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Der aktuelle ADAC Rastanlagen-Test: Autohöfe sind billiger

Dieses Jahr hat der ADAC mal wieder getestet – und zwar die Autohöfe und Raststätten an Deutschlands Autobahnen. 25.000 Kilometer legten die fleißigen Mitarbeiter zwischen Mitte März und Anfang April zu diesem Zweck zurück. Wie oft sie in dieser Zeit Schnitzel mit Pommes gegessen haben? Bestimmt häufig, denn insgesamt zwanzig Raststätten und ebenso viele Autohöfe haben sie sich vorgenommen und diese nach einer strengen Checkliste geprüft: Behinderten- und Familienfreundlichkeit, Preis-Leistungsverhältnis, Ausschilderung, Übersichtlichkeit und Sauberkeit.

Gewinner und Verlierer
Gewinner des Tests 2013 ist die Autobahn-Raststätte Börde Süd. Die Anlage an der A2 von Hannover nach Berlin ist eine „gepflegte, familienfreundliche Anlage mit sauberen Sanitäranlagen“, sagt der ADAC. Verloren hat der Autohof Plötzin an der Autobahn 10 in Brandenburg. Die Anlage sei weder familien- noch behindertengerecht. Auch die Sicherheit für Fußgänger auf dem Parkplatz ließ zu wünschen übrig. Als bester Autohof findet sich Lohfeldener Rüssel (A 7 Würzburg – Hannover) mit der Note „Gut“ auf dem dritten Platz. Die Raststätte Am Hockenheimring West (A 6 Mannheim – Heilbronn) platzierte sich mit einem „Mangelhaft“ auf dem drittletzten Platz.

ADAC Test 2013

Der Spielplatz Test

Der Vergleich Autohof und Raststätte
Die Raststätten schnitten im ADAC Test besser ab als die Autohöfe. Zehn von zwanzig wurden mit gut bewertet, während es bei den Autohöfen nur fünf von zwanzig waren. In punkto Verkehrsgestaltung, Familienfreundlichkeit und Hygiene haben die Raststätten die Nase vorne. In den Kategorien Außenanlage, Zugang und Preise hingegen haben die Autohöfe besser abgeschnitten.

Die Sauberkeit
„Ich muss aufs Klo“  – jeder der mit Kindern unterwegs ist, kennt das. Schon beginnt die fieberhafte Suche nach der nächsten Möglichkeit, rechts rauszufahren. Doch wie ist es um die Sauberkeit der sanitären Anlagen bestellt? Auch hier schnitten die Raststätten besser ab: Nur bei einem Drittel der geprüften Betriebe gab es Beanstandungen, bei den  Autohöfen gab es bei 44 Prozent was zu meckern. Die Keime lauern überall  – auf den Toilettesitzen, an den Türklinken und auch auf den Wickeltischen. Also: Desinfektionsspray einstecken und den Kindern einschärfen, so wenig wie möglich anzufassen.

Raststätten sind familienfreundlicher
In punkto Familienfreundlichkeit kann vor allem auf den Autohöfen noch viel getan werden. Drei Viertel bekamen ein „Mangelhaft“ oder „Sehr mangelhaft.“  Nur die Hälfte der Autohöfe bot einen Spielplatz im Außenbereich an. Oft fehlte es auch drinnen an spannenden Spielecken. Zudem gab es bei vielen Autohöfen keine Kindergerichte auf der Karte. Vielleicht liegt das bessere Abschneiden der Raststätten daran, dass sie schon von jeher für Reisende konzipiert wurden, während Autohöfe eher für Lastwagenfahrer gedacht waren?

Der große Pommes Test

Der große Pommes Test

Autohöfe sind günstiger
Doch einen Vorteil haben die Autohöfe: Sie sind günstiger, vor allem was das Essen betrifft. Beim Test-Einkauf im Autohof -Shop zahlten die ADAC-Prüfer im Schnitt zwanzig Prozent weniger als im Raststätten-Kiosk. Und auch im Gastronomie-Bereich stießen die Tester auf erstaunliche Preisunterschiede:  So variieren die Preise für einen Cappuccino zwischen 2,10 Euro im Autohof Schlüchern und 3,49 Euro in der Raststätte Michendorf Nord – immerhin ein Unterschied von fast 1,30 Euro. Und ein Schnitzel mit Pommes bekommt man für 6 Euro am Autohof Parsberg und für 12 Euro am Autohof Sangerhausen.

Und wie steht´s mit der Barrierefreiheit?
Über 40 Prozent der Anlagen sind nicht vollständig barrierefrei. Bei 28 Prozent, mehr Raststätten als Autohöfen, waren schwergängige Türen zu öffnen, bei 15 Prozent waren der Zugang nicht ebenerdig oder die Rampen zu steil. 35 Prozent der Behinderten-Toiletten waren weiter als 30 Meter vom Behinderten-Parkplatz entfernt, fast ein Viertel mehr als 50 Meter.

Das Fazit des ADAC: Das Niveau der Raststätten und Autohöfe ist im Vergleich zum letzten Test 2011 nach unten gerutscht. Kein einziges Mal konnten die Tester ein „Sehr gut“ vergeben. Nur 15 mal gab es ein „Gut“, 22 mal „Ausreichend“ und drei mal „Mangelhaft“. Es besteht überall und in allen Bereichen Nachbesserungsbedarf – damit das Anhalten auf einer langen Reise wieder mehr Spaß macht.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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