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Eine kleine Florida Rundreise

Wer denkt, in Florida herrscht nur das organisierte Vergnügen, der irrt sich. Natürlich sind die Freizeitparks, gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, ein wichtiger Bestandteil der Reise. Der „Sunshine-State“ bietet jedoch viel mehr: Natur pur in den Everglades, buntes Stadtleben in Miami und schöne Strände am Golf von Mexiko.

Walt Disney World – zu Besuch bei Mickey Maus & Co.
Viele Florida-Reisen beginnen in Orlando. Nach einem etwa zehnstündigen Flug von Deutschland aus landet man in der „Touristen-Hauptstadt der USA“. Orlando ist vor allem als Vergnügungshochburg bekannt. Über 50 Parks sorgen dafür, dass die Besucher sich hier kräftig amüsieren. Die meisten von ihnen zieht es nach „Walt Disney World“, dem Klassiker unter den Vergnügungsparks. Das Resort ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Diese sind so groß, dass man es auf keinen Fall schafft alle an einem Tag anzuschauen. Am besten ihr entscheidet euch für einen oder maximal zwei Bereiche.
Magic Kingdom: Das Aschenputtelschloss Cinderella Castle ist das Wahrzeichen dieses 1971 eröffneten Themenparks. Auf Grund der zahlreichen Fahrgeschäfte herrscht hier immer ein großer Besucherandrang. Täglich findet die „Disney Dream come true parade“ statt und am Abend gibt es ein Feuerwerk. Überlebensgroße Disneyfiguren laufen durch die Straßen und stehen gerne für ein Erinnerungsfoto bereit. Ein Tipp: Wer in der Vorweihnachtszeit dort ist, sollte sich unbedingt die  „Christmas Parade“ anschauen. Herrlich amerikanisch kitschig! EPCOT – „Experimentelle Prototyp Gemeinschaft von morgen“ nennt sich dieser Themenpark. Doch was verbirgt sich hinter diesem bescheidenen Namen? Epcot ist in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen ist da die „Future World“, wo man sich mit technologischen Innovationen beschäftigt, und zum anderen gibt es „World Showcase“. Hier findet der Besucher elf Pavillons von den elf Nationen Mexiko, Norwegen, China, Deutschland, Italien, USA, Japan, Marokko, Frankreich, Großbritannien und Kanada. In diesen Pavillions befinden sich Restaurants und Geschäfte, die landestypisches Essen und regionale Produkte anbieten. Die Disney Hollywood Studios widmen sich dem Thema Film und Fernsehen. Wahrzeichen ist ein überdimensionaler Mickey-Maus-Zauber-Hut, bekannt aus dem Film „Fantasia“. Auch hier wird es auf keinen Fall langweilig, dafür sorgen viele Shows und Attraktionen. Wer Glück hat, kann sogar dabei sein, wenn ein echter Hollywood Film gedreht wird! Disneys Animal Kingdom ist eine Mischung aus Zoo und Freizeitpark. Wann hat man sonst schon mal die Möglichkeit mit der Achterbahn durch den nachgebildeten Himalaya zu fahren und anschließend auf Safari zu gehen? Allerdings sollte man auch hier wieder längere Wartezeiten an den Fahrgeschäften einplanen. Ein Ausflug ins Walt Disney Resort hat seinen Preis. Je nachdem welche Themenparks ihr besuchen wollt reicht die Spanne von 89 Dollar pro Tag und Park für einen Erwachsenen bis hin zu 318 Dollar für einen zehn-Tages-Pass. Am besten informiert ihr euch in Deutschland, das erspart auch lästiges Anstehen an der Kasse vor Ort.

Strände bei St. Peterburg

wunderschöner Strand bei St. Petersburg

Die Strände von St. Petersburg
Nach soviel Vergnügungspark-Action sollte man sich ein paar erholsame Tage am Strand gönnen. Nur knapp zwei Stunden von Orlando entfernt, an der Westküste, liegt St. Petersburg Clearwater. Hier, am Golf von Mexiko, findet man die schönsten Strände Floridas. 2008 hat der in den USA bekannte Strandtester Stephen Leatherman einige Strände in dieser Region sogar in die Top 10 Liste der schönsten Strände aufgenommen. Es gibt lange einsame Strandabschnitte, aber auch Sportmöglichkeiten und natürlich wunderschöne Hotels. Kein Wunder, dass St. Petersburg zu den beliebtesten Reisezielen an der Westküste Floridas zählt. Wer für ein paar Stunden ein Gegenprogramm zu Strand und Vergnügen braucht, dem sei ein Abstecher ins Dali Museum empfohlen. Es ist das erste Museum, das sich ausschließlich den Werken des spanischen Malers Salvador Dalí widmet und beherbergt zahlreiche Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen des Künstlers.

Die Everglades in Florida

Mit dem Airboat durch die Sümpfe

Der Everglades-Nationalpark
Die Everglades liegen im Süden Floridas. Sie reichen vom Lake Okeechobee im Norden bis an die äußerste Südspitze der Florida-Halbinsel. „Grasfluss“ werden sie auch genannt, obwohl dieser Fluss auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen ist, da er nur selten als offene Wasserfläche zutage tritt. Seit 1979 gehören die Everglades zum Weltkulturerbe der UNESCO. Umweltverschmutzung und Zerstörung durch Hurricanes macht ihnen jedoch zu schaffen, so dass sie seit Mitte 2010 auf der roten Liste des gefährdeten Welterbes geführt werden. Im südlichen Teil der Everglades befindet sich der Nationalpark – eine beeindruckende Sumpflandschaft! Wer den Nationalpark besucht, sollte allerdings keine Angst vor Krokodilen oder Alligatoren haben. Denn die gibt es in dem 6000 Quadratkilometer großen Park zahlreich, ebenso wie Kormorane, Reiher, große Fische und Schildkröten. Auf speziell angelegten Wegen kann man durch den Park laufen und die Tiere beobachten. Spannend ist auch eine Fahrt mit dem Airboat. Dieses als Ausflugsschiff umfunktionierte Propellerboot schippert die Touristen durch die Sümpfe. Wer lärmempfindlich ist, sollte auf die an der Kasse erhältlichen Ohrstöpsel zurückgreifen, denn so eine Fahrt ist nichts für sensible Ohren. Die Boote starten mehrmals am Tag. Eine Fahrt kostet in etwa 23 Dollar für Erwachsene und um die 10 Dollar für Kinder von 5 bis 11 Jahren.

Südlichster Punkt der USA – die Florida Keys
Die Florida Keys sind eine Inselgruppe ganz im Süden der USA, die sich in den Golf von Mexiko erstreckt. Die größeren Inseln erreicht man über die 42 Brücken des Overseas Highway, der einzigen Verbindung zwischen den Inseln und dem Festland. Die Fahrt selber ist schon ein absolutes Highlight, denn der Highway schwebt praktisch über dem türkisblauen Meer. Viele Haltemöglichkeiten laden dazu ein, auszusteigen und Erinnerungsfotos zu machen.
Rein geographisch gesehen, liegt Key West näher an Kuba als an Miami. Deswegen ist hier auch der südlichste Punkt der USA, der Southernmost Point. Von dort aus sind es nur noch ca. 145 Kilometer nach Kuba. Aufgrund des subtropischen Klimas säumen Palmen die Straßen, es gibt tolle Sandstrände und kristallklares Wasser. Doch man sollte nicht nur für einen Badeurlaub hierherkommen, denn die Stadt hat viel zu bieten. Sie ist bekannt für ihre Offenheit und Toleranz. Das wußten und wissen auch viele Künstler und Freidenker zu schätzen. Einer von ihnen war Ernest Hemingway, der sich von 1928 an für einige Jahre hier niederließ. Sein Wohnhaus ist heute zu einem Museum umgebaut und lohnt eine Besichtigung. Genau wie seine Stammkneipe „Sloppy Joes“. Diese Bar ist so berühmt, dass sie 2006 sogar in das US-National Register of Historic Places (Nationales Verzeichnis der Historischen Stätten) eingetragen wurde. Sie liegt an der Touristen Hauptstraße, der Duval Street, Mittelpunkt für Shopping, Nightlife und Unterhaltung. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der nahegelegene Leuchtturm sowie das „Shipwreck HISTOREUM®“ am Mallory Square. Hier werden die Zeiten der Wrackplünderer wieder lebendig. Ein Besuch dieses Museums lohnt allein schon wegen seiner Aussichtsplattform, von der man einen tollen Blick über die Altstadt mit ihren schönen Häusern und Villen im viktorianischen Baustil hat. Auch eine Begehung des Hafens macht Spaß. Man kann herumschlendern oder einen der zahlreich angebotenen Ausflüge buchen. Eine Fahrt mit dem Glasbodenboot, eine Schnorcheltour oder Delphin watching – nichts ist unmöglich. Um alles genießen zu können, sollte man unbedingt ein paar Tage für dieses charmante Städtchen einplanen.

Art Deco Viertel Miami

Bonbonfarbenes Miami

Miami – trendig und bunt
Ewig strahlende Sonne, endlose weiße Strände, braun gebrannte Menschen auf Inline-Skates. So kennt man Miami aus dem Fernsehen. Das alles gibt es dort auch in Wirklichkeit, und zwar am Ocean Drive im Art Deco Viertel. Hier stehen auch die bonbonfarbenen Häuser, die Miami so berühmt gemacht haben.
Einen reizvollen Gegensatz zu diesem Art Deco Stil der 20er und 30er Jahre bilden die Wolkenkratzer in Downtown Miami. Der bekannteste Skyscraper von Miami ist der Tower der Bank of America. Das höchste Gebäude mit 233 Metern ist das Bankgebäude Wachovia Financial Center. Mit dem kostenlosen Metromover, einer Art Straßenbahn, kann man sich auf verschiedenen Routen einen guten Überblick über Downtown und die Wolkenkratzer verschaffen.
Miami ist auch die Ersatzheimat von vielen Kubanern, seit 1960 die große Flucht aus Kuba einsetzte. Viele von ihnen leben in Little Havanna, einem Viertel, in dem man sich wirklich ein bißchen wie auf Kuba fühlt. Die Atmosphäre ist lebhaft, es finden vielfältige kulturelle Aktivitäten statt und überall sind spanische Wortfetzen zu hören.
„Ach du fährst nach Amerika? Bringst du das und das und das mit?“ Meistens fährt man mit einer umfangreichen Shoppingliste in die USA. Diese lässt sich wunderbar auf der Shoppingmeile Bayside Marketplace abarbeiten. Das Besondere ist, dass sich diese Mall überwiegend im Freien befindet. Im nahegelegenen Hafen kann man Schiffsrundfahrten buchen, die zu den Millionärsvillen auf Fisher Island führen. So hat man die Möglichkeit, Miamis beeindruckende Skyline vom Wasser aus zu betrachten. Wer dann hungrig wieder an Land kommt kann einen Abstecher in das berühmte Hard Rock Cafe machen.
Im Miami Seaquarium begegnen Besucher Delphinen, Seelöwen, Meeresschildkröten und Manatees. Was mutigen  Menschen jedoch noch mehr gefallen dürfte: die „Dolphin Interaction Programs“.  Wer schon immer mal mit DElfinen schwimmen wollte, kann das hier tun – beim „Dolphin Encounter“.

Cap Canaveral und Kennedy Space Center
Fährt man die Ostküste weiter nach Norden, erreicht man nach nur 45 Minuten ein weiteres Highlight. Der Weltraumbahnhof Cap Canaveral und das dazugehörige Besucherzentrum Kennedy Space Center stehen zur Besichtigung bereit. Hier kann man live erleben, was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.
Das Space Center besteht aus fünf Hauptteilen. Dazu gehören das Verwaltungsgebäude „KSC Industrial  Area“, die Startrampen, die über 4,5 km lange Landebahn für die Shuttles, der eigentliche Startkomplex  und das Besucherzentrum. Da man nicht einfach überall herumlaufen darf, leiten Bus-Touren die Besucher über das Gelände. Sie starten alle fünfzehn Minuten am Visitor Center. Die Dauer der Besichtigungsrundfahrten beträgt in etwa zwei Stunden, mit Stopps am Observationsdeck und dem Apollo/Saturn 5 Center. Hier hat man Gelegenheit, die Abschussrampen und Werkshallen anzusehen, in denen die Shuttles zusammengebaut und mit der Trägerrakete verbunden werden.
Astronauten in spe können dann bei einer Simulatorfahrt ihr Können unter Beweis stellen. Wer es gemütlicher mag, schaut sich einen IMAX Weltraumfilm an oder kauft ein bißchen Astronautenessen als Mitbringsel im Museumsshop.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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