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Australien: Urlaub am anderen Ende der Welt

Sydney_shutterstock_60303286Beim Dschungel-Surf von Baum zu Baum schweben, hoch über der Skyline von Sydney auf der Harbour Bridge klettern oder an Traumstränden mit Delfinen um die Wette surfen – Australien ist ein Land für Erlebnis-Hungrige. An den Küsten wie auch im Landesinneren warten jede Menge Outdoor-Abenteuer. Dieses riesige Freizeitangebot macht den Roten Kontinent zum perfekten Ziel für einen Familienurlaub mit Jugendlichen.

 

Sydney erleben: Adrenalin pur
Eine Hafenrundfahrt mit Blick aufs Opera House, anschließend durch die Royal Botanic Gardens“ schlendern und vielleicht noch in der Art Gallery die Kunst der Aborigines bestaunen – so viel zum Pflichtprogramm in Sydney. Was so richtig Spaß macht in der glitzernden Vier-Millionen-Stadt? Ein Rundflug hoch über der Skyline von Sydney mit dem Wasserflugzeug, oder auch ein nächtlicher „Bridgeclimb“ in Schwindel erregender Höhe auf der Harbour Bridge. Gespenstisch wird es bei der „Rocks Ghost Tour“: Die einstündige Geister-Tour führt durch Sidneys ältestes Viertel, um das sich seit Generationen bizarre Grusel-Geschichten ranken. Wer am Great Barrier Reef nicht selbst auf Tauchstation geht, kann in Sydneys Aquarium trockenen Fußes durch den Ozean wandern und bei klassischer Musik das nachgebaute Riff mit seinen tropischen Fischen bewundern.

tauchen_shutterstock_40143421Surfen und Tauchen:Von der „Byron Bay“ zum „Great Barrier Reef“
Australiens Küsten bieten optimale Bedingungen für Wellenreiter – und solche, die es werden wollen. Rund 60 Kilometer südlich von Brisbane treffen perfekte Wellen auf die Gold Coast. Doch während das verheißungsvolle „Surfers Paradise“ zwar gute Wellen bietet, aber mit seinen Hotelburgen inzwischen eher wenig an ein Paradies erinnert, überzeugt Byron Bay, 165 Kilometer südlich von Brisbane, mit Traumwellen, goldenen Stränden und einem herrlichen Hinterland aus Bergen und tropischem Regenwald. Der Surfspot No.1 ist Watego’s Beach, wo Profis mit Delfinen um die Wette surfen. Anfänger erlernen die Basics in speziellen Drei-Tages-Kursen: Unter der Obhut professioneller Surflehrer wird zunächst im seichten Weißwasser geübt. Sehnsuchtsziel für Taucher aus aller Welt ist das ausgedehnte „Great Barrier Reef“. In Cairns, Port Douglas und vielen weiteren Orten an der Nordküste gibt es Schnupper-Tauchgänge für Einsteiger und einwöchige Grundkurse, aber auch mehrtägige Tauchausflüge. Doch das ausgedehnte Riff ist nicht der einzige Spot – ein Tauchgang lohnt an fast allen Küsten. In Westaustralien hat sich das Ningaloo Reef mit seiner farbenfrohen Unterwasserwelt in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Aktuelle Infos und Adressen von akkreditierten Tauchschulen bietet die Webseite der „Professional Association of Diving Instructors“.

Queensland_Regenwald_shutterstock_16834780Canberra: Indoor-Spaß mit Lerneffekt
Mit seinen Taucher-Paradiesen und den „Blue Mountains“, dem Outback und tiefen Regenwäldern ist Australiens größte Attraktion zweifellos die Natur selbst. Bei Regen oder allzu großer Hitze bietet „Questacon“ eine sinnvolle Alternative: mit über 170 interaktiven Ausstellungen, in denen große und kleine Forscher die Welt der Wissenschaft und Technologie entdecken. Im Rahmen von „Excite“ erfahren Kids zum Beispiel in einer Rutsche mit freiem Fall die Schwerkraft am eigenen Leib oder komponieren ein Musikstück mit Hilfe von Lichtstrahlen und Sensoren. Auf dem Inselkontinent gehört freilich auch das Thema Wasser dazu: In der Dauerausstellung „H2O. All About Water“ erfahren Besucher unter anderem, wie viel Wasser bei der Herstellung von Lebensmitteln und Kleidung benötigt wird, wie Flusswindungen zustande kommen oder konstruieren selbst eine wassereffiziente Stadt.

Freizeitparks: „Jungle Surfing“ und Outback-Spektakel
Ein Naturerlebnis der besonderen Art sind Canopy-Touren. Wer schwindelfrei ist, schwebt dabei zwischen Baumwipfeln durch (oder über) den Regenwald. „Jungle Surfing Canopy Tours“ unweit von Cape Tribulation bietet von oben einen traumhaften Blick bis hinaus aufs Great Barrier Reef. Lebhaft geht es auch in Australiens Freizeitparks zu. Von Wasserakrobatik und dressierten Delfinen in „Sea World“ über einen Blick hinter die Filmkulissen in „Movie Word“ bis zum Adrenalin-Ausstoß in den Achterbahnen von „Dreamworld“ reicht das Angebot. Wer rasante Action lieber als Zuschauer genießt ist bei „Australian Outback Spectacular“ richtig. Während der temperamentvollen Dinner-Vorführungen werden typisch australische Gerichte serviert. Nicht nur Stunt-Reiter und talentierte Pferde zeigen in der Show ihr Können. Auch schlaue Hunde, Ponys und Kühe sind mit von der Partie.

Bus, Bahn oder Camper: Unterwegs in Australien
Australien lässt sich in Eigenregie relativ gut mit Bus und Bahn bereisen. Tickets sollten Urlauber allerdings im Vorfeld buchen. Noch flexibler geht es mit dem Camper durch die Weiten des Roten Kontinents. Für zwei bis vier Personen sind die komfortablen Wohnmobile nicht nur praktisch, sondern auch eine verhältnismäßig günstige Wahl. Der Camper wird meist zusammen mit dem Australien-Flug von Deutschland aus gebucht – ratsam ist dabei der Abschluss einer Versicherung ohne Selbstbeteiligung. Übernahme- und Rückgabeort sind in der Regel frei wählbar. Die eigene Route planen Camper-Urlauber individuell und bleiben dabei offen für spontane Ideen. Zwar geht es auf Australiens Straßen eher gemächlich zu, doch sollten sich Urlauber genauestens über die Verkehrsregeln informieren. In „Down Under“ herrscht Linksverkehr, die Geschwindigkeit ist Innerorts meist auf 50 oder 60 km/h begrenzt, Außerorts sind 80 erlaubt und auf Autobahnen (Highways sind oft nur einspurige  Landstraßen) geht es mit entspannten 110 km/h voran.

12Apostelshutterstock_32041480Weites Land: Die schönsten Camper-Routen
„Great Ocean Road“
Der Weg ist das Ziel! Wer mit dem Camper durch Australien reist, sollte sich dieses Motto auf die Fahnen schreiben. Denn viele Straßen führen durch reizvolle Landstriche oder entlang traumhafter Küsten. Die „Great Ocean Road“ zum Beispiel, eine der schönsten Küstenstrecken der Welt, führt entlang steiler Klippen, bizarrer Felsformationen und endlos langer Strände. Die 345-Kilometer-Tour beginnt in der Hafenstadt Geelong südlich von Melbourne. Es lohnt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen und immer mal wieder Station zu machen – zum Beispiel um Wale zu beobachten, im „Otway National Park“ zu wandern oder die aus dem Ozean aufragenden „Zwölf Apostel“ zu besichtigen.

Von Alice Springs zum Ayer‘s Rock
Entlang bedeutender Stätten aus der Traumzeit führt die Route im Northern Territory. Von Alice Springs geht es unter anderem durch die rötlichen Schluchten der MacDonnell Ranges, ein kulturell bedeutendes Gebiet der Arrente-Aborigines. Am Wasserloch „Ellery Creek Big Hole“ ist sogar kampieren erlaubt. Über die Millionen Jahre alte, beeindruckende Sandsteinschlucht „Kings Canyon“ führt die Route zum Uluru, besser bekannt als Ayer‘s Rock. Der 348 Meter hohe Monolith ist nicht nur ein Wahrzeichen Australiens. Für die Anangu-Abroigines besitzt er eine wichtige spirituelle Bedeutung. Die Ureinwohner selbst weihen Besucher im Rahmen eines speziellen Rundgangs in die Geheimnisse dieser alten Mythologie ein. Der Uluru sollte nicht bestiegen werden – Gelegenheit zum Wandern bietet das „Valley of the Winds“ im nahen Kata-Tjuta-Gebirge mit seinen 36 kopfförmig-gerundeten Hügeln.

Australien-Urlaub planen: Die wichtigsten Fakten
Visum und Anreise
Rund 19 Stunden Flugzeit sind angesagt für eine Reise ans andere Ende der Welt. Das geht allerdings nicht auf einmal: Zwischen-Stops werden je nach Airline zum Beispiel in Bangkok oder Dubai eingelegt. Mit einem Touristenvisum, das bei Flugbuchung ausgestellt bzw. beantragt wird, können Urlauber bis zu drei Monate kreuz und quer durch Australien reisen. Noch länger geht es mit dem „Work-and-Travel“-Visum: 18- bis 30-Jährige dürfen damit bis zu zwei Jahre Urlaub in Australien machen – und mit befristeten Jobs die Reisekasse aufbessern. In den Städten heben Urlauber problemlos Geld ab, wechseln Euros oder lösen Travellerschecks ein. Lediglich im Outback ist es ratsam, ausreichend Bargeld in der Tasche zu haben. Landeswährung ist der Australische Dollar, die Preise sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Impfschutz und Reisezeit
Die Gesundheitsversorgung in Australien entspricht westlichem Standard. Für Reisende empfehlen sich die Standard-Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene – abgesehen von einer Besonderheit: Wer in den sechs Tagen vor der Einreise nach Australien eine Nacht oder länger in einem Gelbfieber-Infektionsgebiet war, muss eine Gelbfieber-Impfung vorweisen.
Um nicht von kühlen Temperaturen, heftigen Regenfällen oder unangenehmer Schwüle überrascht zu werden, sollten Australien-Urlauber die geeignete Reisezeit wählen. Der Kontinent wird durch den südlichen Wendekreis, den „Tropic of Capricorn“ in zwei Klimazonen geteilt: Die beste Zeit für Reisen im Westen und Südosten ist zwischen Oktober und April, während es in Queensland, Northern Territory und dem Norden von Western Australia von April bis November am Schönsten ist.

2 Kommentare

  1. Ich freu mich schon riesig auf unseren Australienurlaub dieses Jahr. Wir fahren mit dem Wohnmobil von Melbourne die Küste hoch, danke für die Tipps!

Über Julia Kirschner

Ich erzähle Euch von schönen Stränden, Städten und anderen Urlaubzielen. Außerdem verrate ich Tipps und Tricks für einen gelungenen (Familien-) Urlaub.
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