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Seen, Wälder und endlose Landschaften: Reisetipps für Schweden

Seen, Wälder und endlose Landschaften: Reisetipps für Schweden

Endlose Wälder, beeindruckende Fjorde und pulsierende Metropolen: Die überwältigenden Landschaften mit ihren unzähligen Nationalparks und das besondere Flair Stockholms ziehen jedes Jahr unzählige Besucher in den hohen Norden. Besonders im Sommer ist eine Reise nach Schweden unvergesslich. Während der langen, warmen Tage könnt ihr ideal die Küste entlang segeln, auf einer der vielen Inseln baden oder durch die Stockholmer Altstadt flanieren. Auch im Winter ist ein Urlaub in Schweden empfehlenswert: Dann locken die endlosen Weiten Lapplands, während die Polarlichter am Himmel tanzen.

Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes vor dem Reiseantritt

Eine Reise nach Schweden lohnt sich das ganze Jahr über. Im Sommer sind die Tage warm und lang, in den nördlichen Regionen des Landes ist es sogar durchgehend hell. Mit den Temperaturen steigen aber auch die Niederschläge – „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Bekleidung“ ist daher ein Sprichwort, das auf Schweden sehr gut zutrifft. Wer sich von einem kurzen Regenschauer nicht irritieren lässt, ist hier trotzdem am richtigen Urlaubsort. Während im Sommer Wandertouren und Städtetrips nach Stockholm oder Göteborg angesagt sind, hat jedoch auch die schwedische Winterlandschaft nicht nur optisch ihren Reiz, sondern bietet ausreichend Gelegenheiten zum Skifahren, Snowboarden, Rodeln und Winterwandern.

Die Anreisemöglichkeiten nach Schweden sind vielfältig: Mit dem Flugzeug, der Fähre, dem Auto oder dem Zug ist das Land von Deutschland aus schnell erreichbar. Auch innerhalb Schwedens könnt ihr euch einfach mit der Bahn oder Bussen fortbewegen. Für weitere Strecken gibt es regelmäßige Inlandsflüge. Obwohl Schweden ein Mitgliedsland der EU ist, solltet ihr unbedingt darauf achten, beim Grenzübergang einen gültigen Reisepass oder Personalausweis zur Hand zu haben. Die Grenzkontrollen am Übergang zu Dänemark wurden zwar wieder abgeschafft, auf Fährschiffen aus Deutschland wird aber noch kontrolliert.

In Schweden wird mit Schwedischen Kronen bezahlt. Die Nutzung von Bargeld wird allerdings zunehmend unüblicher: Auch kleinere Beträge werden in der Regel mit Karte beglichen. In Schweden werden die Sprachen Schwedisch und Finnisch gesprochen – ihr kommt aber auch mit Englisch gut zurecht, da die meisten Schweden sehr gute Englischkenntnisse haben. Insbesondere in den größeren Städten ist es also kein Problem, sich auf Englisch oder Deutsch zu verständigen.

Wälder, Seen, Wildnis: Wandern in einem der vielen schwedischen Nationalparks

Schweden wird in drei Regionen eingeteilt: Götaland umfasst die südlichen Provinzen, Svealand bildet das Zentrum mit der Hauptstadt Stockholm, und zu Norrland gehören die spärlich besiedelten nördlichen Teile des Landes. In Götaland befinden sich die beiden größeren Städte Malmö und Göteborg sowie die kleineren Städte Kalmar, Lund und Jönköping. Die Region ist an den Seen Vänern und Vättern von Svealand abgetrennt.

Ein besonderer Reisetipp für Schweden ist die Provinz Värmland in Svealand nahe der der norwegischen Grenze. Mit rund 130 Naturreservaten, endlosen Wäldern und unzähligen Seen gehört sie zu den beeindruckendsten Regionen des Landes. Die vielfältige Landschaft Värmlands hat für Outdoorliebhaber und Wanderfreunde einiges zu bieten: Im Süden befindet sich der See Vänern mit seiner langen Küste und einer idyllischen Inselwelt, nach Norden hin wechseln sich Gewässer und Siedlungsgebiete ab. In der ganzen Region erwarten euch malerische kleine Orte mit traditionellen schwedischen Holzhäusern. Im äußersten Norden Värmlands beginnt das Skandinavische Gebirge – der Granberget ist mit 701m der höchste Punkt der Provinz. Auch im Winter ist Värmland einen Besuch wert: Neben Skigebieten gibt es an vielen Orten auch Langlauf-Loipen. Und all jene, die sich weniger für Ski- und Snowboardfahren interessieren, erwarten abenteuerliche Angebote wie Ausflüge mit dem Hundeschlitten oder Fahrten mit dem Schneemobil.

Varmland-Schweden

Im Norden der Region Norrland liegt Lappland. Einer der besten Reisetipps für Schweden ist die Provinz Västerbotten, die sich nicht weit vom Polarkreis entfernt befindet. Auch hier erwarten euch rund 180 Naturreservate. Der Nationalpark Björnlandet ist einer der schönsten des Landes und kann das ganze Jahr über besucht werden. Ob zum Wandern, zum Beobachten von Wildtieren oder um die Ruhe der endlosen schwedischen Wälder zu genießen – in Björnlandet gibt es unzählige Wege und Pfade, auf denen ihr die Schönheiten des Waldes kennenlernen könnt.

Noch höher im Norden befinden sich zwei weitere wunderschöne Nationalparks, in denen ihr die Möglichkeit habt, ein- oder auch mehrtägige Wandertouren zu unternehmen: der Nationalpark Abisko und der Nationalpark Sarek. Der Nationalpark Abisko befindet sich südlich der Küste des Torneträsk-Sees und beherbergt die berühmte Lappenpforte – auf Schwedisch auch „Lapporten“ genannt. Der charakteristisch geformte Berg ist als das „Tor zu Lappland“ bekannt. Im Winter könnt ihr hier die Nordlichter beobachten, im Sommer unter der Mitternachtssonne wandern. Der Nationalpark Sarek liegt in der Nähe der Stadt Kiruna. Er ist einer der größten Nationalparks des Landes und wird häufig auch als „Europas letzte Wildnis“ bezeichnet. Über mehrere Tage könnt ihr hier Lappland mit seinen weiten Wäldern, Bergen und Seen erleben. Der Nationalpark Sarek ist ein beliebtes Wandergebiet – so gibt es mitten in der Wildnis in Staloluokta einen Helikopterlandeplatz, von dem aus ihr zurück in die Zivilisation fliegen könnt.

Abisko-Schweden

Gotland und Öland: Auf den Spuren der Vergangenheit

Strand-GotlandWährend der Norden mit Polarlichtern und Nationalparks lockt, hat auch der Süden Schwedens einiges zu bieten. Zu den Highlight des Landes zählen die Inseln Gotland und Öland in der Ostsee. Die Küste Gotlands ist von langen Sand- und Kiesstränden und Badeplätzen übersäht und eignet sich perfekt für einen Sommerurlaub. An einigen Küstenabschnitten könnt ihr zudem die steilen Rauka-Steine, natürlich entstandene Skulpturen aus Kalk, bestaunen. Das Inland der Insel ist von ausgestreckten Landschaften, Wald und Heide geprägt und lädt damit zu Wanderausflügen ein. Zeugnisse der Geschichte der Inselhauptstadt Visby reichen bis in die Anfänge der Wikingerzeit zurück. Später war der Ort lange Zeit ein Handelszentrum zwischen dem Westen und dem Baltikum.

Noch heute könnt ihr in Visby und auf der ganzen Insel auf den Spuren der Geschichte wandeln: Gotische Bauten, Kirchen und Klosteranlagen sind gut erhalten und stehen für Besucher offen. Das für Schweden untypisch warme gotländische Klima beschert oft bis in den Herbst hinein milde Temperaturen. Das macht die Insel nicht nur für Badeurlauber attraktiv, sondern lockt auch Naturfreunde an. Dank der besonderen Lage in der Ostsee, dem speziellen Klima und der kalkhaltigen Böden hat sich auf Gotland eine einzigartige Flora entwickelt. Eine der Besonderheiten auf der Insel ist die Vielfalt an Orchideen, die im Lauf der Zeit hier entstanden ist. In den zahlreichen Naturreservaten können außerdem wunderbar Vögel beobachtet werden – denn Gotland ist nicht zuletzt für seine vielfältige Vogelwelt bekannt.

Visby-Schweden

Auch die Insel Öland gehört zu den wichtigsten Reisetipps für Schweden. Sie liegt etwas weiter südlich und ist durch eine Brücke mit der Stadt Kalmar auf dem Festland verbunden. Auch Öland hat eine vielfältige Geschichte: Die sogenannte „Insel der Steinmonumente“ ist seit 9.000 Jahren bewohnt. Heute noch finden sich Runensteine, Hügelgräber und die Überreste von 16 Burgen auf der Insel. Wenn ihr mit dem Auto auf Öland unterwegs seid, empfiehlt es sich, eine der Küstenstraßen entlang zu fahren und die beeindruckende Aussicht auf das Meer zu genießen. Öland verfügt ebenfalls über eine vielseitige Flora und Fauna. Der Süden besteht vor allem aus Heidelandschaften, im Norden der Insel erstrecken sich zunehmend Wälder. Besonders sehenswert ist der Ökopark Böda an der Nordspitze der Insel. Etwas weiter südlich liegt Borgholm, die größte Stadt der Insel. Auch hier befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, beispielsweise das Königliche Schloss Solliden oder die Burgruine. Öland zählt ebenso wie Gotland zu den beliebtesten Sommerurlaubsorten in Schweden – nicht nur internationale Reisende, sondern auch viele Schweden verbringen die warme Jahreszeit auf der Insel. Aber auch im Winter ist Öland mit seinen zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten und der beeindruckenden Landschaft einen Besuch wert. Noch mehr Infos zu einem Winterurlaub in Schweden findet ihr hier.

Schweden-Haus-Winter

Mit dem Schiff von Göteborg nach Stockholm

Schweden bietet mehr als 2.000km Küste. Davor liegen zahlreiche Inseln, die sich hervorragend für Segeltörns eignen. Besonders beliebt sind hierfür die Schären an der Westküste und vor Stockholm. Auch die Gegenden um Karlskrona und Västervik werden von Seglern gerne besucht. Eine Besonderheit in Schweden ist der Göta-Kanal, der zusammen mit dem Trollhätte-Kanal und dem Fluss Göta älv eine Wasserstraße bildet, die über 390km quer durch Schweden führt. Der Kanal verbindet die Westküste mit der Ostküste und überwindet dabei einen Höhenunterschied von rund 90m. Wer den Kanal nicht selbst entlangsegeln möchte, kann eine Fahrt auf einem der Kanalschiffe buchen. Vom Deck aus lässt sich die idyllische schwedische Landschaft bequem besichtigen. Zwischen einem Tag und einer Woche dauern die Touren auf dem Kanal – wer Zeit hat, kann also von Göteborg bis nach Stockholm per Wasserweg reisen.

Bekannt ist Schweden für vielerlei – darunter auch für die Kinderbücher der schwedische Autorin Astrid Lindgren. Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, ist der Themenpark Astrid Lindgrens värld ein Muss: Berühmte Orte aus den Kinderbüchern wurden in diesem Park im Maßstab 1:3, der perfekten Größe für Kinder, nachgebaut. Neben einem Besuch in der Villa Kunterbunt könnt ihr hier durch die Krachmacherstraße flanieren, das berühmte Bullerbü aus der Nähe betrachten oder die Burg von Ronja Räubertochter besichtigen. Astrid Lindgrens värld gehört zu den besten Reisetipps für Schweden, wenn ihr mit euren Kindern unterwegs seid.

Nordlichter in Lappland beobachten

Schweden gehört zu den Ländern, in denen man die beste Chance hat, Nordlichter zu sehen. Insbesondere in Lappland zeigen sich die Lichter sehr häufig. Das Nordlicht erscheint dort am Himmel, wenn von der Sonne freigesetzte Partikel die Erdatmosphäre erreichen. Dabei entstehen grüne oder pinke Farben, die in der Nähe der Polargebiete bestaunt werden können. Wenn ihr noch mehr zur Entstehung von Polarlichtern wissen möchtet, solltet ihr euch diesen Beitrag nicht entgehen lassen.

Lappland-Polarlichter

Ab Anfang September erhellt das Polarlicht im nördlichsten Teil Schwedens den Himmel. Bis Ende März könnt ihr in ganz Lappland, und manchmal auch weiter im Süden, Nordlichter beobachten. Eigentlich erscheinen die Lichter das ganze Jahr über – da es im Sommer in Nordschweden jedoch nicht dunkel wird, sind sie zu dieser Zeit nicht sichtbar. Wer die Lichter sehen möchte, sollte also in der dunklen Jahreszeit nach Lappland fahren. Die Chancen stehen dabei umso höher, je weiter ihr euch im Norden befindet.

Schweden-Rentiere-WinterBeobachtet werden können die Polarlichter in Nordschweden von überall aus – sei es bei einer Skitour, einer Hundeschlittenausfahrt oder einem Ausflug im Schneemobil. Der Nationalpark Abisko gilt dabei als der beste Ort weltweit, um Polarlichter zu sichten. Weit im Norden gelegen, sorgen die speziellen Wetterbedingungen hier für wolkenfreie Nächte – ideal, um einen klaren Blick auf das nächtliche Schauspiel zu genießen. Die Aurora Sky Station beherbergt hier außerdem einen Aussichtsturm sowie eine Ausstellung mit Informationen zu den Nordlichtern. Ein weiterer Ort, von dem aus ihr die Polarlichter hervorragend betrachten könnt, ist die Stadt Kiruna in der Provinz Norrbottens län. Hier sind die Lichter sogar von der Stadt aus sichtbar.

Stockholm: Fika in der mittelalterlichen Gamla Stan

Einen Besuch in Stockholm solltet ihr bei eurem Schweden-Urlaub auf keinen Fall verpassen. Verwinkelte Gassen, Cafés und Galerien verleihen der größten Stadt Skandinaviens ein besonderes Flair. Stockholm ist der Sitz der schwedischen Regierung und des Königshauses und erstreckt sich über 14 Inseln, die durch mehrere dutzend Brücken verbunden sind.

Im Zentrum, auf der kleinen Insel Stadsholmen, befindet sich die Altstadt Gamla stan, die zum Bezirk Södermalm gehört. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen hier das Stockholmer Schloss aus der Barockzeit und die beiden Kirchen Storkyrkan und Tyska kyrkan. Außerdem gibt es eine Reihe von Palästen zu begutachten, wie das Bondesche Palais, das Oxenstiernasche Palais und das Tessinsche Palais. Zwischendrin befinden sich unzählige Restaurants, Bars, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.

Abseits der Insel Stadsholmen gibt es auch im restliche Södermalm, das eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Stadt ist, allerhand zu besichtigen. So befinden sich hier weitere imposante Kirchen, darunter die Katarina kyrka und die Sofia kyrka. Auch eines der hipsten Viertel Stockholms – SoFo, was für „South of Folkungagatan“ steht – schließt sich hier direkt an. Hier erwarten euch neben Vintage-Läden zahlreiche Cafés, Antiquitätenläden, Musikgeschäfte, Design-Stores und Kleidungsshops. Wer gerne auf Entdeckungstour geht, sollte für Södermalm, und insbesondere SoFo, viel Zeit im Urlaubsprogramm einplanen.

stockholm-bunte-haeuser

Zwischen der Gamla stan und dem Bezirk Norrmalm liegt die kleine Insel Skeppsholmen, auf der sich das Moderna Museet befindet. Für Freunde der modernen Kunst ist dieses Museum ein absolutes Muss. Das Gleiche gilt für das Fotografiemuseum Fotografiska in Södermalm. Im Viertel Norrmalm könnt ihr durch das moderne Stockholm aus den 1950er und 1970er Jahren flanieren. Zu dieser Zeit wurden zahlreiche Gebäude abgerissen, um ein modernes Stadtzentrum zu errichten. Neben der großen Shoppingstraße Drottninggatan und dem modernen Stockholmer Kulturhaus hat Norrmalm allerdings auch traditionelle Sehenswürdigkeiten zu bieten, beispielsweise die Königliche Oper.

Westlich von Norrmalm liegt der Stadtteil Kungsholmen, der mit seinen vielen Parks und Bademöglichkeiten besonders im Sommer einen Besuch wert ist. Hier befindet sich außerdem das Stockholmer Rathaus, in dem jährlich das Nobelfestbankett stattfindet. Im Osten der Innenstadt schließt sich der Bezirk Östermalm mit seinem belebten Nachtleben an. Auch hier lohnt es sich, ausgiebige Spaziergänge zu unternehmen: An der Prachtstraße Strandvägen an der Wasserfront könnt ihr an der Häuserzeile aus der Gründerzeit entlangwandern. Zudem befinden sich hier das Königliche Dramatische Theater und der Berzelius-Park. Wer Stockholm kulinarisch erkunden möchte, sollte auch der Östermalms Saluhall am Östermalmstorg einen Besuch abstatten. Hier könnt ihr euch durch allerhand Delikatessen der schwedischen Küche, wie beispielsweise frischen Lachs oder Hering, probieren. Was ihr euch bei eurem Urlaub in Stockholm nicht entgehen lassen solltet, könnt ihr hier nachlesen.

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