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Eine Reise im Advent: Weihnachtsmärkte in Europa

Für viele Menschen ist die Vorweihnachtszeit schöner und wichtiger als das Weihnachtsfest selbst. Da heißt es Plätzchen backen, sehnsüchtig auf den ersten Schnee warten und Glühwein trinken. Letzteres am liebsten auf dem Weihnachtsmarkt. Aber wie sehen die Weihnachtsmärkte in anderen Ländern aus? Gibt es diese Tradition überhaupt außerhalb von Deutschland? Findet es heraus. Auf einer romantischen Advents-Reise.

Die beliebtesten deutschen Weihnachtsmärkte:
Dortmund
Die Besonderheit des Dortmunder Weihnachtsmarktes fällt gleich ins Auge: Der riesige Weihnachtsbaum, der mit 45 Metern  und 48.000 Lichtern seinesgleichen sucht. Glaubt man den Besucherzahlen, ist der Dortmunder Weihnachtsmarkt der beliebteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. An rund 300 Ständen kann man Kunsthandwerk, Weihnachtsdekoration und außergewöhnliches Spielzeug bestaunen. Zu trinken gibt es Dortmunder Glühwein und zu essen westfälischen Grillschinken. Natürlich auch jede Menge süße Köstlichkeiten.
Stuttgart
Von den Besucherzahlen steht der Stuttgarter dem Dortmunder Weihnachtsmarkt in nichts nach. Vom Neuen Schloss und Königsbau bis zum Marktplatz reiht sich Bude an Bude. Markenzeichen sind die aufwändig und sehr detailliert dekorierten Stände. Es macht Spaß, einfach herumzubummeln und die individuell gestalteten Budendächer zu bestaunen. Unbedingt probieren solltet ihr das Original Stuttgarter Hutzelbrot. Schmeckt wie Früchtebrot, nur leckerer.

Weihnachtsmarkt in Dresden

Der Dresdner Weihnachtsmarkt

Dresden
Auch der Dresdner Striezelmarkt ist bekannt für seine schöne  Gestaltung. Im Herzen des Marktes steht eine riesige geschmückte Fichte sowie die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide. Acht Meter ist sie hoch. Diese Attraktion mit ihren handgefertigten und lebensgroßen Holzfiguren könnt ihr besteigen. Genießt den einmaligen Blick auf die festlich geschmückten Stände und den Neumarkt mit der weltberühmten Frauenkirche. Zurück auf der Erde erwarten euch die Händler mit leckeren Spezialitäten und traditioneller Handwerkskunst. Kalte Füße vom Herumlaufen? Dann ab ins Cafe – Dresdner Christstollen essen.

Die Schweizer Christkindlimärkte:
Basel
Gleich zwei Superlative: Der Basler Weihnachtsmarkt ist der größte Weihnachtsmarkt der Schweiz und hat die längste, beleuchtete Weihnachtsstraße Europas: Hundert Kieferbäume bringen Licht in die dunkle Winterzeit. Zu Essen gibt es Basler Läckerli, Waffeln oder Grillwürste.  Zu Trinken eine Tasse Gewürzwein.
Zürich
Auch der Christkindlmarkt in Zürich ist einen Besuch wert. Das Besondere hier: Er ist überdacht. Angenehm, gerade bei frostigen Temperaturen. Standbetreiber aus der Schweiz und aller Welt schlagen im Züricher Hauptbahnhof ihre Zelte auf. Bei dieser Lage ist, neben der guten Verpflegung, auch eine gute Verkehrsanbindung garantiert.

Österreich: Tradition, Charme und kulinarische Köstlichkeiten
Salzburg
Der Christkindlmarkt auf dem Salzburger Domplatz:  Seine Wurzeln hat er im 15. Jahrhundert. Da hieß er noch „Tandlmarkt“. Der richtige Vorweihnachtsmarkt wird seit dem 17. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Nikolaimarkt“ wiederholt erwähnt und am Alten Markt abgehalten. Heute ist daraus ein alpenländischer Christkindlmarkt geworden. Ein absoluter Besuchermagnet für Touristen. Wer in Ruhe bummeln möchte, sollte ihn deshalb, wenn möglich, an einem Wochentag besuchen. Regionale Spezialität ist der „Haunsberger“.  Eine Art Hamburger, aber mit Sauerkraut und einem speziell zubereiteten Brät serviert.
Wien
Wien ist vor allem bekannt für den Naschmarkt, auf dem es ganzjährig Köstlichkeiten zu kaufen gibt. Im Winter sollte man auch den Christkindlmarkt besuchen. Neben diversen Essensständen ist ein wichtiger Teil des Adventzaubers das Wiener Christkindl. 2004 wurde es erstmals als Gegensatz zum eher konsumorientierten Weihnachtsmann ins Leben gerufen. Jeweils um 17 Uhr liest es eine Geschichte vor und nimmt natürlich auch Wunschzettel entgegen.

Straßburg: Der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs
Der „Christkindlmärik“, wie er im elsässischen genannt wird, steht auf dem Münsterplatz. Zusammen mit den Weihnachtsmärkten in Nürnberg und Dresden gilt er als einer der ältesten Europas. Bis zum Jahr 1570 führen seine Wurzeln zurück.  Hier gibt es die typischen kunstgewerblichen Produkte des Landes zu erstehen, vor allem Weihnachtsschmuck.

Glitzert schön: Der Londoner Weihnachtsmarkt

Glitzert schön: Der Londoner Weihnachtsmarkt

London: Willkommen im Winter-Wonderland
Der Southbank-Centre-Weihnachtsmarkt lockt mit seiner wunderschönen Beleuchtung und weihnachtlichen Köstlichkeiten Menschen aller Welt an. In den authentisch eingerichteten Holzchalets werden einzigartige, handgefertigte Geschenke, Holz- und Stofftiere, Schmuck, handgemachte Seifen und vieles mehr angeboten. Vor allem für Familien lohnt sich ein Ausflug zum Hyde Park ins  “Winterwonderland”. Nicht besonders traditionell oder romantisch, dafür ein Spaß für die ganze Familie.

Stockholm: Julbock, Glögg und festliche Stimmung
Einer der populärsten Weihnachtsmärkte befindet sich in der Altstadt Gamla Stan. Seit 1915 bezaubert er die Besucher mit seinen vielen kleinen roten Hütten. Enge Kopfsteinpflastergassen und pittoreske Häuser verstärken die festliche Stimmung. Wenn es dann noch schneit, fühlt man sich wie in einer Geschichte der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.
Das Flair längst vergangener Zeit spürt man auch im Freilichtmuseum Skansen, im Westen Stockholms. Hier stehen rund 150 Häuser und Bauernhöfe aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Dieser Weihnachtsmarkt ist zwar nur an den Wochenenden geöffnet, aber die traditionellen Stände aus dem 19. Jahrhundert sind für Nostalgieliebhaber unbedingt einen Besuch wert.

Südtirol: Weihnachtszauber in den Bergen
Der größte Christkindlmarkt Südtirols steht in Bozen. Auf der Piazza Walther trifft alpenländisches auf mediterranes Flair. Stimmungsvoll beleuchtete Marktstände verwandeln den Waltherplatz im Stadtzentrum in ein kleines Weihnachtsdorf. Dazu kommend der magische Winterwald im Innenhof des Palais Campofranco sowie der riesige Adventskalender am Max-Valier-Haus.

Estland: Der Weihnachtsmarkt in Tallin . Ein Geheimtipp
Der mittelalterlich gestaltete Markt in Tallin steht auf dem Platz vor dem alten Rathaus und der ältesten Apotheke Europas. Dass er nur mit Fackeln beleuchtet wird sorgt für romantische Stimmung. Ein wohltuender Kontrast zu vielen anderen Weihnachtsmärkten. Da es hier unter Umständen klirrend kalt werden kann, sollte man sich für einen Besuch schön warm einpacken. Vor dem Rathaus wird in rustikalen Holzhütten Kunsthandwerk und Kulinarisches angeboten – von handgefertigten Kerzen und Pullovern bis hin zum Glühwein und dem traditionellen deftigen Gericht Sauerkraut mit Blutwurst.

Prag: Böhmische Handwerkskunst
Wer das Rustikale liebt, sollte einen Bummel über den festlich geschmückten Prager Weihnachtsmarkt einplanen. Die Auftritte von zahlreichen Tanzgruppen und Chöre aus der gesamten tschechischen Republik sorgen für einen volkstümlichen Charakter. Zu kaufen gibt es böhmische Handwerkskunst, zu essen verschiedene Wurstwaren und Süßigkeiten. Achtung:  Der tschechische Glühwein, „svarak“, ist etwas herber als man es gewöhnt ist. Also entweder Zucker dazu tun oder gleich zum heißen Honigwein greifen.

 

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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