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Ausflüge an der Türkischen Riviera

Sandskulpturenfestival an der Türkischen Riviera

Sandskulpturenkunst an der Riviera

Das geht nicht: In den Urlaub fliegen und dann nur am Strand herumlungern. Auch wenn das natürlich reizvoll ist – das Meer hat schließlich nicht jeder vor der Tür. Trotzdem: Das Urlaubsland kulturell links liegen zu lassen, ist wie nach Paris zu reisen, ohne den Eiffelturm zu sehen. Darum seien folgend einige Ausflugsziele rund um die Türkische Riviera hervorgehoben.

Antalya: Sandskulpturenfestival
Wenn die Eltern im Sand hocken und eine Sandburg bauen, strahlen die Kinder. Das akribisch unter drohendem Hexenschuss errichtete Bauwerk wird zum Dank wie ein Familienschatz verteidigt. Sollte es den Eltern an Einfällen für Sandarchitektur fehlen, kommt die Inspiration spätestens beim Besuch des Sandskulpturenfestivals am Lara-Strand von Antalya. Jedes Jahr finden die Veranstalter ein neues Motto. Einmal lautet es „Hollywood“, dann wieder „Empires“. Wenn man also George Clooney schon nicht leibhaftig zu Gesicht bekommt, dann doch wenigstens zum Verwechseln ähnlich aus Sand.

Antalya: MiniCity
In zwei Wochen Urlaub die berühmtesten Bauwerke der Türkei bereisen, das ist möglich, aber stressig. Im Minicity von Antalya finden Sie alles an Ort und Stelle: das Theater von Aspendos, die Sultan-Ahmet Moschee von Istanbul, die Hagia Sofia, den Tempel der Artemis von Ephesos  oder den Apollon Tempel von Side. Es sind originalgetreue Miniature-Nachbildungen im Maßstab 1:25. Von der Antike bis zur Neuzeit. Die kleinen Modelle der architektonischen Meisterleistungen entstanden aufgrund präziser Forschungs-, Relief- und Fotoarbeiten. Antalya liegt 75 Kilometer westlich von Side.

Antikes Theater von Aspendos

Antike Kulisse von Aspendos

Aspendos
Aspendos liegt 45 Kilometer östlich von Antalya und 33 Kilometer westlich von Side – ist über die moderne Nationalstrasse gut zu erreichen. Aspendos zählt zu den am besten erhaltenen Denkmälern der römischen Epoche. Einige vermuten, dass die Stadt bereits im 12. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. Münzen aus dem 5. bis 3. Jahrhundert weisen hingegen auf eine Gründung durch die Hethiter hin. Die erhaltenen Bauwerke wiederum zeigen, dass auch die Römer über Aspendos regierten.
Eine bewegte Zeit liegt hinter Aspendos. Heute ist die Kulisse des antiken römischen Theaters war immer wieder auch Veranstaltungsort für Konzerte, Opern oder Ballettaufführungen. 20.000 Zuschauer haben hier Platz. Im Jahr 2005 sendete Wetten dass…? Aber auch ohne Event sind die Ruinen des vormaligen Theaters eine kulturelle Pilgerstätte mit hohem Andachtsfaktor.

Antalya: Aqua Park
Wo Wasser ist, hat jeder Spaß. Wo Wasser und Rutschen sind, noch mehr Spaß. Im Aquapark Antalya ist Wasser und sind Rutschen. Die perfekten Voraussetzungen für einen perfekten Tag. Über 10 verschiedene Rutschen enden im türkisfarbenen Wasser – schnelle, langsame, spiralförmige und kerzengerade. Die Rutschen tragen rasante Abfahrten versprechende Namen wie „Black Hole“, „Hidry-Tube“, „Crazy River“ oder „Free Fall“. Für Rutschpartien mit Kick und immer mit Erfrischung. Kleine Kinder planschen im abgegrenzten Bereich.
Das 40.000 Quadratmeter große Gelände ist ein einziger Spielplatz – für Kinder und Erwachsene. Getränke und Speisen stehen im Parkrestaurant auf der Karte.
Besondere Attraktion: Die Delphinshow und private Schwimmstunden mit Delphinen.

Höhlenabenteuer: Karain Höhle und Dim Tropfsteinhöhle
Höhlen wirken mystisch. Eine Welt unter der Erdoberfläche, wo es dunkel und kühl ist, wo ungelenke Steingebilde die Finsternis noch schauriger machen. Gleich zwei sagenhafte Höhlen gibt es in der Nähe von Antalya: die Karain-Höhle und die Dim Tropfsteinhöhle. Die Karain-Höhle liegt 27 Kilometer nordwestlich von Antalya. Sie ist Hort der ältesten Funde menschlichen Lebens in der Türkei. Seit 1946 suchen Archäologen hier nach Überresten. Die Karain-Höhle zählt außerdem zu den größten natürlichen Höhlen der Türkei.
Die Dim Tropfsteinhöhle befindet sich im Taurusgebirge im Hinterland von Alanya. Besucher erleben hier das gesamte unterirdische Höhlenspektrum: Stalagmiten, Stalaktiten und unterirdischer See.

Kalkterrassen von Pamukkale

UNESCO Erbe von Pamukkale

Pamukkale: Kalksinterterrassen UNESCO-Erbe
Die berühmten Terrassen befinden sich 300 Kilometer nordwestlich von Side, das ist kein Katzensprung. Wer sich von der Riviera aus dennoch auf den Weg macht, wird reich belohnt.
Pamukkale ist mit großem Vorsprung das am häufigsten besuchte Naturwunder der Türkei und außerdem UNESCO-Weltkulturerbe. Übersetzt bedeutet Pamukkale: Baumwollschloss. Kalkhaltige Thermalquellen formen seit Jahrtausenden bizarre Kaskaden und färben sie fast schneeweiß. Ein einmaliges Schauspiel. Eine kunstvollere Fotovorlage kann man sich nicht wünschen.
Früher konnte man hier sogar baden. Thermalwasser galt bereits in der Antike als vielseitiges Heilmittel: beispielsweise gegen Rheuma. Heute ist das Baden aus Naturschutzgründen nicht mehr gestattet. Wer ohne Bad im Thermalwasser nicht wieder nach Hause fahren möchte, besucht das nahe liegende Thermalbald oder springt kurz in eins der extra für Touristen angelegten Bassins.

Manavgat: Wasserfälle und Markt
Die kleine Provinzstadt Manavgat liegt 75 Kilometer östlich von Antalya und etwa 10 Kilometer nordöstlich von Side – zwischen dem Taurus Gebirge und dem Mündungsdelta des Manavgat-Flusses. Attraktion von Manavgat sind die wilden Wasserfälle des gleichnamigen Flusses. Über dem Fluss wurden viele Fischrestaurants gebaut – dort sitzt man im Schatten, während der Fluss tosend seinem Lauf folgt. Ansonsten verzaubert Manavgat mit dem unwiderstehlichen Flair einer sonnigen Riviera-Kleinstadt. Montags ist Markt.

Manavgat: Adventure Park Oyimpinar
Wer hoch hinaus will, braucht neben gutem Steh- und Durchhaltevermögen auch Geschick und ausgezeichnetes Koordinationsvermögen. Wer im rappelvollen Alltag keine Zeit zum Klettertraining findet, schafft es vielleicht im Adventure Park Manavgat, einem vom deutschen TÜV zugelassenen Kletterpark. In Höhen zwischen 1,5 und 25 Metern schweben, balancieren, kraxeln und bangen die Kletterparkbesucher – abgesichert mit Klettergurt, Kletterseil, Karabinern und Seilrollen. Verschiedene Parcours für verschiedene Schwierigkeitsgrade, aber immer müssen Hindernisse wie Wackelbrücken, Kletter- und Wackelnetze überwunden werden.
Highlight ist die 140 Meter lange Drahtseilbahn über den See – mit bis zu 50 Kilometern pro Stunde rauscht man übers Wasser.
Kinder erproben ihre Kletterbegabung im Niederseilgarten, toben auf dem Spielplatz oder springen vom Trampolin aus in die Wolken. Die Mittagspause schmeckt im Seerestaurant.
Die gesamte Anlage entstand in Zusammenarbeit mit dem türkischen Staatsforst. Akribisch achten die Betreiber darauf, der Natur in keiner Weise zu schaden.
Der Park liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Side.

Schildkröten an der Türkischen Riviera

Geschützte Wesen

Side: Schildkrötenbucht
Mit ein bisschen Glück kann man bei einer Bootstour zur Bucht tatsächlich Schildkröten beobachten und zusehen, wie sie gemächlich über den Strand gleiten oder auch nur kurz auftauchen, um Luft zu schnappen. Allerdings braucht man Geduld, Ruhe und gute Augen. Außerdem kann man in der Bucht wunderbar baden und schwimmen. Organisierte Bootstouren werden überall in Side angeboten.

Alanya: Burg
Alanya liegt etwa 135 Kilometer östlich von Antalya. Römer, Seldschuken und Osmanen geboten über die Stadt. Über viele Jahre gab sie ein hervorragendes Piratenversteck. Das mächtige Burgareal hoch oben auf dem Burgberg wüsste mit Sicherheit viele interessante Geschichten aus der Vergangenheit zu erzählen. Wann genau der Grundstein für das Respekt einflößende Bauwerk gelegt wurde, ist unklar. Die eigentliche Festung samt gut durchdachter Infrastruktur errichteten die Seldschuken im 13. Jahrhundert. Eine sechs Kilometer lange Mauer umgibt die 83 Türme, 140 Kuppeln und teilweise noch intakten Zisternen. Außerdem die Ruinen der Kirche und des Sultanpalastes aus der Seldschukenzeit. Weitere Geschichtsreliquien beherbergt das Burgmuseum.
Die Burg von Alanya ist eine der größten und besterhaltenen Burgen in Anatolien.
Zum Burgareal gehören auch die seldschukische Werft und der Rote Turm – Turm und Werft sind Symbole der Stadt. Beide wurden als Zeichen von Macht und Wehrfähigkeit von Sultan Alaüddin Keykubat erbaut. Der Turm im Jahr 1226, die Werft wurde im Jahr 1228 fertig gestellt.

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Über Cornelia Scheffler

Ich schreibe über das Reisen, andere Länder, Orte und Kulturen. Ich teile tolle Erlebnisse mit Euch und plaudere manchmal aus dem 5vorflug-Nähkästchen.
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