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Mit dem Mietwagen im Ausland

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So gelingt die Urlaubsfahrt sicher

Ein Auto im Urlaub kann praktisch sein: Keine Wartezeiten beim Hotel-Transfer, flexibel Herumfahren können und spannende Orte entdecken – der Mietwagen macht´s möglich. Auf ein paar Dinge sollte man jedoch achten, wenn der Fahrspaß im Urlaubsland ungetrübt sein soll.

Fahrzeug-Check: Einfach Koffer einladen und los? Stopp! Erstmal solltet ihr das Mietauto genau unter die Lupe nehmen.
Bedienung: Lasst euch die Bedienung des Autos erklären, vor allem Beleuchtung und Gangschaltung. Auch interessant: Wie öffnet man die Motorhaube und den Tank?
Sicherheit: Funktionieren die Bremsen und die Beleuchtung, ist eine Warnblinkanlage vorhanden? Gibt es für alle Insassen funktionstüchtige Sicherheitsgurte?
Tanken: Ist der Wagen vollgetankt? Welcher Treibstoff muss getankt werden? Muss der Tank bei der Rückgabe voll sein?
Mängelliste: Überprüft das Auto auf bereits vorhandene Kratzer im Lack oder Blechschäden. Auch Risse in der Windschutzscheibe können zu größerem Ärger führen. Haltet die Mängel schriftlich fest und lasst sie vom Vermieter bestätigen. Und dann kann es losgehen!

Strafzettel und Co – was muss man beim Fahren im Ausland beachten? Man muss sich erstmal an das Fahrverhalten am Urlaubsort gewöhnen. Andere Länder – andere Fahrgewohnheiten. Wer sein Geld lieber in Mitbringsel als in Bußgelder investiert, sollte sich vorab über die Verkehrsregeln im Urlaubsland zu informieren.
Telefonieren mit dem Handy: Da es im Mietwagen keine Freisprechanlage gibt, sollte man im Urlaub während der Fahrt auf das Telefonieren verzichten – sonst droht ein Bußgeld. Ab 150 Euro zahlen Telefonsünder in Norwegen, Italien und den Niederlanden. Mindestens 200 Euro berechnet Spanien für die unerlaubte Nutzung eines Handys am Steuer. Spitzenreiter zurzeit ist Italien – hier zahlt man für ein Gespräch mit Handy am Ohr bis zu 600 Euro! Am günstigsten kommt man in Estland weg – die Behörden dort geben sich schon mit 15 Euro zufrieden. (Doch ganz ehrlich: Macht jemand Urlaub in Estland?)
Zu schnelles Fahren: Zu schnelles Fahren wird unterschiedlich gehandhabt – teuer ist es in jedem Fall: In Spanien wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h bis zu einem Höchstbetrag von 300 Euro geahndet. Mit bis zu 480 Euro für 20 km/h zu schnell ist Skandinavien unangefochtener Spitzenreiter auf der Liste.
Alkohol am Steuer: Auch wenn das Glas Wein oder Bier unter südlicher Sonne besser schmeckt als zuhause – fahren darf man selbstverständlich auch im Ausland nur (fast) nüchtern. In den meisten Urlaubsländern liegt die Promillegrenze, wie in Deutschland, bei 0,5. In Ungarn, Tschechien und der Slowakei gilt beispielsweise 0,0 und in Schweden sind 0,2 Promille die Obergrenze. Ausführliche Informationen gibt es beim ADAC.
Was tun bei einer Panne? Bei Beschädigungen oder Unfällen sollte man sofort die Polizei rufen. Verlangt von den Polizisten ein Unfallprotokol. Sollte jemand verletzt sein, sucht im Urlaubsland einen Arzt auf und lasst ein Attest ausstellen – viele ausländische Haftpflichtversicherer akzeptieren keine deutschen Atteste. Außerdem wichtig: Benachrichtigt bei Unfällen, Pannen und sonstigen Beschädigung sofort die Mietwagenfirma.

Weitere wichtige Informationen:
Die Zeiten, in denen ein Strafzettel im Ausland einfach in den Papierkorb wandern konnte, sind längst vorbei. EU-Bußgelder werden mittlerweile europaweit vollstreckt. Vermeidet Knöllchen – die Kosten können erheblich höher liegen als hierzulande. Auf jeden Fall kommen Bearbeitungsgebühren hinzu, die bis zu 50 Euro und mehr betragen können. In einigen Ländern besteht ein Mindestalter für den Fahrer. 21 Jahre muss man in der Regel alt sein. Darüber hinaus verlangen die Anbieter von Mietfahrzeugen in manchen Ländern auch, dass der Fahrer bereits einige Jahre im Besitz seines Führerscheins ist.
Bei Fahrten ins europäische Ausland ist kein internationaler Führerschein erforderlich. Wer viel mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, sollte sich den neuen Führerschein im Scheckkartenformat zu besorgen. Polizisten im Ausland können mit unseren alten rosafarbenen Führerscheinen oft nichts anfangen.  Einen Punkteeintrag im Flensburger Verkehrszentralregister gibt es für Verkehrsverstöße im Ausland nicht.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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