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Sloooooow-Food: Langsam Essen mit Genuss

Fisch schmeckt im Urlaub irgendwie frischer als Zuhause. Und der Espresso besser. Jedes Land hat seine kulinarischen Besonderheiten. Und die zu entdecken, macht Spaß. Wäre doch jammerschade, wenn alles überall gleich schmecken würde. Wer gerne gut isst und sich für regionale Spezialitäten interessiert, der sollte ein Slow-Food Restaurant besuchen. Hier lautet das Motto: Gut, sauber und fair. Und das schmeckt man.

Gut - sauber - fair: das sind die Kriterien für Slow Food Zutaten

Gut – sauber – fair: das sind die Kriterien für Slow Food Zutaten

Slow Food: Regionales Essen und Schnippeldiskos

Ausgerechnet der Fast Food Riese McDonalds war Ende der 80er Jahre ausschlaggebend für die Gründung von Slow Food. Der Italiener Carlo Petrini war entsetzt über die Tatsache, dass die Fast Food Kette eine Filiale an der Spanischen Treppe in Rom eröffnen wollte. Und so gründete er gemeinsam mit Gleichgesinnten Slow Food. Ihr Logo zeigt eine Weinbergschnecke – das Symbol für Langsamkeit. Wie es der Name schon sagt, geht es bei Slow Food um langsames, genussvolles und qualitativ hochwertiges Essen. Das Gegenteil von hastig hinuntergeschlungenem Fast Food also. Hinter Slow Food steht eine Philosophie, die immer mehr Anhänger findet. Alleine in Deutschland gibt es mittlerweile 13.000 Slow Food Fans. Sie schließen sich in sogenannten Convivien zusammen, testen Restaurants, suchen regionale Produzenten und organisieren Aktionen wie zum Beispiel die Schnippeldisko, wo Kinder Gemüse schnippeln und an gesundes Essen herangeführt werden.

Gut, sauber und fair: Die Slow-Food-Qualitätskriterien

Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair. Eigentlich ganz einfach. Das Essen soll gut sein. Das heißt, es soll gesund sein und schmecken. Sauber steht dafür, dass die Lebensmittel so hergestellt werden, dass die Umwelt nicht mehr als nötig belastet wird. Und fair heißt, dass niemand, der in der in der Produktionskette arbeitet, ausgebeutet werden soll.

Mit Liebe zubereitet schmeckt's doch gleich viel besser...

Mit Liebe zubereitet schmeckt’s doch gleich viel besser…

Für die Restaurants bedeutet das: Sie verwenden regionale Produkte, kochen saisonal und mit frischen Zutaten. Keine Geschmacksverstärker, keine Konserven. Auch das Preis-Leistungsverhältnis muss angemessen sein, so dass sich möglichst viele Menschen Slow Food Speisen leisten können.

Wo gibt es Slow Food Restaurants?

Das erste Slow Food Restaurant entstand im Piemont, in der kleinen Stadt Bra. Die L´Osteria del Boccondivino ist die Mutter aller Slow Food Restaurants. Kein Wunder, der Gründer Carlo Petrini kommt aus Bra. In Italien gibt es mittlerweile viele Restaurants, die bewusst kochen. Wer seinen nächsten Italien Urlaub geplant hat und sich für das Thema interessiert, wird sicher in nächster Umgebung seines Hotels fündig werden.

Slow Food Trend: in Italien findet man viele Anhänger

Slow Food Trend: in Italien findet man viele Anhänger

Und wie sieht es im Land des Fast Food aus? Auch in den USA setzt sich der Slow Food Trend immer stärker durch. Slow Food Restaurants gibt es in jeder Ecke des Landes: Das Craft Restaurant in New York, das Lula Café in Chicago oder der Ypress Room in Miami sind nur einige Beispiele von vielen.

Natürlich gibt es Slow Food auch in Deutschland. Von der bayerischen Wirtschaft bis hin zum Fischrestaurant an der Ostsee. Wer sich genauer informieren möchte, findet im Slow Food Genussführer 2015 die aktuellsten Informationen.

Und sogar in Chile findet sich ein Slow Food Restaurant: Das Landhaus San Sebastian in Pucon kocht chilenische regionale Spezialitäten.

Seid ihr Slow Food oder Fast Food Fans? Schreibt uns eure Meinung dazu. Wir freuen uns!

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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