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Bulgarien: Sommerurlaub am Schwarzen Meer

Die Zeiten als Bulgarien noch ein Geheimtipp war sind vorbei. Längst hat sich herumgesprochen, wie schön Urlaub am Schwarzen Meer ist. Für jeden. Egal ob Alt oder Jung, feierwütig oder ruhesuchend, Großfamilie oder Single. Wo es hingehen soll? Hier ein paar Vorschläge:

Goldstrand und der Norden der Schwarzmeerküste

Goldstrand – das klingt einladend und verheißungsvoll. Doch woher kommt der Name? Der Legende nach, haben Piraten hier vor langer Zeit einen großen Schatz versteckt. Andere sagen, der Name kommt von dem feinen, goldfarbigen Sand. Auf jeden Fall ist der Name „Goldstrand“ keine Marketingerfindung, sondern wird von den Bulgaren schon seit Jahrhunderten für diesen Abschnitt am Schwarzen Meer genutzt.  Der Goldstrand ist vor allem feierfreudigen Urlaubern ein Begriff. Er ist aber auch für Familien mit kleinen Kindern bestens geeignet. Der Strand ist 3,5 Kilometer lang, fällt flach ins Meer ab und Gezeiten gibt es fast gar nicht. Ideal, wenn man mit Kindern unterwegs ist, die ihre Tage am liebsten mit Sandburgenbauen und Herumplanschen verbringen. Badesaison ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Es weht immer ein laues Lüftchen, das Wasser hat durchschnittlich 24 und die Luft 27 Grad. Genau die richtigen Sommertemperaturen. Das Angebot an Sportmöglichkeiten ist groß.
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Goldstrand Bulgarien

Albena
Wem es als Familie in Goldstrand zu trubelig ist, der sucht sich besser ein Hotel im benachbarten Albena. Viele der Hotelanlagen sind auf den Besuch von Kindern eingestellt und beschäftigen die Kleinen mit Kinderanimation, in Mini-Clubs und auf Spielplätzen. Der Ort selbst bietet neben einem breiten Strand viele Restaurants, Shops und Cafés, so dass man nach dem Strandbesuch einen gemütlichen Bummel machen kann. Abwechslung bietet der Besuch im Wasservergnügungspark mit dem lustigen Namen „Aquapolis“.

Varna
Hafenstadt, Studentenstadt, Urlaubsziel – Varna ist vielfältig. Hier ist richtig, wer eine Kombination aus Kultur- und Strandurlaub möchte. Auf der Hauptpromenade am Strand kann gefeiert werden, am Meer direkt kann man faulenzen oder sportlich aktiv sein – je nach Lust und Laune. Kulturell bietet Varna viel: Musik- und Theaterveranstaltungen gibt es das ganz Jahr über. Unbedingt sehenswert: Die Überreste der römischen Therme aus dem 2. Jahrhundert. Eine besondere Attraktion ist der Meeresgarten. Er beginnt am Hafen der Stadt und erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste. Angelegt wurde die Parkanlage bereits im Jahre 1878. Seitdem hat man den Meeresgarten mehrmals vergrößert und verschönert. Er bietet zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten: Ein Amphitheater, ein Planetarium, Spielplätze und sogar einen kleinen Ruderkanal für Kinder.

Kloster Varna

Ausflugstipps für den Norden der Küste:

Baltschik liegt im Nordosten Bulgariens. Hier gibt es unter anderem ein hübsches Sommerschloss mit botanischem Garten zu bestaunen.
Sveti Konstantin: Ein kleiner feiner Kurort mit heilenden Thermalquellen. Das älteste Seebad Bulgariens eignet sich perfekt für einen erholsamen Ausflug.
Naturpark Goldstrand: Viel Grün, viele Tiere und direkt an Goldstrand angrenzend. Ideal für einen kleinen Halbtagsausflug.

Die Südliche Schwerzmeerküste: Sonnenstrand und CO. 

Sonnenstrand
Stundenlang über die Wellen hüpfen, eine Lieblingsbeschäftigung von Kindern. Das geht in Sonnenstrand ganz hervorragend. Was (fast) keiner weiß: Sonnenstrand ist ein Kurort – und zwar der größte in Bulgarien. Geläufig für „Sonnenstrand“ ist den meisten der sechs Kilometer lange, gleichnamige Strandabschnitt. Das Meer fällt flach ab, die Wellen sind nicht zu hoch und die Wassertemperatur angenehm. Im Süden des acht Kilometer breiten Strandes kann man sich ein gemütliches Plätzchen in den Dünen sichern. Wie in Goldstrand gilt auch hier: Strand und Ort eigenen sich gleichermaßen für Familien und Partywütige. Es ist genug Platz für alle da.
(>> Mehr Infos zu: Partyurlaub in Bulgarien)

Burgas
Burgas ist die viertgrößte Stadt Bulgariens. Wer kein reiner Sonnenurlauber ist, hat in Burgas viel zu besichtigen. Zum Beispiel den berühmten, fünf Kilometer langen Meeresgarten oder das Strandcasino. Natürlich kann man aber auch hier den feinen Sandstrand genießen, in den Läden in der Stadt Schnäppchen fangen und die Restaurants erkunden. Urlaub in Burgas spricht jede Zielgruppe an. Von der Familie bis zur Abifeier-Gruppe.

Nessebar
Das kleine Städtchen liegt auf einer Felseninsel, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Hier warten 3.200 Jahre Geschichte auf den Besucher. Die verwinkelten Gassen der Altstadt, Reste der ehemaligen Stadtmauer und über einhundert aufwändig restaurierte Häuser vermitteln einen Eindurck, wie es früher hier aussah. Wer nicht allzuviel Zeit zur Verfügung hat, bekommt im Archäologischen Museum einen guten Überlick. 1983 wurde die Altstadt von Nessebar in das Verzeichnis für Denkmäler des Weltkulturerbes aufgenommen.

Nessebar Bulgarien

Sozopol: Beliebtes Fischerdorf
Das Städtchen Sozopol liegt auf einer felsigen Halbinsel, an der Bucht von Burgas. Hier stehen noch die für den südlichen Teil der bulgarischen Schwarzmeerküste typischen alten Fischerhäuser. Das ehemalige Fischerdorf hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt und zieht früher wie heute zahlreiche Studenten, Künstler und Intellektuelle an. Baden kann man in Sozopol selbstverständlich auch. Dem Ort vorgelagert sind zwei langgezogene Buchten mit flach ins Meer abfallenden Stränden. Ideal für Familien.

Sozopol

Sinemorets: Herrliche Strände und schöne Buchenwälder
Sinemorets ist der südlichste Ort an der bulgarischen Schwarzmeerküste, nahe der Grenze zur Türkei. Hier hat der Massentourismus noch nicht Einzug gehalten und an den Stränden herrscht himmlische Ruhe.
In unmittelbarer Nähe zu den Stränden befindet sich der Strandzha-Naturpark – wo es an heißen Tagen angenehm kühl ist. Zahlreiche Wanderwege geleiten die Besucher zu beeindruckenden historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten.

Wohin denn nun: Gold- oder Sonnenstrand?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Beide Ecken sind eine Reise wert. Wer einen Diskotheken- und Ballermann-Party-Urlaub möchte, ist am Goldstrand auf jeden Fall richtig. Am Sonnenstrand hingegen finden sich etwas mehr Clubs. Auch für Familien eignen sich beide Strandabschnitte. Meer und Sand sind überall traumhaft. Und wer nicht so viel Trubel möchte, sucht sich einfach ein Hotel etwas abseits der Touristenhochburgen. Die Auswahl ist ja zum Glück groß!
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Bulgariens Naturdenkmäler

Bulgarien hat sowohl landschaftlich als als kulturell einiges zu bieten:

Park_Bulgarien_Urlaub

Biosphärenreservat Srebarna
Das Biosphärenreservat Srebarna befindet sich im Nordosten des Landes an der Donau. Es liegt genau auf der Fluglinie der Zugvögel, die von Europa nach Afrika fliegen. Am Srebarna See leben fast 100 verschiedene, teilweise vom Aussterben bedrohte Vogelarten. Hobby-Ornitologen werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, wenn sie die Reiher, Kormorane, Pelikane und anderen seltenen Vögel aus nächster Nähe beobachten können. Das Biosphärenreservat wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Nationalpark Pirin
In Bulgarien gibt es drei Nationalparks. Einer davon ist der Nationalpark Pirin, im äußersten Südwesten des Landes. Er wurde ebenfalls 1983 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt und bietet zahlreichen vom Ausstreben bedrohten Tierarten eine Heimat. Unter anderem betreibt die Stiftung „Europäisches Naturerbe“ hier ein Projekt zum Schutz wildlebender Wölfe. Glücklicherweise sind die Wanderwege für Touristen markiert, so dass man keine Gefahr läuft, unverhofft solch einem Tier gegenüber zu stehen. Eine weitere Besonderheit sind die durch vulkanische Explosionen entstandenen 176 Trichterseen, die sich malerisch über den gesamten Nationalpark verteilen.

Nationalpark Pirin

Kloster Rila
Das Kloster Rila ist das älteste und größte Kloster der slawischen Welt. Es gilt als Wahrzeichen der orthodoxen Religion Bulgariens und ist ein wichtiger Wallfahrtsort. Gut geschützt liegt es in einem engen Bergtal, 125 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia. Dass es zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten Bulgariens gehört, liegt sicherlich auch an seiner interessanten Architektur: Von außen wirkt es streng und verschlossen. Innen jedoch überrascht ein verwinkelter Innenhof mit vielen fragilen Ornamenten. Seit 1983 steht das Kloster auf der Liste zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Kloster Rila

Felsenrelief des Reiters von Madara
Seit 1979 auf der UNESCO-Liste zum Weltkulturerbe: das Felsenrelief des Reiters von Madara. Wer es bestaunen möchte, unternimmt einen Ausflug in den Nordosten des Landes. Das Relief befindet sich auf einer Klippe, nahe des Dorfes Madara. 23 Meter über dem Boden zeigt es das Abbild eines Reiters auf seinem Pferd, der mit einem Löwen kämpft.

Thrakergrab von Kasanlak
Die frühesten Bewohner Bulgariens waren die Thraker. Alten Schriften zufolge lebten sie seit dem achten Jahrhundert vor Christus in Bulgarien. Die Thraker bauten für ihre Toten Häuser, denn sie glaubten an ein Leben nach dem Tod. Zwei dieser Gräber überdauerten die Jahre.  Das Thrakergrab von Kasanlak in Zentral-Bulgarien ist das am besten erhaltene Kunstwerk aus dieser Zeit. Es entstand im vierten Jahrhundert vor Christus und gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe.
Das zweite berühmte Thrakergrab – das Grabmal von Sveshtari – wurde 1985 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Es befindet sich acht Kilometer nordwestlich der Stadt Isperih, im Nordosten Bulgariens. Auch diese Grabstätten beeindrucken durch Architektur und Verzierung.  Neben den Wandmalereien haben sie noch eine Besonderheit: die Decke der Grabkammer wird von Frauenstatuen mit erhobenen Händen gestützt.

Felskirchen von Ivanovo
Das Kloster Ivanovo liegt ebenfalls im Nordosten Bulgariens. Seine Kirchen, Klosterräume und Kapellen entstanden zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert. Genutzt wurden hierfür natürliche Höhlen in denen zuvor schon Einsiedler wohnten. Die Räume sind teilweise durch Gänge miteinander verbunden. In einigen der Kirchen und Kapellen sind noch heute gut erhaltene Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu sehen. Seit 1979 gehören die Felskirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Nützliche Informationen

Währung: die bulgarische Währung ist der „Lev“.  Man kann problemlos vor Ort in den Banken und Wechselstuben Geld tauschen. Die meisten Hotels und Restaurants akzeptieren auch Kreditkarten.
Sprache: Die Hauptsprache ist Bulgarisch. Doch auch Russisch und Englisch sprechen die meisten Bulgaren. In den Feriengebieten an der Schwarzmeerküste kann man sich oft auch auf Deutsch verständigen. Achtung: Im Bulgarischen ist das Nicken mit dem Kopf, anders als bei uns, ein Zeichen der Verneinung!
Flugzeit: Von Frankfurt ca. 2,5 Stunden
Zeitverschiebung: Bulgarien ist Deutschland eine Stunde voraus.

 

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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