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Impfungen und medizinische Hinweise für Urlaub in Vietnam

Vor einer Reise nach Vietnam, sollte man sich von seinem Hausarzt bezüglich einer gut ausgestatteten Reiseapotheke und eventueller Schutzimpfungen beraten lassen. Auch die Tropeninstitute bieten eine ausführliche kostenlose Beratung bezüglich eventueller gesundheitlicher Risiken an. Es sollte vor einer Reise in Betracht gezogen werden, dass vor allem in den ländlichen Regionen Vietnams nicht immer eine optimale gesundheitliche Versorgung vorhanden ist. Auch bestimmte Medikamente sind nicht immer zu bekommen oder nur in einer anderen Zusammensetzung verfügbar. So ist ein guter Selbstschutz und eine vollständige Reiseapotheke unabdingbar.

Impfung vor einer Reise

Empfehlenswerte Impfungen für eine Reise durch Vietnam

Wer von Europa aus nach Vietnam reist, muss keine Impfungen nachweisen. Nur wer aus einem Gelbfiebergebiet nach Vietnam einreist, muss eine Gelbfieberimpfung haben und auch schriftlich nachweisen können.
Es gibt aber unabhängig davon einige Impfungen, die zu empfehlen sind.
Dazu gehören laut der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes  folgenden Standardimpfungen: 

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Mumps
  • Masern
  • Röteln (MMR)
  • Influenza
  • Pneumokokken

Außerdem ist eine Impfung gegen Hepatitis A und die saisonale Grippe nicht verkehrt.

Gerade bei einem Aufenthalt in den ländlicheren Gegenden Vietnams und bei engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung rät das Tropeninstitut zudem zu den folgenden Vorsorgeimpfungen: 

  • Typhus
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Japanische Enzephalitis
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Unabhängig von einer Reise nach Vietnam ist die Hepatitis A Impfung eine empfehlenswerte Impfung für all jene, die gerne Reisen. Die Viruserkrankung wird durch unreines Wasser oder auch Lebensmittel übertragen. Praktischer Weise kann man sich Hepatitis A mit Hepatitis B in einer Kombi-Impfung verabreichen lassen.

Hepatitis B kann durch verunreinigte Nadeln, Blutkonserven, offene Verletzungen und ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Auch Typhus ist eine Infektionskrankheit, die zum Tode führen kann. Die Krankheit wird durch das Bakterium Salmonella oral oder fäkal übertragen. Das bedeutet, dass man sich durch verunreinigtes Wasser und Essen mit Thypus anstecken kann. Gerade in ärmeren Ländern kann dies passieren, so dass zu einer Thypusimpfung Reisenden immer wieder geraten wird.

Auch die Hirnhautentzündung Meningitis kann zum Tode führen. Eine gute ärztliche Behandlung ist absolut notwendig, um den Verlauf der Krankheit zu stoppen.

Zu einer Impfung gegen die zwar selten auftretende Krankheit Japanische Enzephalitis wird von vielen Ärzten geraten, da auch diese Krankheit tödlich verlaufen kann. Vor allem in ländlicheren Gegenden und während der Monsunzeit besteht die Gefahr einer Ansteckung.

In vielen asiatischen Ländern wurden in den letzten Jahren immer mehr Infektionen mit Tollwut gemeldet, so auch in Vietnam. Die Krankheit wird durch den Kontakt mit Tieren übertragen. Wenn man sich infiziert hat, muss sofort gehandelt werden, ansonsten verläuft die Krankheit tödlich. Da es sehr schwierig werden kann, innerhalb von wenigen Stunden, die richtige medizinische Versorgung zu bekommen, sollte jeder Reisende durch Asien, diese Impfung in Betracht ziehen. 

Gelbfieberimpfung – Wann genau braucht man diese Impfung?

Nur wer aus einem Gelbfiebergebiet nach Vietnam einreist, muss eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Das bedeutet, jeder, der während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Vietnam in einem der Gelbfieber-Endemiegebiete sich aufgehalten hat, muss eventuell bei der Einreise eine gültige Impfbescheinigung nachweisen. Zu den Gebieten zählen die folgenden Länder: Angola, Äquatorialguinea, Argentinien, Äthiopien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Ecuador, Elfenbeinküste, Französisch Guayana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Kongo, Rep. Kongo, Dem. Rep., Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Suriname, Togo , Trinidad & Tobago, Tschad, Uganda, Venezuela, Zentralafrikanische Republik.

Krankheiten, die auftreten könnten

Wer durch Vietnam reist, sollte sich vor allem gegen Mücken schützen, da diese verschiedene schwerwiegende Krankheiten übertragen können. Dazu eignen sich spezielle Mückensprays und helle, lange körperbedeckende Kleidung. Aber auch Imprägniersprays sind auf dem Markt erhältlich, mit denen man die Kleidung behandeln kann, so dass die Mücken nicht stechen. Für die Nacht sind Mückennetze ein effektiver Schutz, auch diese können vor dem Urlaub imprägniert werden, damit sie einen noch besseren Schutz bieten.

Zu den von Mücken übertragende Krankheit zählt die Zika-Virus-Infektion. Erkrankungen wurden in den letzten 40 Jahren immer wieder gemeldet. Die Krankheit hat einen ähnlichen Verlauf wie bei einem Dengue Fieber und kann vor allem für schwangere Frauen eine Gefahr für das Kind bedeuten. Es gibt bis heute keine effektive Impfung oder Therapie, so ist ein Schutz vor Mücken, die einzige effektive Lösung. 

Auch das Dengue Fieber tritt in Asien häufiger auf. Vor allem in städtischen Gebieten und nach den Monsunzeiten wurden immer wieder verstärkt Krankheitsfälle gemeldet. Auch bei dieser Krankheit gibt es keine Impfung oder wirksame Therapie. 

Teile Vietnams gehören auch zu den Malaria Gebieten. Die größeren Städte wie Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi mitsamt der Halong Bucht gelten als malariafrei. Ein mittleres bzw. geringes Risiko einer Infektion besteht vor allem in der Regenzeit im zentralen Hochland und im Hinterland. Aber auch in den Küstengebieten und im Mekong-Delta ist eine Infektion eventuell möglich. Auch Malaria wird durch Mücken übertragen, in diesem Fall die Anopheles-Mücken. Die gefährliche Malaria tropica verläuft gerade bei nicht-immunen Europäern sehr oft tödlich. Wenn Fieber während oder nach dem Aufenthalt in Vietnam auftritt, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Neben dem allgemeinen Schutz vor Mücken kann man auch eine Notfall-Selbsttherapie in Form von Medikamenten in der Reiseapotheke mitführen. 

Ein großes Problem in Vietnam ist auch HIV bzw. AIDS. Die Krankheit kann durch sexuellen Kontakt, unsauberen Spritzen und Kanülen, bei Bluttransfusion oder auch durch den Kontakt von infiziertem Blut mit offenen Wunden übertragen werden. So wird stets dazu geraten, bei sexuellem Kontakt Kondome zu benutzen. 

Einige Reisende bekommen auch bei einem Aufenthalt in Vietnam Durchfallerkrankungen. Dies kann oftmals auf unreine Nahrung zurückgeführt werden. So wird von ärztlicher Seite empfohlen, nur Wasser aus versiegelten Flaschen zu trinken und die Hände vom
Leitungswasser zu lassen. Gerade beim Zähneputzen missachten viele diese Regel. Auch Eiswürfel sollte man vermeiden. Wenn man Essen geht oder sich selbst verpflegt, kann man darauf achten, dass keine Fliegen am Essen sind. Zudem kann die eigene Hygiene ein guter Schutz vor Durchfallerkrankungen sein. Häufiges Händewaschen und Desinfizieren ist zum Beispiel eine effektive Maßnahme. 

Alle Angaben oder Gewähr.
Genauere Angaben findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes

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