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Videomaut – wie geht das?

Kennt ihr das? Es ist der erste Ferientag, man fährt Richtung Süden und die Stimmung im Auto ist gut. Da taucht auf einmal eine Mautstation auf, das hektische Kramen nach Münzgeld beginnt, und die gute Laune bekommt einen kleinen Knacks. Wir verraten, wie ihr diese Urlaubsklippe umschiffen könnt:

Über die Straßennutzungsgebühren in Europa
Dass viele europäische Länder eine Straßenbenutzungsgebühr erheben, ist allseits bekannt. In Österreich beispielsweise gibt es seit 1997 die Autobahnvignette, auch als „Pickerl“ bekannt. Neben dieser zeitabhängigen Vignette, muss man in einigen Ländern für bestimmte Streckenabschnitte, Tunnel und Brücken zusätzlich eine Sondermaut zahlen. Das bedeutet gerade in den Ferien längere Wartezeiten an den Mautstationen.
Fährt man mit dem Auto durch Österreich nach Italien oder Kroatien, landet man irgendwann an der Mautstelle A13 Brennerautobahn oder A10 Tauernautobahn. Aber auch die A9 Phyrnautobahn (Verlängerung der A8) und die S16 Arlberg Schnellstraße sind streckenweise mautpflichtig.  Wer Zeit sparen will,  hat die Möglichkeit, für diese Abschnitte vor Reiseantritt ein Videomautticket zu erwerben. Auch andere europäische Länder bieten teilweise die Möglichkeit der elektronischen PKW Maut. Da hier jedoch jedes Land unterschiedlich verfährt, ist es ratsam vor Reiseantritt beim ADAC nach den Bedingungen zu fragen oder sich im Internet unter www.adac.de zu informieren.

Wie funktioniert die elektronische Mautbezahlung?
Ein Videomautticket ist kein „echtes“ Ticket. Beim Kauf wird einfach das Kfz-Kennzeichen erfasst und bei Einfahrt an der Mautstelle identifiziert. Wer per Kfz-Kennzeichen-Registrierung ein Videoticket erworben hat, kann an der Mautstelle eine extra eingerichtete Spur nutzen, die sich ganz links befindet. Somit hat man freie Fahrt und muss sich nicht an den mit Personal besetzten Mautstationen anstellen.Für die Videospur darf der PKW nicht breiter als zwei Meter sein. Motorräder, Wohnmobile und PKW mit Anhänger können zwar ebenfalls ein Videoticket erwerben, müssen allerdings die herkömmlichen Mautspuren nutzen. Ein Tipp zur Beruhigung: Sollte man versehentlich in die Videospur gelangt sein, oder ist das Nummernschild so stark verdreckt, dass es nicht gelesen werden kann, gibt es eine Ausfahrt kurz vor der Mautstation, die man als „Fluchtweg“ zur normalen Kassenspur nutzen kann.

Wie funktioniert Videomaut

Videomaut: Einfach schneller durchkommen

Wo kann man das Videomautticket kaufen?
Videomauttickets sind direkt in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich. Man kann sie auch telefonisch beim ADAC bestellen. Gegen Abbuchung und eine Versandpauschale von 1,50 Euro bekommt man sie dann zugeschickt. Online kann man das Ticket sogar bis zu 30 Minuten vor dem Passieren der Mautstelle kaufen, allerdings nur mit Kreditkarte.
Entscheidet man sich für einen Online-Kauf, wird man über die Webseite des ADAC auf die Webseite der Betreibergesellschaft ASFINAG weitergeleitet. Diese ist unter www.asfinag.at auch direkt zu erreichen. Nach Ausfüllen des Formulars hat man die Möglichkeit den Beleg direkt auszudrucken.

Die Vorteile der elektronischen PKW Maut
Der Erwerb eines Videotickets vor Reiseantritt ist auf jeden Fall empfehlenswert. Preislich unterscheidet es sich nicht von dem herkömmlichen Mautticket. Zudem hat das Ticket bis zu einem Jahr Gültigkeit – man muss sich also nicht auf einen Reisetag festlegen. Ein Videomautticket erspart zwar nicht grundsätzlich die Wartezeit an der Mautstation – jedoch ist die Schlange an der Videomautspur meist wesentlich kürzer als an den anderen Spuren. Zudem entfällt das Bereithalten von Kleingeld oder das Suchen nach dem Ticket. Allerdings lohnt sich der Kauf einer elektronischen Maut nur, wenn man wirklich die Videospur nutzen kann. Wohnmobile, Motorräder oder PKW mit Anhänger haben hier leider das Nachsehen.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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