortsetzen könnt. Das Ticket für den Zug oder die Kaution für euren Mietwagen bezahlt ihr in omanischem Rial, der nationalen Währung. Wollt ihr Bargeld umtauschen, ist das an den Flughäfen sowie in den Wechselstuben und Banken der größeren Gemeinden möglich. Zwar könnt ihr eure Rechnung in Großstädten und Hotels auch mit der Kreditkarte begleichen, dennoch ist etwas Bargeld in der Tasche vorteilhaft, beispielsweise für Trinkgelder und bei kleinen Besorgungen.

Salalah-Oman-Fruechtestand

Vor eurer Reise lohnt es sich, ein paar arabische Vokabeln zu lernen. So kommt ihr mit den Omanern leichter ins Gespräch und könnt euch in ländlichen Gegenden einfacher an den Straßenschildern orientieren und Speisekarten besser deuten. In beliebten Urlaubsregionen und den Metropolen des Sultanats verständigt ihr euch bestens auf Englisch, da es wie in Deutschland die erste Fremdsprache ist.

Typisch für den Oman: kultureller Reichtum und landschaftliche Gegensätze

Die Kultur des Sultanats ist geprägt durch die 5.000-jährige Geschichte des Seehandels. Denn schon in der Antike lieferten Schiffe die Schätze des Omans an die Häfen der damaligen Welt. Besonders begehrt bei den Römern und Griechen war der Weihrauch aus dem Süden des Landes, dessen Anbau und Nutzen noch heute das Leben vieler Einwohner bestimmt. Auch die Omaner selbst wagten sich auf das Meer und brachten Reichtümer aus Indien und Afrika mit nach Hause. Die Einflüsse des damaligen Handels von materiellen Kostbarkeiten und kulturellen Eindrücken machen sich immer noch bemerkbar. Man erkennt beispielsweise an den Bauwerken indische Ornamentik und auf der Kleidung afrikanische Muster.

Oman-boot-am-strandAn Festtagen könnt ihr die multikulturelle Vergangenheit des Omans sogar hören und riechen. Männer und Frauen parfümieren sich und ihre Gewänder großzügig mit Düften, die indische und afrikanische Noten enthalten. Und auch die Musik wurde von den Klängen der fernen Länder beeinflusst. Bei kulturellen Veranstaltungen kleiden sich die Männer in strahlend weiße Gewänder, die bis auf den Boden reichen. Ihr Kopf ziert ein aus Kaschmir gelegter Turban. Das Statussymbol ist an solchen Tagen jedoch der Khanjar, ein aus Silber geschmiedeter Krummdolch.

Ein Reisetipp für den Oman: Wenn ihr die Kultur und die Omaner selbst kennenlernen möchtet, ist es wichtig, dass ihr euch den hiesigen Gepflogenheiten etwas anpasst und auf eure Kleidung achtet. Bei einem Besuch der prächtigen Moscheen sind für Männer lange Hosen und mindestens kurze Ärmel angemessen. Frauen sollten ihre Knie und Schultern bedecken. Nehmt gern ein Stück Kultur mit nach Hause. Authentische Mitbringsel sind beispielsweise Weihrauch, die reich verzierten Krummdolche sowie Schmuck aus Gold und Silber.

Während ihr bei euren Städtetrips vor allem der modernen Kultur des Sultanats begegnet, die sich aufgrund des Ölgeschäfts ab 1970 rasant entwickelte, stoßt ihr in den ländlichen Gebieten auf kleinere Dörfer, die ihre Traditionen bis heute bewahren. Solche Siedlungen beherbergt beispielsweise Al-Batina, ein fruchtbares Küstengebiet entlang des Golfes von Oman, das sich auf insgesamt 250km zwischen Suhar und Maskat erstreckt. Eingerahmt wird die Batina-Region von den goldgelben Gipfeln des Hadschar-Gebirges, das in seiner kargen Felsenlandschaft aus Kalkstein grüne, mit Palmen gespickte Oasen versteckt. Der ausgetrocknete Flusslauf des Wadi Samail teilt die Gebirgsmasse in zwei Hälften und führt von den feinsandigen Küsten des Golfes bis in das Hinterland. Die Landschaft im Südwesten des Omans hebt sich aufgrund des Monsuns von den restlichen Gebieten des Landes ab. Vor allem in den Regionen Taqah oder Dhofar sorgt das tropische Klima für eine tiefgrüne Natur. Den Gegensatz zu dieser artenreichen und bunt blühenden Region findet ihr im Osten des Landes, in der Rimal Al Wahiba. Die Wüste erstreckt sich auf bis zu 180km und gilt als beliebtes Reiseziel für Abenteurer. Packt viel Wasser ein, wenn ihr euch auf eine geführte Wanderung oder eine rasante Tour mit dem Jeep macht. Hier erwarten euch endlos weite Dünen, in die der Wind täglich neue Muster malt.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Sultanat

Die ehemalige osmanische Hauptstadt Salala zieht jährlich zahlreiche Urlauber in ihren Bann. Auf einer Sightseeingtour erfahrt ihr, warum: Die Metropole am Fuße des Dhofar-Gebirges und direkt am Arabischen Meer verzaubert mit tropischen Plantagen, historischen Häusern aus Kalkstein und lebhaften Souks. Herausragende architektonische Glanzstücke sind der Al-Husn-Sultanspalast, die Sultan-Qabus-Moschee und der von der UNESCO als Weltkulturerbe prämierte Weihrauchhafen. Naturliebhaber freuen sich auf eine Entdeckungstour im Westen der Gemeinde, denn die Lagunen von Khor Salala gewähren einer Vielzahl an Vögeln einen Rückzugsort.

Eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit im Oman ist die Festung Hisn Tamah in der Königsstadt Bahla. Das mächtige Bauwerk gleicht in seiner Farbe und Form einer gigantischen Sandburg. Das altehrwürdige Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet und im Jahr 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Infolgedessen wurde die Burg von 1988-2007 rundum renoviert, sodass sie heute im ursprünglichen Glanz erstrahlt.

Aktivurlauber packen Wanderschuhe mit in den Reisekoffer, um sich nach dem Flug nach Omar auf ins Hadschar-Gebirge zu machen. Hier stellt vor allem der markante Dschabal Mischt mit seinen Felsen und einer Höhe von 2.090m eine Herausforderung für Bergsteiger dar. Für gemächlichere Wanderungen folgt ihr dem Wadi, der euch in tiefe Canyons, zu gurgelnden Bachläufen und an die Ufer idyllisch gelegener Teiche führt. Ein Naturerlebnis der entspannteren Art erlebt ihr an den feinsandigen Stränden des Landes. Das Küstengebiet von insgesamt 1.700km verspricht einsame Badebuchten, die erholsame Stunden am Meer garantieren.

Bei einem ausgiebigen Sonnenbad an den Stränden von Qurum, Yati und Bandar al-Dschissa tankt ihr Energie für die bevorstehende Rundreise durch die Hauptstadt Maskat. Geschichtsinteressierte lassen sich dabei von dem Festungsgraben leiten, an dem sie auf die vier Tore, etwa al-Bab al-Kabir und al-Bab as-Saghir, stoßen. Beeindruckende Bauwerke im Inneren von Maskat sind unter anderem der Al-Alam-Palast und die Große Sultan-Qabus-Moschee. Von außen wie von innen beeindruckt das Royal Opera House Muscat, das einzige seiner Art in den Golfstaaten. Die aufwendig inszenierten und klangvoll begleiteten Aufführungen ziehen Besucher in den Bann. Ebenso faszinierend sind die vom Hafen aus geführten Bootstouren zur Delfinbeobachtung. An der vorgelagerten Insel Fahal seht ihr den liebenswürdigen Meeresbewohnern zu. Von dort aus geht es auch in die bunt schillernde Unterwasserwelt des Landes. Ein besonderer Reisetipp für Wassersportler im Oman ist das Wrack des Truppentransporters Al Munassir. Seit 2003 liegt es vor der Küste Maskats und stellt einen beliebten Tauchspot dar.

Der Oman Reisetipp schlechthin: Seine bunte Unterwasserwelt

Farbige Korallen, gigantische Fischschwärme und elegant durchs Wasser gleitende Rochen und Muränen begrüßen euch bei eurem Tauchgang an den Küsten des Omans. Unter Tauchern ist das Sultanat oft ein Geheimtipp, denn die Unterwasserwelt birgt noch völlig intakte Korallenlandschaften, die sich beispielsweise an den steilen Felswänden der Halbinsel Musandam erstrecken. Bei eurer Erkundungstour entlang der Küste begleiten euch Makrelen, Schildröten und Clownfische. Wenn ihr euch auch ins offene Meer traut, beobachtet ihr mit ein wenig Glück Wal- oder Schwarzspitzenhaie. Zu eurer Ausrüstung sollte trotz des warmen bis heißen Klimas des Landes ein Neoprenanzug gehören. Je weiter ihr euch in die Tiefe begebt, umso schneller sinkt die Temperatur des Wassers.

Auch wenn die Sichtweite in den Gebieten vor Barka und Maskat durch den Reichtum an Plankton auf 5 bis 15m beschränkt ist, stehen euch hier einmalige Eindrücke bevor. Das natürliche Fischfutter lockt zahlreiche Meeresbewohner an, die sich entlang der Buchten von Bandar Khairan und Bandar Jussa satt essen. Ein Mekka für Taucher stellen die unter Naturschutz stehenden Daymaniyat-Inseln dar. Um die unberührten Eilande und ihre Riffe zu erkunden, könnt ihr euch einer geführten Tour anschließen. So gelangt ihr in den Lebensraum von Stachelrochen und Leopardenhaien.

Kaum erforscht sind die Hallaniyat-Inseln im Süden des Sultanats. Auf dem Grund des Meeres ruht das Schiffswrack eines britischen Dampfers aus dem Ersten Weltkrieg. Ein weiteres Highlight sind die Buckelwale, die regelmäßig durch die Gewässer streifen. Die Meeressäuger halten sich durchgehend vor den Küsten des Omans auf, weil es genügend Futter gibt und die stetig warmen Temperaturen zum Verweilen einladen. Eine schöne Art, die Giganten hautnah zu erleben, ist eine Tour mit dem Schlauchboot. Hier ist die Mitnahme von Sonnencreme empfehlenswert, da es etwas dauern kann, bis sich die Buckelwale blicken lassen. Sobald aber ein riesiger Schatten unter euch das Wasser verdunkelt und sich eine meterlange Schwanzflosse aus dem Meer erhebt, hat das Warten ein Ende. Oftmals könnt ihr den Gesang der Wale auch an der Küste hören, wenn ihr euch unter Wasser vorbei an Mantas, Wimpelfischen, Schildkröten und Zackenbarschen schlängelt.

Um mehr über die Lebewesen zu erfahren, denen ihr unter Wasser begegnet, ist das Aquarium and Marine Science and Fisheries Centre genau das Richtige. In dem Museum der Hauptstadt Maskat lernt ihr Wissenswertes über die Aquakultur des Landes. Schwerpunkte sind beispielsweise die Erhaltung gefährdeter Arten wie Schildkröten und des ökologischen Gleichgewichts in den Korallenlandschaften.

Unser Reisetipp für den Oman: Eine Wüstensafari

Weniger bunt, aber deshalb nicht weniger eindrucksvoll ist die größte Sandwüste weltweit. Safaris durch die vom Wind verwehten Dünen versprechen einzigartige Erlebnisse und phänomenale Fotomotive. Die Rub al-Khali, bekannt auch als „das leere Viertel“, zählt zum beliebtesten Gebiet für eine Tour durch den heißen Sand. Es ist keine Fata Morgana, wenn ihr unter der gleißenden Sonne die Spuren einer Stadt entdeckt. Ihr befindet euch dann in dem Gebiet der ehemaligen Stadt Urbar, die der Legende nach im Erdboden versank und lange Zeit als das „Atlantis des Sandes“ galt. Satellitenbilder konnten das Geheimnis des Ortes schließlich lüften: 1992 legten Archäologen einen Teil der Gebäude frei. Bis heute bleibt Urbar jedoch größtenteils im Sand vergraben. Euer Rückweg in die Hauptstadt führt euch zum UNESCO-Weltkulturerbe des Wadi Dawkah. Hier seht ihr zahlreiche Weihrauchbäume, aus denen das kostbare und gut riechende Harz gewonnen wird.

Um die Schönheiten der Wüste kennenzulernen, stehen euch übrigens verschiedene Transportmittel zur Verfügung. Wer über Dünen sausen möchte, entscheidet sich für einen Jeep oder schließt sich einer rasanten Tour mit dem Quad an. Wollt ihr lieber die Stille und Einsamkeit der unendlichen Landschaften genießen, könnt ihr dies auf den langsam dahin schreitenden Kamelen tun. Ausflüge auf den Rücken der Karawanentiere werden sogar auf Deutsch angeboten. Ihr erfahrt so alles über die Geheimnisse der sandigen Welt. Außerdem werden mehrtägige Trekkingreisen offeriert, die euch durch das Land führen. Die Beduinen bringen euch an die schönsten Stellen der Wüste, lassen euch in dem erfrischenden Wasser der Oasen baden und helfen euch beim Umgang mit den Kamelen. Bei einer solchen Tour bleiben die lebhaften Städte des Omans hinter euch und ihr lebt eine Weile das traditionelle Leben eurer Begleiter, die Brot am Lagerfeuer backen und mit euch eure tierischen Gefährten hegen.

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Besonders ruhig wird es nachts, wenn sich mit der untergehenden Sonne auch die wenigen Tiere und Abenteurer zurückziehen. Um den klaren Sternenhimmel vom sandigen Boden aus zu beobachten, solltet ihr einen Trip in die Wahiba-Wüste einplanen. Dort übernachtet ihr mitten in der trockenen Landschaft in luxuriösen Zelten, die sogar ein eigenes Bad mit Dusche haben. Die Sensation wartet jedoch außerhalb der Zeltwände, wenn der reich geschmückte Sternenhimmel in der Nacht zum Vorschein kommt. Umgeben von unendlich weiten Sanddünen und dem Funkeln der Gestirne sitzt ihr gemütlich auf weichen Kissen und könnt die Märchen von Scheherazade lebendig werden lassen.

Ihr wollt jetzt die Schönheiten des Omans mit den eigenen Augen entdecken? Dann haben wir für euch die passenden Oman-Reiseangebote auf 5vorFlug.

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