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Utah Übersicht Reiseziele

Autorin: Christina Sitz

Der von den Mormonen gegründete trockene Staat mit einzigartiger Naturlandschaft hat im Norden einen riesigen Salzsee und im Osten alpine Berge.

Bryce Canyon

Einzigartige geologische Strukturen machen dieses natürliche Amphitheater aus rosa und weißen Kalksteinklippen zu einem magischen Ort. Durch Eis, Wasser und Wind haben sich hier die außergewöhnlichsten Gesteinssäulen gebildet, die man von den Wanderwegen aus betrachten kann. Entlang des Scenic Drive, einer wunderschönen Panoramastraße, reihen sich die besten Aussichtspunkte wie der Sunrise Point und der  Sunset Point. Bevor man hier loswandert, sollte man sich eingehend beim Besucherzentrum („Visitor Center“) informieren.

Monument Valley

Die wunderschöne Ebene auf dem Colorado-Plateau liegt im Reservat der Navajo Indianer. Sie diente schon oft als Filmkulisse wie z. B. für den Western „Spiel mir das Lied zum Tod“ und war nicht selten in Werbespots zu sehen. Neben den Sandsteinformationen sind hier auch die Steinzeichnungen und Häuser der Indianer zu bewundern. Zu empfehlen ist eine geführte Auto- oder Wandertour mit den Einheimischen. Auf diese Weise erfährt man nicht nur mehr über das Leben der Indianer, sondern bekommt neben dem Standard-Rundweg Scenic Drive auch Teile des Monument Valley zu sehen, zu denen einem normalerweise der Zutritt verwehrt wird. Hierbei ist zu beachten, dass den Indianern das Abfotografieren ihrer Häuser aus religiösen Gründen nicht recht ist. Besonders schön ist eine Tour zu Sonnaufgang oder Sonnuntergang, bei denen sich das Monument Valley in einer faszinierenden Farbenpracht zeigt.

Arches Nationalpark

Nördlich von Moab erreicht man eine Landschaft, in der eine große Anzahl von natürlichen Steinbögen („Arches“) aus rotem Sandstein, die allein durch Erosion entstanden sind. Bekannt ist vor allem der Delicate Arch (14 m). Eine Fahrt auf der Panoramastraße Arches Scenic Drive gewährt atemberaubende Aussichten auf die außergewöhnlichen und fantasieanregenden Felsformationen.

Moab

Das kleine Städtchen ist ein beliebter Ort für Aktivurlauber. Es gibt viele Radwege, Rafting- und Floßfahrten auf dem Fluss Colorado River und aufregende Jeep-Touren. Darüber hinaus sind von hier aus die Nationalparks Arches, Canyonlands und der Dead Horse Point State Park nicht weit entfernt.

Zion National Park

Neben den bekannten Zion Canyon und Kolob Canyon gibt es hier noch weitere rote Felsformationen mit teilweise engen Schluchten. Wanderungen führen durch Wüsten und dichte Wälder, an oder durch Flussläufe. Sehenswürdigkeiten sind der 1.763 m hohe Angel's Landing, der Tafelberg Checkerboard Mesa, die kleinen Wasserbecken Emerald Pools und der natürliche Steinbogen Kolob Arch. An der engsten Stelle des Flusses Virgin Rivers liegen die Canyons so eng beieinander, dass man mit beiden Armen gleichzeitig die gegenüberliegenden Felswände berühren kann. Durch diese Enge („The Narrows) kommt man nur, wenn man durch den Fluss wandert. Wem das zu gefährlich erscheint, der sollte sich lieber an die befestigten und leichteren Wanderwege des Parks oder an die Rundfahrten mit dem Shuttlebus halten.

Lake Powell

Im Grenzgebiet von Utah und Arizona wurde durch den betonierten Staudamm Glen Canyon dieser 300 km lange künstliche Stausee erschaffen. Herrlich ist die Überquerung des Sees mit einem Hausboot, das man hierfür anmieten kann. Auf dem Wasser geht es dann vorbei an den rötlich-braunen Steinformationen und an der größten natürliche Felsbrücke der Erde, die Regenbogenbrücke („Rainbow Bridge). Das Heiligtum der Navajo-Indianer hat eine Höhe von 88m und eine Spannbreite 82  m. Im Besucherzentrum erfährt man anhand von Schautafeln, Plastikmodellen und Filmen über die Geschichte des Betondammes. Von hier aus hat man dazu auch noch einen wunderbaren Ausblick.

Salt Lake City

Die Stadt am östlichen Ufer des Großen Salzsees mit ihren hohen Bergen ist das Zentrum der Mormonen bzw. der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (LDS). Die Stadt mit den zahlreichen Wintersportgebieten, die vor allem durch die Austragung der Olympischen Winterspiele 2002 bekannt geworden ist, ist weniger eine international ausgerichtete, sondern eine durch die hier ansässigen Mormonen stark geprägte Stadt. So ragt auch der hohe Salt Lake Tempel, der Tempel der Mormonen, über alle Gebäude. Diesen kann man als Nicht-Mormone zwar nicht betreten, dafür sind aber andere Gebäude am Tempel Square für Besucher zugänglich.

Salt Lake Tabernacle

Die Konzerthalle des Tabernacle-Chors hat die größte Orgel der Welt und eine ausgesprochen gute Akkustik. Hier und im nahe liegenden Conference Center kann man donnerstags von 20 bis 21.30 Uhr die Chorprobe und sonntags die im Rundfunk übertragenen Konzerte („Music and the Spoken Word.“) kostenlos anhören.

Joseph Smith Memorial Building

„This ist he Place“ ist der berühmte Ausspruch des Mormonenführer Brigham Young. Damit meinte er den perfekten Ort für die Mormonen, an dem kein anderer sein möchte, gefunden zu haben um hier frei von Verfolgung der Religionsausübung nachzukommen. Ihm gewidmet weist das Gebäude zahlreiche religiöse Symbole auf.

LDS Church Office Building

Von der Aussichtsplattform des Hauptsitzes der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat man den besten Blick auf die Stadt und die umliegende Bergwelt. LDS Church Office Building, 50 E. North Temple, www.lds.org