Top Themen
Startseite / 5vorFlug Reisewelt / Lanzarote: Die Feuerstelle

Lanzarote: Die Feuerstelle

Timanfaya Nationapark

Timanfaya Nationalpark

Schwarze Sandstrände, umspült von den Wellen des Atlantischen Ozeans. Lanzarote ist besonders – nicht nur ihrer ausgeprägten Vulkanlandschaft wegen. Der Tourismus hat hier noch nicht allzu umfassend zugepackt, auch dank des Künstlers Cesar Manrique. Kommt mit nach Lanzarote.

Lanzarote ist eine Vulkaninsel. Sie ist von allen Kanarischen Inseln diejenige, die ihren vulkanischen Ursprung am wenigsten leugnen kann. Spitze Vulkankegel und karge Flächen beschreiben das Inselrelief. Schwarzer bis goldener Sand bedeckt die Strände. Lanzarote ist die erste Insel, die von der UNESCO vollständig zum Biosphärenreservat erklärt wurde.
Doch nicht nur die Natur, auch Menschen drücken Landschaften ihren ganz persönlichen Stempel auf. So wie beispielsweise der Künstler Cesar Manrique. Ihm verdankt Lanzarote neben etlichen Kunstwerken den Umstand, dass Häuser nicht über drei Stockwerke hoch und nur im landestypischen Stil gebaut werden dürfen.

Man kann im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter nach Lanzarote reisen und findet fast immer Sonnenschein und mildes Klima vor. Als Ganzjahresreiseziel sind die Kanarischen Inseln und damit auch die Insel Lanzarote perfekt. Der Flug dauert von Deutschland aus nur etwa 4 Stunden.
Im Hochsommer erreichen die Temperaturen durchschnittlich 25 Grad, im Winter 17 Grad.

Die beliebtesten und bekanntesten Ferienregionen auf Lanzarote heißen: Playa Blanca (Süden), Puerto del Carmen (Süden) und Costa Teguise (Osten).

Lanzarote

Leuchtende Buchten

Die schönsten Strände
Ideale Strände für umfassende Strandtage sind die Strände von Puerto del Carmen (Südosten), von Los Pocillos und Matagorda (Osten) sowie die die Papagayo-Strände – sie befinden sich im Süden und gliedern sich in sieben traumhaft weiße Abschnitte, die von Lavafelsen begrenzt werden. Beliebt sind die Playa Flamingo (Süden), die Playa Dorada und die Playa Blanca (Süden) – allesamt hellsandig, flach abfallend und damit ideal für Familien mit kleineren Kindern.

Der Timanfaya Nationalpark
Der Timanfaya Nationalpark liegt im mittleren Westen von Lanzarote. Existentiell, wüst und unverschnörkelt breitet sich das Gelände aus. Immensen vulkanischen Aktivitäten, seit Millionen von Jahren, verdankt der Nationalpark (seit 1974) sein heutiges Antlitz und darüber hinaus den Titel Biosphärenreservat der UNESCO.
Lavafelder, wilde Gesteinsformationen und Vulkanröhren, dazu das changierende Leuchten der Vulkanberge je nach Lichteinfall: all das macht den Nationalpark zu einem erstaunlichen Ausflugsort.
Besucher können zwischen mehreren Besichtigungsvarianten wählen: Bustour, Kamelritt oder Wanderung. Der Park steht unter strengem Naturschutz und darf unter keinen Umständen auf eigene Faust betreten werden.
Los geht es für die meisten Touren am Aussichtspunkt „Islote de Hilario“. Es folgen die Besichtigung der Feuerberge (Montanas del fuego), des Berges Timanfaya und des Tals der Ruhe. Vom Straßenrand aus sehen die Besucher oftmals erschreckend abrupt in die Tiefe. Am Islote de Hilario demonstrieren Guides eindrucksvoll wie stark noch immer die Kräfte unter der Erde wirken. Es wird beispielsweise gezeigt, wie heiß das Wasser unterhalb der Oberfläche brodelt.
Am Islote de Hilario befindet sich auch das von César Manrique gestaltete Restaurant „El Diablo“ (Der Teufel). Mitten in einem Vulkankrater hängt ein Grillrost, auf dem herzhafte Würstchen und Fleisch gebraten werden.
Das Besucherzentrum des Nationalparks bei Mancha Blanca erklärt in einer Ausstellung den Vulkanismus, die Inselgeschichte und die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Ausflug Costa Teguise: Agua Lanza
Im Meer Baden ist ein großes Vergnügen. Wem das jedoch zu viel Wasser und zu wenig Action ist, verbringt den  Tag im Lanzarote Aquapark. Der großräumige Wasserpark an der Costa Teguise sprudelt über vor halsbrecherischen Rutschen – die gefährlichste Rutsche trägt den Furcht einflössenden Namen: Kamikaze. Aber selbstverständlich sind auch viele leicht bezwingbare Wasserelemente vorhanden. Wasserfun aller Schwierigkeitsgrade und für jedes Alter, außerdem mehrere Badebereiche, das heißt: die Kleinen spielen im geschützten Eck.
Spaß und Abwechslung auf dem Trocknen bescheren Hüpfburg, Trampolin, Kletterwand und eine Paintball-Anlage.
Mehrere Cafés und Restaurants befinden sich auf dem Gelände.
Der Park ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Castillo Santa Barbara Lanzarote

Burg auf dem Vulkanberg

Ausflug Costa Teguise: Castillo de Santa Bárbara
Die Burg mit dem Namen Castillo de Santa Bárbara befindet sich im Osten von Lanzarote westlich des Ortes Teguise, auf dem Vulkanberg Guanapay. Erhaben thront sie circa 135 Meter über der Stadt.
Sie wurde im 16. Jahrhundert zum Schutz vor Piratenangriffen auf den Resten eines alten Forts gebaut. Nach etlichen Schädigungen durch Überfälle und Kämpfe erfuhr die Burg einen professionellen Ausbau – offiziell im Auftrag der spanischen Krone.
Besucher schwärmen von der weiten Sicht bis zur West- und Ostküste, zum Timanfaya-Nationalpark und zur Insel La Graciosa im Norden.

Cueva de los Verdes
Die Lavahöhle Cueva de los Verdes befindet sich im Norden von Lanzarote in der Nähe des Ortes Orzola.
Die Höhle beeindruckt mit ihrem sieben Kilometer langen unterirdischen Tunnelsystem, dem längsten vulkanischen Gangsystem der Welt. Die Höhle entstand vor über 3500 Jahren bei einem Vulkanausbruch. Mächtige Lavaströme überschwemmten das Land und flossen teilweise unter der bereits erkalteten Fläche weiter, wo sie nach Versiegen der Lava „Gänge“ hinterließen. Einwohner nutzten die Höhlen, um sich vor Piraten zu verstecken. Von sechs Kilometern Höhlensystem ist etwa ein Kilometer begehbar. Die Höhle darf nur unter Aufsicht betreten werden. Die Führung dauert ungefähr eine Stunde.

Fundación Manrique

Fundación Manrique (Foto: Jörg Hac / shutterstock.com)

Fundación Manrique
César Manrique
war Architekt und Künstler. Er wurde auf Lanzarote geboren. Sein Leben und sein Werk widmete er zu großen Teilen der Insel. Er liebte sie und sorgte mit Herzblut dafür, dass ihre Schönheit verstanden und erhalten wurde. Die Fundación Manrique befindet sich circa 8 Kilometer nördlich der Hauptstadt Arrecife, im Ort Tahiche, inmitten eines Lavafeldes. Hier lebte und arbeitete Manrique. Besucher können sein seltsames Wohnhaus (teilweise unterirdisch), seinen Garten und damit den Ort seines Schaffens bewundern. Manriques Ansinnen war, Natur mit Kunst zu verbinden. Das ehemalige Wohnhaus Manriques wurde 1992, kurz vor seinem Tod, zum Museum umgebaut und offiziell zugänglich. Es beherbergt Werke Manriques aber auch etliche moderne Objekte anderer Künstler.
Auf dem Gelände befinden sich ein Café und ein kleiner Laden.

Puerto del Carmen: Fahrt mit dem Aquascope
Auge in Auge mit den Fischen. Bei einer Exkursion auf dem Aquascope gerät man ins Staunen. Bis zu 30 Meter tief taucht das futuristische Boot in den Ozean und ermöglicht großartige Einsichten in die Meereswelt rund um Lanzarote. Der Ausflug dauert etwa eine Stunde. Das Aquascope startet in Puerto del Carmen und Playa Blanca.
Auch andere Bootstouren werden in Puerto del Carmen angeboten, so beispielsweise eine Fahrt mit dem Glasbodenboot.

Puerto del Carmen: Rancho Texas Park
Im Rancho Texas Park von Lanzarote erfüllen sich Cowboy- und Indianer-Träume. Der Wilde Westen Lanzarotes lädt Indianer und Cowboys zum Spielen ein. In dem Abenteuer- und Tierpark leben außerdem zahlreiche Tiere, unter anderem Schildkröten, Echsen, Bisons, Pumas und Waschbären.
Tiershows mit Greifvögeln und Seelöwen, Ponyreiten, Pommes essen, Tiere berühren im Streichelzoo, Kanu fahren, Gold schürfen und Vogelstimmen-Konzerten lauschen – das sind nur einige der vielen Park-Attraktionen.
Auf den 55.000 Quadratmetern des größten Themenparks der Insel vergeht der Tag schneller als Cowboys ihre Colts ziehen.

Playa Blanca: Piratenschiff “Marea Errota”
Zur Kapernfahrt bittet der Zweimaster „Marea Errota“. Den Schoner von 24 Metern Länge baute die Besatzung selbst und unternimmt seitdem lustige Ausflugsfahrten in traditioneller Piratenmanier. Die Tour verläuft entlang der Südküste bis zur Playa Quemada. Die Crew unterhält mit Spielen, legt Badestopps ein und sorgt für ausreichend Verpflegung.
Das Schiff startet täglich 10 Uhr im Hafen von Playa Blanca.

Playa Blanca: Kikoland
Das Kikoland ist ein Sport- und Kinderpark für Kinder ab drei Jahren. Das 10000 Quadratmeter große Vergnügungsgelände befindet sich neben dem Hotel Princesa Yaiza. Ein Spielparadies mit Hüpfburgen, Pools, Ruheinseln, Spielplätzen, Fußball-, Tennis- und Basketballfeldern, Beach-Volleyball-Arena, Animationsamphitheater, Showdarbietungen und der Möglichkeit, hier den Kindergeburtstag zu feiern.
Täglich geöffnet.

Salinas de Janubio Lanzarote

Woher kommt das Salz?

Salinas de Janubio
Woher kommt das Salz? Ein Besuch der Salzgewinnungsanlage „Salinas des Janubio“ beantwortet die Frage zumindest teilweise. Die Salinen befinden sich an der Südwesküste von Lanzarote, nahe des Fischerdorfes El Golfo und sind eine der bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Region. Eindrucksvoll schimmern die terrassenförmig angelegten Salzgärten.
Seit 1895 wird auf diesem Gebiet Salz gewonnen. Zunächst beförderten Windmühlen, später elektrische Pumpen das Meerwasser in die Becken der Saline. Die Sonne lies das Wasser verdunsten. Das zurückbleibende Salz schöpfte man ab. Heute findet diese Form der Salzgewinnung nur noch in sehr geringem Umfang statt, da die Trinkwasserherstellung in den Meerwasserentsalzungsanlagen ausreichend Salz – sozusagen als Abfallprodukt -erzeugt. Die Saline steht unter Denkmalschutz.

Guinate Parque Tropical
Der Parque Tropical im Norden beheimatet über 1300 Vogel- und andere Tierarten wie Pinguine, Otter oder Erdmännchen. Er befindet sich im „Tal der tausend Palmen“, am Fuß des Vulkans Monte Corona.
Auf 25000 Quadratmetern breitet sich ein landschaftlich üppig angelegtes Areal mit Wasserfällen, Flüssen und tropischen Pflanzen aus. Man fühlt sich wie im Dschungel und vergisst, dass man Gast auf Lanzarote ist. Täglich laden die Betreiber ein, bei der Fütterung der Pinguine oder der Papageienshow dabei zu sein.
Der Park hat täglich geöffnet.

Jameos del Agua, Lanzarote

Lichtspiel bei den Jameos del Agua

Jameos del Agua
Die Jameos del Agua gehören zu den attraktivsten Ausflugszielen auf Lanzarote. Sie befinden sich im Norden, neun Kilometer südlich des Ortes Orzola. Dabei handelt es sich um ein sieben Kilometer langes Höhlensystem oder genauer gesagt: den zentralen Tunnel dieses Vulkanröhrenlabyrinths. Der Künstler César Manrique verwandelte diesen Tunnel in eine Kulturstätte mit Konzertsaal und hervorragender Akustik. Das Funkeln des unterirdischen Sees erzeugt bei vielen Konzerten und Veranstaltungen magische Lichteffekte.
Stars des Höhlensystems sind die kleinen weißen Albino-Krebse, die normalerweise in 2000 Metern Ozean-Tiefe leben und Wissenschaftern bis heute Rätsel aufgeben. Die sogenannten Mönchskrebse gelten als Wahrzeichen der Höhle.
Weiterhin schuf Manrique innerhalb der Anlage ein weißes Schwimmbecken mit kristallklarem Wasser und paradiesischer Bepflanzung. Baden ist hier allerdings nicht gestattet. Die Jameso del Agua beherbergen außerdem ein Restaurant mit wunderbarem Lichteinfall.

Museo Agricola El Patio
Das Heimatmuseum „Museo Agricola El Patio“ befindet sich auf dem Gelände des ältesten und größten Landgutes Lanzarotes – in der Nähe des Dorfes Tiagua, im Zentrum der Insel. Exemplarisch schildert der Komplex das bodenständige Leben und den landwirtschaftlich geprägten Alltag der Ureinwohner von Lanzarote. Noch immer werden im Museumsareal Obst, Getreide und Gemüse angebaut sowie traditionelle Viehzucht betrieben. Besucher-Kinder spielen mit heimischen Tieren, während die Eltern Wein verkosten und selbst hergestellten Ziegenkäse probieren.
In den Gebäuden (das älteste ist von 1840) sind eine audiovisuelle Führung, die Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und Werkzeuge, erhaltene Bauernstuben und Alltagsgegenstände untergebracht. Zu sehen ist außerdem eine tierbetriebene Mühle, eine sogenannte „Molina“.

Über Cornelia Scheffler

Ich schreibe über das Reisen, andere Länder, Orte und Kulturen. Ich teile tolle Erlebnisse mit Euch und plaudere manchmal aus dem 5vorflug-Nähkästchen.
Nach oben scrollen