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Herbstsonne tanken auf Gran Canaria

Für Sonnenliebhaber ist Gran Canaria einfach perfekt. Auf der drittgrößten Kanareninsel ist es das ganze Jahr über angenehm warm. Bis zu 25 Grad kann es im Oktober werden!  Da könnt ihr noch im Herbst baden und Sonne tanken.  Nehmt euch aber auch ein bißchen Zeit für Ausflüge. Denn der „Minikontinent“ hat viel zu bieten.

Die Strände
Sind wir mal ehrlich: Die meisten Urlauber kommen wegen der wunderschönen Strände nach Gran Canaria. Am bekanntesten sind die an der Südspitze der Insel gelegenen Dünen von Maspalomas. Sie erstrecken sich über eine Länge von sechs und eine Breite von ein bis zwei Kilometern. Jeden Tag bilden die von Wind und Sonne bewegten Sandmassen neue erstaunliche Formationen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Strände: die beliebte Playa del Ingles im Süden, der Strand der Liebenden, die Playa de Amadores und die Playa Mogan im Südwesten oder die Playa de las Canteras im Norden bei der Hauptstadt Las Palmas.

Puerto de Mogan auf Gran Canaria

Fischerort Puerto de Mogan

Schöner Fischerort: Puerto de Mogan
In Puerto de Mogan ist kein Haus über drei Stockwerke hoch. Der Fischerort wird auch „Venedig des Südens“ genannt, da er von einem Netz aus Meerwasserkanälen durchzogen ist. Hier sieht man hübsche kleine Häuser und Gassen, Bettenburgen gibt es keine. Die geschützte Lage des Strandes und das ruhige Meer machen Puerto de Mogan vor allem für Familien mit Kindern zum idealen Urlaubsort. Wer Feiern möchte ist hier falsch.  Lieber bummelt man zum romantischen Hafen und genießt die Restaurants und schönen Geschäfte.

Las Palmas: Gran Canarias Hauptstadt
Um viel von Las Palmas zu sehen unternimmt man am besten eine Stadtrundfahrt mit dem „GuaGua“, so werden die Busse hier genannt. Man kann jederzeit aussteigen, irgendwo eine Pause machen und nach Belieben weiterfahren. Auf jeden Fall kurz aussteigen sollte man in der Vegueta, dem 500 Jahre alten Stadtkern. Für Kinder interessant ist das wissenschaftliche Museum Elder, wo man jede Menge Erfindungen und Apparate ausprobieren kann. Wer gerne den Überblick hat kann vom Aussichtspunkt Mirador de Altavista aus die Gegend betrachten.

Ab unter die Erde: Die Höhlen von Artenara
Die Gegend um Artenara ist ideal für Archäologie-Fans. Das Gemeindegebiet liegt im höchsten Teil der Insel. Obwohl es von Las Palmas bis zu den Höhlen nur circa 50 Kilometer sind, braucht man gut eineinhalb Stunden. Die Landstraße im Inselinneren ist schmal und sehr kurvenreich. Doch der Weg lohnt sich, denn hier bekommt man eine Vorstellung davon, wie die Ureinwohner Gran Canarias lebten. Ein Spaziergang durch den Complejo Arqueológico de Acusa führt durch zahlreiche Höhlen die als Wohnung oder Begräbnisstätte benutzt wurden. Interessant sind auch die Cuevas del Caballero. Diese Höhlen dienten den Hirten der Ureinwohner als Unterschlupf und bilden einen bedeutenden archäologischen Komplex. Im Ort Artenara selber leben sogar heute noch viele Einwohner in Höhlen – im Gegensatz zu ihren Vorfahren allerdings mit Stromanschluss. Mitbringsel gesucht? Hier gibt es viele Kunsthandwerker, vor allem für Keramik, Stick- und Webarbeiten.

Beeindruckend: Der Roque Nublo

Beeindruckend: Der Roque Nublo

Hoch hinaus zum Pico de las Nieves und dem Roque Nublo
Mit 1.949 Metern ist der Pico de las Nieves der höchste Berg Gran Canarias und gleichzeitig der Mittelpunkt der Insel. Malerisch enge Straßen führen dort hinauf, man sieht eine subtropische Vegetation und bezaubernde kleine Dörfchen. Bei klarem Wetter sieht man vom Gipfel manchmal sogar bis zu den Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera, La Palma und Lanzarote.  Unbedingt warme Kleidung mitnehmen! Aufgrund der Höhe und der Wolken kann es in diesem Teil der Insel ziemlich kühl werden. Etwa vier Kilometer vom Pico de las Nieves entfernt liegt der Roque Nublo – das Wahrzeichen Gran Canarias. Der „Wolkenfels“ macht seinem Namen alle Ehre, denn tatsächlich steckt er manchmal in den Wolken. Das ist auch der Grund, warum der mystische Monolith den kanarischen Ureinwohnern als heilig galt. Das Plateau des Roque Nublo ist ein beliebtes Wanderziel und von einem Parkplatz aus gut zu erreichen. Die Entfernung von dort beträgt vier Kilometer bei einem Höhenunterschied von 150 Metern.

Gran Canarias einziger Zoo: Der Parque de los Cocodrilos
Der „Krokodilpark“ ist Gran Canarias einzige zoologische Einrichtung und zugleich mit ungefähr 300 Tieren Europas größte Krokodilzucht. Er befindet sich an der Carretera de los Corralilos, unweit von Agüimes, im Süden der Insel. Die Anlage hat eine interessante Geschichte: Sie entstand aus der privaten Initiative einer Familie, welche vor vielen Jahren die Pflege einiger Krokodile übernahm. Da sie dabei ein glückliches Händchen bewies, wuchs der Tierpark zusehends. Andere Tiere, die von Zirkussen gekauft, von Privatpersonen abgegeben oder von der Polizei konfisziert wurden, kamen hinzu. Im Parque de los Cocodrilos werden sie nun liebevoll gepflegt und artgerecht gehalten. Neben den Krokodilen gibt es Tiger, Papageien, Affen und Fische zu bestaunen.  Der Privatzoo ist mit einem Pendelbus von Faro Maspalomas über Playa del Inglés zu erreichen.

Auf dem Kamel durch den Wüstensand
Es ist zwar nicht die Sahara, aber viel Sand gibt es auch in den Dünen von Maspalomas. Wer diese Landschaft mal aus einer anderen Perspektive sehen möchte, dem sei eine „Kamelsafari“ empfohlen. Eigentlich ist es eine „Dromedarsafari“, denn die Ausflüge finden auf den Tieren mit einem Höcker statt. Da zwei Personen auf einem Dromedarrücken Platz finden, ist dieser Ausflug besonders gut mit Kindern zu machen. Der Kamelritt führt Sie durch eine wunderbare Landschaft mit Sanddünen aus Saharasand. Für Kinder ist das Herumgeschaukeltwerden auf dem Rücken des Dromedars ein großer Spaß. Erwachsene hingegen werden auf dem „Wüstenschiff“ oft ein wenig seekrank. Der Umfang der Ausflüge reicht von einem halbstündigen Ausritt bis hin zu einer richtigen Safari mit Mittagessen im Palmenhain.

Bootsausflug zu den Delfinen
Wer lieber auf einem Boot als auf einem Dromedar herumschaukelt, dem sei ein Ausflug zu den Delphinen ans Herz gelegt. Zwischen zwei und drei Stunden dauern die Rundfahrten zur Delphin- und Walbeobachtung. Um die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum unter besten Bedingungen beobachten zu können, wurde ein spezielles Boot entwickelt und gebaut. Die „Spirit of the Sea“ verfügt über zwei Unterwassergalerien, ein Unterwassermikrofon, eine Unterwassserkamera und ein Sonar. Es empfiehlt sich, die lange Tour zu buchen, da wird die Extrazeit für einen Schwimmstopp mit den Delfinen genutzt. Die Touren starten täglich im Hafen Puerto Base in Puerto Rico.

Sheriffs, Banditen und Indianer – der Westernpark Sioux City
Sioux City ist der südlichste Freizeitpark Gran Canarias. Die Westernstadt liegt bei San Augustin und entstand auf einer Fläche von 320.000 Quadratmetern. 1972 wurde sie erbaut und gilt seither als Besuchermagnet. Das Besondere an Sioux City ist, dass es sich nicht um herkömmliche Pappkulissen, sondern um eine authentische Stadt handelt. Es gibt typische Häuser, eine Kirche und ein Indianerreservat. Weil die Stadt so echt aussieht, diente sie schon als Kulisse für zahlreiche Western-Verfilmungen. Hier ist immer was los: Schlägereien, Bankraub und tolle Stuntshows locken die Familien vom Strand in die Westernstadt. Für Kinder gibt es außerdem einen kleinen Zoo mit niedlichen Tieren.

Die Freizeitparks: Aquapark Atlantida, Aqualand und Holiday World
Wer Wasserrutschen mag, wird im Aquapark Atlantida Spaß haben. „Kamikaze“ oder „Rapid River“ heißen die Rutschparcours und sind nichts für Angsthasen. Wer es ruhiger mag, kann in einem der Pools schwimmen oder sich in die Cafeteria setzen. Das Aqualand ist der größte Freizeitpark auf Gran Canaria. Er liegt im Barranco de Palmitos hinter Maspalomas und bietet auf 130.000 Quadratmetern Dutzende Wasserrutschen. Teilweise sind sie bis zu 150 Meter lang und können sogar mit Rafts befahren werden. Die Poolfläche ist mit insgesamt 5.300 Quadratmetern einfach gigantisch! Hier findet man alles; vom Wellenbad über zahlreiche Kinderpools mit Wasserspielen, bis hin zu einem künstlichen Fluss, auf dem man sich durch das Gelände treiben lassen kann. Das Riesenrad des Vergnügungsparks „Holiday World“ bei Maspalomas leuchtet den Touristen schon von Weitem entgegen. Zentrum des Parks ist ein Jahrmarkt mit Riesenrad, Karussell, Achterbahn, Skooter und anderen Attraktionen.

Tolles Ausflugsziel: Palmitos Prak

Tolles Ausflugsziel: Palmitos Prak

Subtropisches Flair im Palmitos Park
Für den Besuch des „Palmitos Park“ in Maspalomas sollte man mindestens einen halben Tag einplanen, um all die Attraktionen, Tiere und Pflanzen bestaunen zu können. In dieser subtropischen Oase leben mehr als 200 Vogelarten. Hauptsächlich Papageien, aber auch Flamingos, Tukane, Eulen und Kolibris kann man hier sehen. Außerdem gibt es in „Palmitos Park“ ein Aquarium mit tropischen Fischen sowie das größte Schmetterlingshaus Europas mit hunderten von frei fliegenden Bewohnern.

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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