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Spektakuläre Naturerlebnisse in Südafrikas Nationalparks
Sonnenuntergang im Kruger NP, Limpopo

Spektakuläre Naturerlebnisse in Südafrikas Nationalparks

Wer träumt nicht davon, einmal die großen Tiere Afrikas in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten? Löwen, Elefanten, Nashörner, Zebras und Giraffen in freier Wildbahn zu erleben ist schon beeindruckend. Wo ihr die besten Chancen habt, diese Tiere zu sehen, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Das südlichste Land des afrikanischen Kontinents ist riesig. Etwa 4 Millionen Hektar des Landes sind in Nationalparks besonders geschützt, das entspricht in etwa der Fläche Baden-Württembergs. Zusätzlich zu den Parks gibt es noch diverse regionale Schutzgebiete, sodass auf insgesamt drei Prozent der Landesfläche Flora und Fauna für die Nachwelt erhalten werden können.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

  • Wo kann man die Big5, also die großen Tiere, am besten beobachten?
  • Welcher Park ist eher für Tierbeobachtungen und welcher eher für Pflanzen und Landschaft bekannt?
  • Die Öffnungszeiten der Gates und Eintrittspreise (Stand Januar 2022) und ein Spartipp zu den Eintrittspreisen.

Die bunte Vielfalt der südafrikanischen Nationalparks

Weite Savannen und dichte Wälder bestimmen das Bild in den meisten Nationalparks. Die Vielfalt der Tiere, die in den Nationalparks leben, ist immens. Aber natürlich wollt ihr vor allem die Big5, nämlich Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel sehen. Inzwischen spricht man in Südafrika aber von den Big7, weil man auch die Wale und Weißen Haie vor den Küsten zur Auflistung hinzugefügt hat. Wir verraten euch, wo genau ihr diese Tiere zu sehen bekommt.

Lesetipp: Was für euren Aufenthalt in Südafrika an Impfungen empfohlen wird, lest ihr in unserem Beitrag Impfungen und medizinische Hinweise für Urlaub in Südafrika. Die Coronabestimmungen haben wir hier aber bewusst ausgelassen, da sich diese regelmäßig ändern – informiert euch vor eurer Abreise bitte rechtzeitig.

Kruger Nationalpark – der wohl bekannteste der Nationalparks

Dieser Park ist das Aushängeschild der südafrikanischen Nationalparks und der zweitälteste. Er ist benannt nach dem deutschstämmigen Präsidenten Paul Krüger. Dieser hat am 26.03.1898 mit dem Schutz für die Sabie Game Reserve den Grundstein für diesen Park gelegt, der heute als  Teil des Great Limpopo Transfontier Park auch Gebiete in Zimbabwe und Mozambique umfasst. Seine Begründung für diesen Schritt lautete: „Wenn ich diesen kleinen Teil vom Lowvelds nicht schütze, werden unsere Enkelkinder nicht wissen, wie ein Elefant, Löwe oder Kudu aussehen…“. Was für ein weiser Mann.

Auf fast 20.000 Quadratkilometern bietet der Park 150 Säugetierarten und 500 Vogelarten ein sicheres zu Hause. Neben den Big5 seht ihr also noch sehr viel mehr. Im Süden des Parks trefft ihr auf Wildhunde, im weiten Buschland sind dann eher Zebra und Geparden zu Hause, während sich die Giraffen meist in den Wäldern aufhalten. Alle Tiere der Big5 an einem Tag anzutreffen ist etwas schwierig, daher empfehlen wir euch ein paar Tage in diesem Park zu bleiben und nicht nur eine Safari-Tour zu machen.

Giraffen im Krüger Nationalpark

Allein im Krüger Nationalpark leben fast 5.000 Giraffen

Geplant ist, den Park noch weiter zu vergrößern. Er soll dann als Great Limpopo Transfrontier Park eine Größe von über 100.000 Quadratkilometern haben, was in etwa der Fläche der Niederlande, Belgien und der Schweiz entspricht.

Öffnungszeiten der Gates:

November bis Februar von 05:30 Uhr bis 18:30 Uhr

März und Oktober von 05:30 Uhr bis 18:00 Uhr

April und August-September von 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Mai bis Juli von 06:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene pro Tag 440 Rand (ca. 25,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre pro Tag 220 Rand (ca.13,00 Euro)

Hoteltipp: Im Mopani Restcamp übernachtet ihr in typisch afrikanischen Bungalows mitten im Nationalpark. Da es etwas erhöht über einem Wasserloch liegt, habt ihr hier gute Chancen Tiere zu beobachten.

Hluhluwe-iMofloozi National Park

Wenn ihr vom Kruger Nationalpark Richtung Durban fahrt, kommt ihr zu diesem Park, der landschaftlich besonders reizvoll und der älteste Park Südafrikas ist. Er liegt im Königreich der Zulu und bekam seine heutige Größe von 96.000 Hektar erst 1992 nach dem Zusammenschluss der Hluhluwe und uMfolozi Parks. Auch wenn dieser Park um einiges kleiner ist als der Kruger, bekommt ihr hier genauso viele Tiere zu sehen.

Die Besonderheit dieses Parks sind die Breitmaulnashörner, die nur noch hier leben und daher einen ganz besonderen Schutz genießen. Da inzwischen auch das Spitzmaulnashorn vom Aussterben bedroht ist, gelten für diese Tiere nun ähnlich strenge Schutzbedingungen. Den Unterschied zwischen den beiden Arten erkennt ihr daran, dass das Spitzmaulnashorn immer so aussieht, als würde es euch ein Küsschen zuwerfen.

Krähe Nashorn Südafrika Hluhluwe

Heute leben fast 1.000 Nashörner im Hluhluwe Nationalpark, während es 1895 nur noch 50 waren.

Aber auch die anderen Vertreter der Big5 sind hier zu sehen. In den Hügeln dieser ursprünglichen Savannenlandschaft leben auch Flusspferde, Giraffen und Krokodile. Wenn ihr diesen Park erkundet, lohnt es sich auch eines der Zuludörfer zu besuchen, in denen die Angehörigen dieses Stammes teilweise noch nach alten Traditionen leben.

Öffnungszeiten Gates Hluhluwe-uMfolozi:

Sommer (europäischer Winter) von 05:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Winter (europäischer Sommer) von 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene pro Tag 280 Rand (ca.16,50 Euro)

Kinder bis 12 Jahre pro Tag 140 Rand (ca.8,20 Euro)

Hoteltipp: In der Hluhluwe River Lodge, im gleichnamigen Teil des Nationalparks, übernachtet ihr in gemütlichen Chalets mitten in der atemberaubenden Natur. Die Betreiber der Lodge bieten euch Safaris, Wanderungen und Mountainbike-Touren zur Erkundung an.

Addo Elephant Park – Heimat der Big7

Dieser Park liegt in der Provinz Eastern Cape in der Nähe von Port Elizabeth. Ursprünglich war dieser Park sehr viel kleiner, aber dank einer ständigen Erweiterung umfasst er heute 50 Quadratkilometer und reicht von den Inseln der Algoa Bay über die Zuurberg Mountains bis zur Halbwüste Nama Karoo. Dadurch bietet er euch auf relativ kleinem Raum ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichsten Landschaften. Dichte Wälder wachsen entlang der Küste. Es gibt aber auch weitläufige Dünenlandschaften zu erkunden. Außerdem erwarten euch Sumpfgebiete und Hügellandschaften mit Palmenwäldern.

Elefanten Addo Elephant Park

Weltweit ist er der einzige Park mit den Big Seven

Theoretisch habt ihr die Möglichkeit hier alle Tiere der Big7 zu sehen. Allerdings gibt es nur etwa 6 Löwen im Park, was es zu einem echten Glückstreffer macht, wenn ihr auf einen trefft. Auch Leoparden und Nashörner sind selten zu sehen, aber es gibt sie in diesem Park. Dennoch zählt der Addo Elephant Park zu einem der artenreichsten Parks der Welt. Wenn ihr also nicht alle großen Tiere seht, freut euch über all die andern, die ihr hier beobachten könnt.

Der drittgrößte Nationalpark Südafrikas zählt zu den besten Orten, um Elefanten live und in Grau zu sehen. Auf den Inseln, die zum Park gehören, leben Brillenpinguine und Seerobben. Die könnt ihr allerdings nur von Booten aus bewundern, denn die Inseln dürfen nicht betreten werden. Im September und Oktober stehen dafür aber die Chancen ganz gut, dass ihr bei den Bootstouren Wale seht.

Öffnungszeiten Gates Addo Elephant Park:

Täglich von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Für manche Bereiche des Parks gelten andere Öffnungszeiten. Schaut also vor eurem Besuch nochmal genauer nach.

Eintritt:

Erwachsene 360,00 Rand (ca.20,00 Euro) pro Tag

Kinder 180,00 Rand (ca. 10,00 Euro) pro Tag

Garden Route National Park

Wenn ihr von Durban aus der Küste folgt, kommt ihr hinter Port Elizabeth zu diesem Park, der euch ein komplett anderes Bild zeigt. Spektakuläre Tierbeobachtungen dürft ihr hier nicht erwarten, dafür punktet dieser Park mit atemberaubenden Landschaften und beeindruckender Flora. Dieser Park ist in drei Teile geteilt, die recht unterschiedlich sind.

Garden Route National Park

Eine atemberaubende Küstenlandschaft erwartet euch

Bei der Stadt Knysna liegt die Lakes Section. Dabei handelt es sich nicht um einen See, sondern um die Lagune, die der Knysna Fluss hier gebildet hat. In dieser Lagune tummeln sich seltene Fische. Auch Austern werden dort gezüchtet. Die Umgebung ist die drittwichtigste Landschaft Südafrikas, wenn es um den Schutz seltener Pflanzen geht. Im Tsitsikamma Park entdeckt ihr dichte Urwälder, unzugängliche Schluchten und erlebt actiongeladene Abenteuer auf dem Storm River.

Den größten Teil dieses Parks bildet die Wilderness Section, ein Gebiet mit einem Küstengebirge, das auf der dem Meer zugewandten Seite mit dichten Urwäldern bewachsen ist, auf der dem Meer abgewandten Seite aber eine Halbwüste umfasst. Der Unterschied ist faszinierend. Diese Halbwüste heißt Klein Karoo und dort befindet sich mit Oudtshoorn die Straußenhauptstadt der Welt.

Öffnungszeiten Gates Garden Route National Park:

Storms River täglich von 06:00 Uhr bis 21:30 Uhr

Wilderness Section täglich von 07:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Nature‘s Valley täglich von 07:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintritt:

Tsitsikamma

Erwachsene 272 Rand (ca. 16,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 136 Rand (ca. 8,00 Euro)

Wilderness

Erwachsene 170 Rand (ca. 10,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 85 Rand (ca. 5,00 Euro)

Nature’s Valley

Erwachsene 120 Rand (ca. 7,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 60 Rand (ca. 3,50 Euro)

Knysna

Erwachsene 168 Rand (ca.10,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 85 Rand (ca. 5,00 Euro)

Hoteltipp: Das Knysna Log Inn ist ein charmantes und gemütliches Inn im Zentrum von Knysna. Von dem Hotel ist es nicht weit in die verschiedenen Teile des Nationalparks, aber auch der Strand ist bequem zu Fuß zu erreichen.
Lesetipp: Wenn ihr schon in der Gegend seid, wollt ihr vielleicht die berühmte Straße komplett kennenlernen. In unserem Beitrag Die Garden Route in Südafrika – eine der schönsten Küstenstraßen der Welt stellen wir euch die komplette Route vor.

West Coast National Park

Etwa 90 Minuten Fahrzeit trennen Capetown von diesem Nationalpark an der Atlantikküste. Dieser Park ist keiner der Parks, in dem ihr die Big5 sehen werdet, dafür könnt ihr hier an Traumstränden baden, picknicken und auch diverse Wassersportarten ohne Motor ausüben. Natürlich umgibt euch dabei eine spektakuläre Naturkulisse.

Das Herzstück des Parks bildet die Langebaan Lagune, die im März und September Scharen von Zugvögeln einen idealen Rastplatz bietet. Diese kommen teilweise aus der Antarktis, aber auch aus noch weiter entfernten Gebieten der nördlichen Halbkugel. Mit etwas Glück gelingt euch ein cooles Bild von den Flamingos oder weißen Pelikanen. Über 800 Vogelarten wurden hier schon gesichtet. Auf Marcus Island vor der Küste lebt die größte Kolonie der Welt von Brillenpinguinen.

Langebaan Lagune Südafrika

Die malerische Landschaft der Langebaan Lagune

Bekannt ist der Park aber auch für seine Vielfalt an Blumen. Davon gibt es zwar das ganze Jahr über welche zu sehen, aber wenn ihr die ganz große Show sehen wollt, solltet ihr im August und September kommen. Dann erwartet euch hinter dem blauen Wasser des Atlantiks ein Meer an bunten Blüten, das ihr auf diversen ausgewiesenen Pfaden durchwandern könnt.

Öffnungszeiten Gates West Coast National Park:

September bis März täglich von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr

April bis August täglich von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:

Oktober bis Juli

Erwachsene pro Tag 105 Rand (ca. 5,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 52 Rand (ca. 3,00 Euro)

August und September

Erwachsene pro Tag 220 Rand (ca. 13,00 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 110 Rand (ca. 6,50 Euro)

Kgalagadi Transfrontier Park

Wieder ein völlig anderes Bild zeigt dieser Park, der sich von Südafrika bis nach Namibia und Botswana erstreckt. Der Name des Parks kommt aus der Sprache der San und bedeutet „Ort des Durstes“. Das verdeutlicht, was euch hier erwartet: lebensfeindliche Halbwüste, die aber voller Leben ist.

In den roten, in der Hitze flimmernden Dünen macht ihr die Erfahrung, wie sich Stille „anhört“. Das einzige, was ihr hier hört, ist das Pfeifen des Windes, wenn überhaupt. Hier in der Kalahari wandern Onyx-Antilopen durch die weite Landschaft auf der Suche nach Futter. Vielerorts bekommt ihr die lustigen Erdmännchen zu sehen. Die sind allerdings recht flink und ihr solltet die Kamera schussbereit halten. Das Highlight ist die Sichtung eines Kalahari-Löwen, den ihr an seiner schwarzen Mähne erkennt.

Löwenbabys Südafrika

Zwei junge Löwen, die sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Mutter warten

Geplant ist diesen Park mit dem südlich gelegenen Augrabies National Park, der Richtersveld Transfrontier Conservation Area und dem Namib Naukluft National Park zu verbinden und so zu einem der größten Naturschutzgebiete der Welt auszweiten. Ihr könnt den Park zwar mit geländegängigen Fahrzeugen selbst befahren, um eure Chancen auf Tiersichtungen zu erhöhen, empfiehlt es sich aber sogenannte Game Drives mit Guides zu buchen.

Öffnungszeiten Gates Kgalagadi National Park:

Täglich von 07:30 Uhr bis Sonnenuntergang

Eintritt:

Erwachsene pro Tag 416 Rand (ca.24,50 Euro)

Kinder bis 12 Jahre 208 Rand (ca. 12 Euro)

Pilanesberg National Park

Im Osten der Kalahari befindet sich dieser kleine, aber außergewöhnliche Nationalpark am Übergang zum feuchten Lowveld. Von Johannesburg aus ist er in etwa 2,5 Fahrstunden zu erreichen und wenn ihr Kontraste liebt, verbindet ihr den Besuch des Parks mit einem Aufenthalt im Las Vegas Südafrikas – Sun City.

Das Herzstück dieses Parks ist der Lake Mankwe, ein See, der sich in einem etwa 1200 Millionen Jahre alten Vulkankrater gebildet hat. Da der Park an der Grenze zwischen Wüste und Feuchtgebiet liegt, entdeckt ihr hier auf relativ engem Raum eine große Vielfalt unterschiedlichster Landschaften. Bis 1979 war der Park überweidetes und unbrauchbares Farmland. Doch dann startete man ein ambitioniertes Wiederansiedlungsprogramm und heute leben mehr als 7000 Tiere hier, darunter die Big5.

Antilopen Pilanesberg National Park

Antilopen am Lake Mankwe, der sich inmitten des 1.200 Millionen Jahre alten Vulkankraters befindet

Den Pilanesberg könnt ihr auf gewöhnliche Weise bei Safaritouren oder Wanderungen erkunden. Viel spektakulärer wird eure Safari, wenn ihr eine Fahrt in einem Heißluftballon macht, die hier angeboten werden. Ihr kommt dann zwar nicht so nah an die Tiere ran, aber stellt euch einfach mal vor, wie cool es wäre, eine riesige Antilopen- oder Elefantenherde aus der Luft zu beobachten. Na, habt ihr schon gebucht?

Hoteltipp: Die Black Rhino Game Lodge liegt im nördlichen Teil des Parks direkt an einem Wasserloch. Von einer Terrasse habt ihr die Möglichkeit Elefanten und Büffel dabei zuzuschauen, wie sie an diesem Loch trinken.

Allgemeine Informationen zu den Nationalparks

Wenn ihr die weite Anreise auf euch nehmt, wollt ihr euren Instagram-Account bestimmt mit coolen Tierbildern füttern. Damit das ein voller Erfolg wird und eure Follower so richtig neidisch, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Wann sollte man am besten zu den Nationalparks reisen?

Zunächst solltet ihr bedenken, dass Südafrika auf der anderen Erdhalbkugel liegt und somit die Jahreszeiten entgegengesetzt zu unseren sind. Wenn es also bei uns schneit und kalt ist, ist in Südafrika gerade Hochsommer. Prinzipiell gilt, dass ihr die Nationalparks das ganze Jahr über besuchen könnt. Die Chancen Tiere zu sehen ist aber in den kühleren Monaten höher. Auch ein Löwe sucht in der größten Sommerhitze lieber ein schattiges Plätzchen als für eure Fotos zu posen. Wenn ihr dann im südafrikanischen Frühjahr zwischen September und November die Parks besucht, habt ihr gute Chancen auf Muttertiere mit ihren Neugeborenen zu treffen. Das sind dann die Fotos auf euren Social Media Accounts unter denen ganz oft „Och wie süüüüüüß“ als Kommentar erscheint.

Was sind Konzessionsgebiete?

Im Zusammenhang mit südafrikanischen Nationalparks wird euch immer wieder der Begriff Konzessionsgebiet über den Weg laufen. Das sind Gebiete in den Parks, die an private Unternehmen verpachtet werden. Die dürfen dort dann Lodges errichten und auf ihrem Gebiet Safari-Touren anbieten.

Die offiziellen Camps in den Parks sind oft sehr rustikal eingerichtet und bieten euch einfache Unterkünfte, die aber meistens über ein privates Bad und ein Minimum an Komfort verfügen. In den Konzessionsgebieten sind die Lodges dann teilweise richtig luxuriös ausgestattet und in manchen könnt ihr dann sogar im Pool schwimmen, während um euch herum die Elefanten das Laub der Bäume fressen.

Für welche Art der Unterkunft ihr euch entscheidet, ist eine Frage eures Anspruchs und auch eures Reisebudgets. Bei eurem Besuch im Kruger Nationalpark könnt ihr das dann ja mischen und euch für ein besonderes Erlebnis eine der privaten Lodges gönnen.

Warum muss ich Einritt zahlen, um die Parks zu besuchen?

Einige von euch werden argumentieren, dass sie ja schon viel Geld für die Safari-Touren zahlen. Außerdem sind ja auch die Unterkünfte in den Parks nicht wirklich zum Schnäppchenpreis zu haben. Sollte also der Zutritt zu den Parks dann nicht kostenlos sein? Schließlich ist ja die Natur ein Allgemeingut und sollte für jeden frei zugänglich sein.

Nein. Sollte es nicht. So einen Park zu unterhalten, kostet enorm viel Geld und die Gebühren, die ihr für Safari und Unterkunft zahlt, reichen nicht aus diese so zu schützen, wie es geboten ist. Viele der Schutzmaßnahmen, die es braucht, seht ihr gar nicht. So müssen vor allem nachts Guides durch die Parks fahren, um nach Wilderern Ausschau zu halten und am Rand des Parks Zäune errichtet werden, um die Tiere zu schützen. Mit euren Eintrittsgeldern tut ihr also Gutes. Ihr sichert Arbeitsplätze und helft mit, die Natur auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das ist aktiver Umweltschutz und eine Investition in mehr Nachhaltigkeit.

Wieviel euch der Eintritt zu den einzelnen Parks kostet, werden wir euch bei den Beschreibungen der Parks auflisten. Am teuersten ist der Kruger Nationalpark, weil er so groß und gefragt ist. Wenn ihr während eures Aufenthaltes in Südafrika mehrere Nationalparks besuchen wollt, lohnt es sich unter Umständen eine Wild Card zu kaufen. Für euch kommt die Karte „International All Park Cluster“ infrage. Mit dieser Karte habt ihr ab dem ersten Tag der Gültigkeit 365 Tage lang Zeit mehr als 80 Naturparks zu besuchen. Die Karte gibt es in der Indivdual, Couples oder Familiy Ausführung. Ihr müsst sie also nicht für jeden einzeln kaufen.

Kaufen könnt ihr die Karte vorab online. Das ist am unkompliziertesten. Ihr erhaltet Sie aber auch bei den Gates der teilnehmenden Parks. Im Preis enthalten ist außerdem ein Abo für das Magazin „Wild“, das ihr nach eurem Urlaub noch viermal im Jahr nach Hause geschickt bekommt. Wenn die Karte abgelaufen ist, könnt ihr sie problemlos immer wieder verlängern.

Preise für die Wild Card (Stand 2021):

Einzelperson: 3420,00 Rand (ca. 194,00 Euro)

Paarkarte: 5345,00 Rand (ca. 302,00 Euro)

Familienkarte: 6395,00 Rand (ca. 362,00 Euro)

Fazit: Südafrikas Nationalparks atemberaubende Landschaften und einzigartige Tiererlebnisse

In unserer Liste findet ihr die, unserer Meinung nach, schönsten Nationalparks Südafrikas. Insgesamt gibt es 19. Mit unserer Auswahl haben wir euch einen ersten Überblick über die Vielfalt und unterschiedlichen Naturerlebnisse in Südafrika erstellt. Die großen Tiere Südafrikas mal in ihrer natürlichen Umgebung zu treffen, ist ein unbeschreibliches Erlebnis und sorgt für jede Menge Traffic auf eurem Insta-Account. Wenn ihr also wirklich was sehen wollt, von dem ihr euren Enkeln noch erzählt, solltet ihr schnell eure Koffer packen. Wamukelekile (Willkommen auf Zulu) in Südafrika!

Info: Ihr wollt mehr als die Parks von Südafrika erkunden? Wir hätten da noch ein paar Angebote, die nach Regionen sortiert sind, für euch.

 

 

 

 

Über Wolfgang Löffler

Andere Länder und Kulturen haben mich schon immer fasziniert. So habe ich nicht lange überlegt, als ich das Angebot bekam, auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten und mir nebenbei die Welt anzuschauen. Nachdem ich auf dem Schiff die Welt umrundet hatte, beschloss ich, mein Hobby Reisen zu meinem Beruf zu machen. Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Beiträgen zu vielen neuen Erlebnissen inspiriere.

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