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Sicher beim Wintersport

Jedes Kind, das den Winter kennt, kennt das Glücksgefühl, wenn die ersten Schneeflocken die Nasenspitze berühren. Wenn der Schnee über Wege, Straßen und Wiesen eine weiße Decke breitet. Wenn die Geräusche leiser werden und das Licht heller. Romantiker freuen sich über die weiße Pracht ebenso wie Sportler. Doch so schön der Winter auch ist, hat er an manchen Stellen seine Tücken und birgt Gefahren. Mit diesen Tipps wird er (hoffentlich) ein bißchen sicherer.

Fit for Sport
Keine Frage Alpinskifahren zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Winter. Schon 3-jährige sieht man in rasantem Tempo die Hänge hinabsausen. Snowboarder rauschen in wilden Performances Richtung Tal. Aber auch Rodler schnallen die Ausrüstung aufs Autodach und rollen Richtung schneebedeckter Berge. Egal ob Abfahrts- oder Langlauf, Snowboarden, Rodeln oder Schlittschuhlaufen, jede Wintersportart setzt Fitness und Gesundheit voraus. Begebt euch also nur dann in Wintersportgebiete, wenn ihr gesund und fit seid. Kalte Wintertage, angeschlagene Gesundheit und unzureichende Fitness verwandeln leichte Erkältungen schnell in hartnäckige Infekte und erhöhen außerdem das Verletzungsrisiko. Deshalb ratsam: das ganze Jahr über in Bewegung bleiben und den Körper bei Laune halten – mit Radfahren, Schwimmen, Inline-Skaten oder Joggen.

Sicher auf der Piste

Sicher auf der Piste

Der richtige Berg und die richtige Piste
Skiunfälle passieren oftmals an überfüllten Hängen – nicht selten verschuldet durch den riskanten Fahrstil einiger Skisportler. Außerdem ignorieren manche Skialpinisten die Wirkung von Alkohol und schauen beim Hüttn-Gaudi tiefer ins Bierglas als es ihrer Konzentration gut tut. Vermeidet rappelvolle Pisten! Womöglich ist ein Skiausflug in die Berge am Samstag entspannter, während viele andere noch mit Einkäufen und Erledigungen befasst sind. Wählt die Piste dem Können angemessen aus. Und ganz wichtig: Helme retten Leben und schützen vor schweren Verletzungen.

Schwierigkeitsgrade von Pisten in den Alpen:
Blau – leicht
Rot – mittel (nicht mehr als 40 Grad Längs- und Quergefälle)
Schwarz – schwer (mehr als 40 Grad Längs- und Quergefälle)
Zu den häufigen Verletzungen am Skiberg zählen Verletzungen der Gelenke, des Kopfes und Knochenbrüche.

Zwiebellook – die richtige Skikleidung und -ausrüstung
Zwiebellook lautet der „Fachbegriff“: Eine Lage atmungsaktiver Materialen nach der anderen – von der Unterwäsche bis zur Jacke. Sie schützen, wärmen, transportieren obendrein die Feuchtigkeit ab und lassen Luft durch. So könnte die perfekte Skiuniform aussehen:
1.    Funktionsunterwäsche (langärmeliges Unterhemd, lange Skiunterhose und Skistrümpfe; Synthetik-Baumwoll-Gemisch)
2.    Fleece-Rollkragen
3.    Wattierte, wasserdichte Skihose und Skijacke oder Skioverall (mit hoher Wassersäule, je höher die Wassersäule, desto dichter das Material – ein guter Wert ist eine 5.000 Millimeter Wassersäule)
4.    Passender Skistiefel, Skier und Bindung (Kontrollen ob alles passt übernehmen viele Sportgeschäfte)
5.    Mütze, Handschuhe, Windfang und Skibrille
6.    Evtl. Rückenprotektoren
7.    Helm! (85 Prozent aller schweren Verletzungen am Kopf können durch das Tragen eines Helms verhindert werden)
Wichtig auf dem Berg: Sonnencreme mit hohem UV-Schutz. In bergigen Höhen scheint die Sonne wesentlich stärker. Sonnenbrille einpacken (mit seitlichem Lichtschutz), der Schnee blendet und reflektiert das Sonnelicht.

Sicheres Skivergnügen

Tipps für sichere Abfahrten

Pistenregeln
Der Internationale Skiverband (FIS) hat folgende Pistenregeln herausgegeben – jeder Skifahrer ist verpflichtet, sie zu kennen und einzuhalten:
1. Fahrt rücksichtsvoll! (keinen anderen gefährden oder schädigen)
2. Beherrschen der Geschwindigkeit (Geschwindigkeit dem Können, den Wetter-, Umgebungs- und Schneeverhältnissen anpassen!)
3. Richtige Wahl der Fahrspur (Nicht absichtlich die Spuren anderer Fahrer kreuzen und Abstand halten!)
4. Überholen: überholt werden darf von oben und unten, von rechts und von links – allerdings mit genügend Abstand
5. Einfahren und Anfahren: (Wer von der Seite kommend in eine Piste hinein fährt, vergewissert sich, dass er ankommende und vorausfahrende Fahrer nicht gefährdet).
6. Anhalten: Nur an übersichtlichen und weniger frequentierten Abschnitten stoppen. Gestürzte Skifahrer müssen unübersichtliche und vielbefahrene Stellen sofort räumen.
7. Auf- und Abstieg: Skifahrer, die auf- oder absteigen (egal ob per Ski oder zu Fuß), müssen dazu den Rand der Piste nutzen.
8. Zeichen und Markierungen: Beachten Sie unbedingt Markierungen und Signale!
9. Hilfe: Helfen Sie in Not geratenen Skifahrern. Wer an einer Unfallstelle eintrifft, ist verpflichtet, den Rettungsdienst zu alarmieren.
10. Ausweispflicht: Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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