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Urlaub mit Freunden: Nicht immer einfach

Urlaub mit Freunden

Urlaub mit Freunden: Frei und doch zusammen

Mit Freunden verreisen. Eine schöne Vorstellung. Gemeinsam kochen und gesellig tafeln, die Kinder spielen miteinander und außerdem teilt man sich die Kosten für die Naturstein-Villa, die man sich allein nicht leisten würde. Ein Urlaub mit Freunden kann schon bei der Vorbereitung Spaß bringen oder aber: nerven. Und nicht selten passiert es, dass man am Ende der geteilten Ferien ein paar Freunde aus seiner Telefonliste streicht. Hier ein paar Vorschläge wie man die Freundschaft im gemeinsamen Urlaub nicht aufs Spiel setzt.

„Die sind immer so nett. Erst neulich wieder beim Grillen – war das nicht lustig. Seine Art, Witze zu erzählen, einmalig!“ So könnte ein Ausgangsdialog zwischen Partnern ablaufen, wenn es um die nächste Urlaubsplanung geht. Und schneller als gedacht, sitzt man im gemeinsamen Boot Richtung Urlaub. So weit so gut. Doch schon beim ersten Restaurantbesuch entpuppt sich Sabine als etepetete. Und Thomas versucht, dem Kellner Fehler in der Rechnung nachzuweisen. Peinlich. Und das ist erst der Anfang der Mackenoffenbarungsshow.
Trotzdem: Deutsche reisen gern mit Freunden. Das ergab eine Studie des europäischen Instituts für Tourismus. Jeder dritte Deutsche verbringt seinen Urlaub mit Freunden oder Verwandten.

Hohe Erwartungen tiefer Fall
Das Thema Urlaub ist heikel und mit immens hohen Erwartungen besetzt. Immer wieder fällt das geflügelte Wort von „der schönsten Zeit des Jahres“, die dann auch die schönste Zeit des Jahres werden muss. Schließlich ackert man sich täglich ab, im Job, als Mutter oder Vater, als Teilnehmer der Informations- und Eventgesellschaft. Da muss Pause sein.
Aber Vorsicht: Hohe Erwartungen führen schnell zu Enttäuschungen, falsche Vorstellungen zur Unzufriedenheit.

Jeder hat eigene Bedürfnisse, weiß was er im Urlaub möchte und was ihm gut tut. Der eine mag es sportlich, der andere gediegen, der eine kocht gern, der andere lässt keinen Restaurant-Tipp sausen. Die einen mögen Remmidemmi, die anderen bevorzugen idyllische Ruhe. Der eine redet gern, der andere liest lieber. Die einen stört der Dreck nicht, die anderen schon. Die einen mögen lieber am Pool, die anderen lieber am Strand in der Sonne liegen.
Etwa so viele Menschen wie es gibt, so viele Urlaubsbedürfnisse gibt es. Was aber nicht heißt, dass sich das eine nicht mit dem anderen unter einen Hut bringen lässt.
Darum gilt die goldene Regel: Wer gemeinsame oder ähnliche Bedürfnisse und Interessen hat, reist mit den besten Voraussetzungen an. Und: Beste Freunde sind nicht zwingend die besseren Feriengesellen.
Aber: Je besser man sich kennt, desto unwahrscheinlicher, dass sich befremdliche Verhaltensweisen zu erkennen geben.

Urlaub mit Freunden

Zusammenhalt durch Absprachen

Vorher klären was gewünscht ist
Um schmerzhaften Reinfällen gar nicht erst eine Chance zu geben, helfen klare Absprachen und genaues Hinsehen, bevor der Zug abfährt. Zunächst sollte man sich persönlich folgende Fragen stellen:

  • Bin ich tolerant?
  • Bin ich bereit zu Kompromissen?
  • Möchte ich mit diesen Menschen tatsächlich viel Zeit verbringen?
  • Haben wir gemeinsame Interessen?

Seid bei Klärung dieser Fragen ehrlich. Lauten die Antworten überwiegend „Ja“ sind die Prognosen vielversprechend, dass ein Trip mit Freunden klappt, auch wenn sich die Bedürfnisse nicht zu 100 Prozent decken.

Für folgende Bereiche je nach Unterkunft und Urlaubsform solltet ihr Rahmenbedingungen schaffen:

  • Zeit: Wie viel Zeit verbringen wir gemeinsam, wie viel getrennt?
  • Raum: Wer hat wo seinen Bereich?
  • Essen: Bei Selbstverpflegung – wie organisieren wir das Einkaufen, Kochen, Geschirr spülen?
  • Geld: Wie teilen wir die Haushaltskasse auf?
  • Ordnung: Wer räumt wann was auf?
  • Ruhepausen: Gibt es welche? Wenn ja, von wann bis wann? (evtl. Mittagsschlaf kleinerer Kinder)

Sprecht offen über diese Themen. Falsche Zurückhaltung und unterdrückte Wünsche  provozieren erst recht Ärger – schließlich gab es Gelegenheit zur Vermeidung.
Wer Zeit dazu hat, kann bei einem gemeinsamen Wochenend-Kurzurlaub die Probe aufs Exempel machen.

Tipp: Häufiger Grund für Zwistigkeiten und Unverständnis ist das Geld. Beispielsweise wenn Schnäppchenjäger und Hedonist aufeinander treffen. Mit einem All-inclusive-Urlaub umschifft man diese Klippe. Wo man kaum Geld in die Hand nehmen muss, fällt der unterschiedliche Umgang mit Geld auch nicht auf.

Über Cornelia Scheffler

Ich schreibe über das Reisen, andere Länder, Orte und Kulturen. Ich teile tolle Erlebnisse mit Euch und plaudere manchmal aus dem 5vorflug-Nähkästchen.
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