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Eine kleine Muschelkunde – der Schmuck unserer Strände

Eine kleine Muschelkunde

Der Schmuck unserer Strände

Wie sie da liegen: Weiß, beige, braun, bläulich, rötlich schimmernd. Klein, groß, mittel. Am Meeressaum oder Meeresgrund. Sie funkeln uns an und jede einzelne scheint zu flehen: Heb mich auf! Wir stecken sie in unsere Taschen, vergessen die Zeit und tragen ein Stück Meer mit uns herum.
Ist das jetzt eine Shellmuschel oder eine Zebramuschel? Keine Ahnung, lautet meist die Antwort. Wenn wir uns allerdings an den Schätzen unserer Gewässer bereichern, wäre es doch nur richtig, wir wüssten die Namen der Muscheln, die wir auflesen. Unser Überblick macht Sie zu kundigen Muschelsammlern.

Muscheln besiedeln Meere, Seen und Flüsse, leben im Grund, auf dem Grund oder mit dem Grund verwachsen. Einige können sich selbst fortbewegen, andere sind auf Strömungen angewiesen. Es gibt viele verschiedene Arten – die ältesten werden 100 Jahre. Muscheln ernähren sich von Schwebstoffen, die sie durch ihre Kiemen aus dem Wasser sieben. Muscheln bedeuten in der Regel sauberes Wasser.

Die Auster

Eine kleine Muschelkunde, die Auster

Die Auster

Gourmets schätzen ihren Geschmack, Juweliere ihre Perlen. Austern leben in allen Meeren der Erde – es gibt von ihnen zig Arten. Sie hängen meist an Felsen flacher Gezeitengewässer und ernähren sich von Plankton. Austern bewegen sich nicht eigenständig fort, frische Nahrung liefert die Meeresströmung. Das Essen kommt sozusagen vorbeigeschwommen.
Nicht jede Austernart ist genießbar und nicht jede Austernart birgt wertvolle Perlen. Diese Einschätzung sollte man vor allem beim Essen Fachkundigen überlassen.

Das typische Aussehen:

  • Grautöne, Grüntöne, Brauntöne
  • Grob zerfurcht
  • Schale: Dick, hart und scharfkantig

Die Miesmuschel

Die Miesmuschel, kleine Muschelkunde

Die Miesmuschel

Die Miesmuschel trifft man meist in großflächigen Anhäufungen – vor allem im Wattenmeer und an der Atlantikküste. Sie hängen regelrecht aneinander, überziehen Hafenpfähle und Kaymauern. Das Festhalten und Aneinanderkuscheln ermöglicht der sogenannte Byssufuß. Er dient auch der Fortbewegung. Miesmuschelschalen können bis zu 10 Zentimeter lang werden.

 


Das typische Aussehen:

  • Blautöne, Schwarztöne
  • Ovale Form, glatte Oberfläche
  • Schale: Weich


Die Jakobsmuschel

Kleine Muschelkunde, die Jakobsmuschel

Die Jakobsmuschel

Die Jakobsmuschel, auch Pilgermuschel genannt, gehört zur Gattung der Kammmuschel. Eine weitere Unterteilung gliedert in „Große Pilgermuschel“ und „Mittelmeer-Pilgermuschel“.
Die Große Pilgermuschel findet man an den nördlichen Küsten von Schottland und Irland, weiterhin in Richtung Süden entlang der Küsten von Westfrankreich, Nordspanien bis nach Südportugal.
Die Mittelmeer-Pilgermuschel lebt – wie der Name schon sagt – an den Küsten des Mittelmeeres. Bis zu 14 Zentimeter lang kann sie werden.
Man erkennt die Jakobsmuschel an ihrem Rippen-Gehäuse. Die Rippen verlaufen strahlenartig von innen nach außen. Jakobsmuscheln bewegen sich durch Auf- und Zuklappen ihrer Muschelschalen.
Besonderheit: für Gläubige ist die Jakobsmuschel ein christliches Symbol (benannt nach Jakobus, einem der 12 Apostel). Pilgerern auf dem Jakobsweg dient sie als Wegweiser und Erkennungsmerkmal.

Das typische Aussehen:

  • Weißtöne, Rottöne, Brauntöne
  • Form eines geöffneten Fächers
  • Breite strahlenartige Rillen
  • Schale: Hart

Die Meermandel

Kleine Muschelkunde, die Meermandel

Die Meermandel

Die Meermandel lebt eingegraben im Meeresboden – im Nordostatlantik von Norwegen bis Marokko, im Mittelmeer und an der Nordsee. Aber auch bei Madeira und den Kanarischen Inseln. Sie gehört zur Familie der Samtmuschel. Einzelne Arten können ein stattliches Alter von 100 Jahren erreichen und einen Umfang von bis zu neun Zentimetern.Ihr Gehäuse zeigt konzentrische, feine Streifen – das Gegenteil der Ausrichtung bei der Jakobsmuschel. Zwischen den Rillen verläuft ein gezacktes Muster, das an getigerte Katzen erinnert.

Das typische Aussehen:

  • Weißtöne, Brauntöne, Rottöne
  • Fast kreisrunde Form
  • Gezacktes Muster zwischen feinen konzentrischen Streifen
  • Schale: Hart

Die Herzmuschel

Die Herzmuschel, eine kleine Muschelkunde

Die Herzmuschel

Die Herzmuschel ist wohl diejenige, die wir am häufigsten antreffen. Sie ist auf der ganzen Welt verbreitet. Den schönen Namen verdankt sie ihrer Herz-Form. Die Schale ist gewölbt und zeigt die typischen rippenartigen Strahlen, unterbrochen von feineren konzentrischen Linien.
Die Herzmuschel lebt flach eingegraben im Meeresgrund – häufig in sandigem Boden und filtert Plankton aus dem Wasser. Eine herausragende Eigenschaft ist ihre Sprungfähigkeit – bis zu 50 Zentimeter schafft sie.
Fast alle Herzmuschel-Arten sind essbar.

Das typische Aussehen:

  • Weißtöne, Brauntöne, Gelbtöne
  • Herzform
  • Strahlenartige Rillen
  • Schale: Hart

Venusmuschel

Die Venusmuschel, kleine Muschelkunde

Die Venusmuschel

Die Venusmuschel bevorzugt warme Wasserbereiche. Sie kommt weltweit vor. Ihr Revier sind sandige und schlammige Böden, dort gräbt sie sich ein und filtert die Nahrung aus dem Wasser. Wir kennen die Venusmuschel aus dem Mittelmeer, dem Atlantik, von Nord- und Ostsee. Auf der Schale verlaufen konzentrische, grobe Rillen. Ihre durchschnittliche Größe ist fünf Zentimeter, große Venusmuscheln erreichen allerdings auch neun Zentimeter

 

Das typische Aussehen:

  • Brauntöne, Rottöne, Weißtöne
  • Dreiecksform mit abgerundeten Ecken
  • Konzentrische Streifen
  • Schale: Hart

 

Über Cornelia Scheffler

Ich schreibe über das Reisen, andere Länder, Orte und Kulturen. Ich teile tolle Erlebnisse mit Euch und plaudere manchmal aus dem 5vorflug-Nähkästchen.
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