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China für Anfänger

Ein paar Berührungsängste stellen sich ein in Anbetracht der anderen Kultur, auch wenn man hierzulande schon öfter Chinesisch essen war. Achtbar ist auch die Größe des Landes, seine Vielgestaltigkeit und die Milliarden Menschen die dort leben. Das Reich der Mitte empfängt seine Besucher mit großem natürlichen und kulturellen Reichtum. Trotzdem ist ein Reiseplan kein schlechter Plan, um sich zurechtzufinden. 10 Tipps für China.

Verbotene Stadt in Peking

Zutritt gestattet: Verbotene Stadt

Peking
Die Hauptstadt ist wirtschaftliche und kulturelle Mitte Chinas – Konzentrat der chinesischen Lebensart. Den Menschen bei ihren täglichen Erledigungen zuzusehen, erweitert den Blick beträchtlich neben dem Besuch der bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Tiananmen Platz (Platz des himmlischen Friedens), der verbotenen Stadt mit dem ehemaligen Kaiserpalast, dem Himmelstempel, dem Konfuziustempel oder dem Markt in der Altstadt. In der verbotenen Stadt regierten die Kaiser der Ming und der Qing Dynastien – dem einfachen Volk war das Betreten verboten, daher der Name. Ein Höhepunkt Pekings ist mit Sicherheit der Abschnitt der Chinesischen Mauer, der nahe der Stadt verläuft – ihre Gesamtlänge erreicht fast 9000 Kilometer.

Chengde Sommerresidenz der Kaiser

Gebirgsfrische: Sommerresidenz der Kaiser

Chengde
Circa 230 Kilometer nordöstlich von Peking liegt die Sommerresidenz der Kaiser der Qing Dynastie aus dem 18. Jahrhundert. Ein Erholungsort mitten in den Bergen – mit großen bewaldeten Parks, Seen, Pagoden und dem Palast. Er überzeugt vor allem durch seine Schlichtheit. Außerhalb des Parks beeindrucken acht Tempel ganz unterschiedlicher Architektur-Stile, die auffälligsten unter ihnen glänzen im tibetischen Stil. Eine Botschaft an die Tibeter: China ist nun eure Heimat. Der Ort und die Tempel stehen seit 1994 auf der Liste zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Chinesische Mauer

Die große Mauer: Fast 9000 Kilometer lang

Die große Mauer
Die Chinesische Mauer, auch große Mauer genannt, ist das größte Bauwerk der Welt. Über tausende Kilometer hinweg schlängelt sie sich steil bergauf und fällt ins nächste Tal hinab, durch karge, wilde Landschaft, durch Steppe und Wüste – über drei Klimazonen und fünf Provinzen, vom Jiayuguan-Pass in der Wüste Gobi bis zum Shanghaiguan-Pass an der Ostküste.
Eine steinerne Linie, die kleiner und kleiner wird, bevor sie sich in der Weite verläuft – an manchen Stellen so zerstört, dass man kaum noch etwas von ihr erkennt.  Die Anfänge des Grenzwalls zum Schutz des Kaiserreiches vor den nomadischen Truppen aus dem Norden reichen zurück bis 200 v. Chr. – das Ende des monumentalen Baus schreibt man im 17. Jahrhundert. Aktuelle Messungen ergaben eine Länge von fast 9000 Kilometern.  Der Bau gestaltete sich häppchenweise. So unterscheiden sich die Abschnitte regional voneinander – man verbaute die Materialien, die man vor Ort  fand.
Seit 1987 ist die Chinesische Mauer UNESCO Weltkulturerbe.

Datong

Yungang-Grotten: Riesige Buddhas aus Sandstein

Datong
Datong liegt circa 300 Kilometer westlich von Peking. Die Yungang-Grotten in Datong markieren die frühe Periode des chinesischen Buddhismus. Die Herrscher der Wei-Dynastie (5. Jh.) sahen in der Einführung des friedlichen Buddhismus eine Möglichkeit, das Volk gefügig zu machen. Sie ließen massive Statuen in Sandstein hauen und lieferten damit Zeugnis der großartigen Steinmetzkunst dieser Zeit. Seit 2001 stehen die Grotten auf der Liste zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das hängende Kloster – Xuang Kong Si – befindet sich etwas außerhalb von Datong. Die filigranen Holzbauten kleben wie Nester an der Felswand – auch sie entstanden während der Wei-Dynastie und waren eine Bleibe für Pilger. In ihnen vereinigen sich die drei Religionen Taoismus, Buddhismus und Laoismus.

Xi'an, China

Beeindruckende Terrakotta-Armee

Xi’an
Die Attraktion der ehemaligen Hauptstadt der Qin-Dynastie und ersten Hauptstadt des Kaiserreiches ist die Terrakotta-Armee. Erst 1974 entdeckt, gelten die überlebensgroßen Figuren als archäologische Sensation. Der Kaiser und Gründer der Qin-Dynastie ließ sie als Beschützer einer riesigen Grabkammer errichten. Ausgegraben wurden bisher 3000 Figuren, vermutet werden weitere 5000 unter der Erde.

China, Tai San Berg

Tempel auf dem Tai Shan

Tai Shan
Der Tai Shan zählt zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus und ist ihr prominentester. Im chinesischen Weltbild markierte der Tai Shan die östliche Ecke des Reiches der Mitte. Er diente über die letzten 3000 Jahre als Kultstätte. Nach oben gelangt man zu Fuß über eine 9 Kilometer lange Treppe oder mit der Seilbahn.
Seit 1987 ist der Berg Weltkulturerbe der UNESCO.

Shanghai, China

Shanghai: Stadt auf der Überholspur

Shanghai
Die Industriestadt im Osten Chinas zählt zu den sich am schnellsten entwickelnden Städten der Erde. Ihr Hafen ist der größte Containerhafen der Welt. Je rasanter sich die Stadt entwickelt, desto größer die Unterschiede kultureller und technischer Errungenschaften. So existieren hochmoderne Wolkenkratzer neben Fahrradhändlern. Was heute modern ist, ist morgen überholt.
Zu den Highlights der Stadt zählen die Uferpromenade des Huangpu-Flusses mit Blick auf die stattliche Skyline, das Wirtschaftszentrum Pudong, der Jinmao Tower mit seiner Aussichtsplattform in der 88. Etage, der Yu Garten – ein grüner Fleck mitten in der Stadt und herausragendes Beispiel chinesischer Gartenbaukunst, die Einkaufsmeile Nanjing Road (Fußgängerzone), das ehemalige französische Viertel mit seinen Cafés, Bars und Kneipen und das Künstlerviertel Tianzifang.

Hangzhou, China

Hangzhou: Pagode im UNESCO geschützten Westsee

Hangzhou
In der Stadt im Osten Chinas leben 8 Millionen Menschen. Marco Polo bezeichnete sie im 13. Jahrhundert als die schönste der Welt. Hangzhou ist bekannt für seine Seidenproduktion und den Seidenmarkt. Einen Überblick zur Geschichte und Herstellung liefert das Seidenmuseum – es ist eines der größten des Landes.
Auf der UNESCO-Liste steht der 500 Hektar große Westsee – im See befinden sich drei kleine Pagoden.
Auf den Teeplantagen Hangzhous gedeiht der berühmteste chinesische Grüntee – der Drachentee.

Huang Shan, China

Huang Shan-Gebirge: Wildromantische Kulisse

Huang Shan
Das Gebirge im Süden Chinas hüllt sich häufig in Nebel. Wohl auch deshalb setzen sich viele Maler zu Füßen der 72 Gipfel und zeichnen den Tanz von Luft und Gestein. Die zackigen Formen der steilen Felsen erlauben viel Fantasie. An ihren Rändern krallen sich windschiefe Kiefern fest, scharf im Blick kreisender Raubvögel.
Huang Shan steht auf der UNESCO-Liste als Weltnaturerbe und ist ein beliebtes Wandergebiet. Gut erschlossene Wege, meist als Betontreppen, führen auf die verschiedenen Gipfel. Wer nicht laufen möchte, fährt mit der Seilbahn oder lässt sich traditionell auf einer Sänfte nach oben tragen.

Lust, das Land der Mitte einmal selbst zu erkunden? Weitere Informationen und günstige Reiseangebote findet Ihr hier.

Über Cornelia Scheffler

Ich schreibe über das Reisen, andere Länder, Orte und Kulturen. Ich teile tolle Erlebnisse mit Euch und plaudere manchmal aus dem 5vorflug-Nähkästchen.
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